66 Prozent Firmenwagen in Klagenfurt

Die Zahl der Firmenwagen nimmt in Kärnten stark zu, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Von privaten Haushalten werden nur mehr etwas mehr als die Hälfte der Neuwagen gekauft. Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass in Klagenfurt der Anteil von Firmenwagen mit 66 Prozent am höchsten ist. Österreichweit ist der Anteil von Firmenwagen vor allem in der Ober- und Luxusklasse sehr hoch. Der VCÖ fordert, dass Steuerbegünstigungen für die private Nutzung von Firmenwagen reduziert werden.

14.611 Pkw wurden heuer bis Ende September in Kärnten neu zugelassen. Davon wurden 6.203, das sind 42 Prozent, auf "juristische Personen" (Unternehmen, Öffentliche Hand) zugelassen, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. "Immer weniger Neuwagen werden von Privatpersonen gekauft, die Zahl der Firmenwagen steigt", stellt VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer fest. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 wurden heuer in Kärnten um fast 1.600 Pkw mehr auf "juristische Personen" zugelassenen, gleichzeitig wurden um rund 2.200 Pkw weniger von Privatpersonen gekauft.

Im Bundesländer-Vergleich ist der Anteil der Firmen- und Dienstwagen in Wien mit 66 Prozent am höchsten, in Vorarlberg am niedrigsten, wie die VCÖ-Untersuchung zeigt. Kärnten hat den zweitniedrigsten Anteil. Innerhalb von Kärnten gibt es sehr große Unterschiede: In Klagenfurt ist der Anteil der auf "juristische Personen" zugelassene Neuwagen mit 66 Prozent am höchsten, in Villach Land mit 10 Prozent am niedrigsten.

Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass auf ganz Österreich bezogen der Anteil der Firmenwagen vor allem in der Luxus- und Oberklasse hoch ist: In der Luxusklasse wurden heuer rund 77 Prozent der Neuwagen auf "juristische Personen" angemeldet, in der Oberklasse waren es rund 69 Prozent. Zum Vergleich: Nur knapp 43 Prozent der Kleinwagen werden nicht von Privatpersonen gekauft.

Der Grund für die massive Zunahme von auf Firmen angemeldeten Neuwagen sind nicht vermehrte Kurzzulassungen, sondern die steuerliche Begünstigungen für die private Nutzung von Firmenwagen. "Derzeit ist es steuerlich günstiger, ein Firmenauto für die private Nutzung statt einer Gehaltserhöhung zu bekommen. Das ist eine steuerpolitische Absurdität, die auch im Widerspruch zu Österreichs Klimaschutzzielen steht", betont VCÖ-Experte Gansterer.

Wer als privater Autofahrer etwa mit einem Skoda Octavia (Neupreis 20.000 Euro) 15.000 km fährt, hat Gesamtkosten von rund 5.050 Euro pro Jahr. Wer einen Firmenwagen privat nutzen kann, versteuert nur 3.600 Euro als Sachbezug, die Kosten sind um ein Vielfaches geringer. Weiterer Kritikpunkt des VCÖ: Der Kostenvorteil von Firmenwagen nimmt mit der Kilometerleistung zu. "Die derzeitige Regelung schadet der Umwelt und ist sozial ungerecht. Gutverdienende Manager mit Firmenwagen zahlen fürs Autofahren weniger Steuern als ein Arbeiter oder Angestellter. Diese Ungerechtigkeit sollte mit der kommenden Steuerreform behoben werden", so VCÖ-Experte Gansterer.

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