Corona-Impfung
"Antikörpertests stiften nur Verwirrung"

Primarius Univ.-Prof. Dr. Jörg Weber vom Klinikum Klagenfurt
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Die WOCHE hat mit Impfexperten Primarius Univ.-Prof. Dr. Jörg Weber vom Klinikum Klagenfurt über Belegung der Intensivbetten und den "dritten Stich" für die ältere Generation gesprochen.

KLAGENFURT . Gerade die ältere Generation ist durch die Pandemie verunsichert. Viele haben bereits zwei Impfungen bekommen, nun machen sich Meldungen über Menschen auf Intensivstationen breit, die trotz einer Impfung ein Bett auf einer Intensivstation belegen. Die WOCHE hat daher Dr. Weber vom Klagenfurter Klinikum zu diesem Thema befragt.

WOCHE: Welches Impfschema raten Sie Menschen ab einem Alter von 70 Jahren, die bereits zwei Impfungen verabreicht bekommen haben?
Jörg Weber: Es gibt eine klare Impfempfehlung des nationalen Impfgremiums für die Altersgruppe 70 plus, je nachdem, mit welchem Impfstoff diese Personen vorher geimpft wurden, ist der Zeitraum länger oder kürzer. Die Personen, die mit AstraZeneca geimpft wurden, sollen nach etwa 6 bis 9 Monaten mit einem dritten Stich mit einem m-RNA-Impfstoff wieder auffrischen. So lautet die Impfempfehlung, die halte ich auch für richtig.

Was sagen Sie zu Meldungen, dass 30 Prozent der Menschen auf Intensivstationen geimpft sind?
Dieser Unsinn wird ständig kolportiert. Es ist einfach falsch, dass 30 Prozent, die geimpft sind, bei uns im Krankenhaus behandelt werden. Es sind zehn Prozent, die sich auf Krankenhausbetten befinden, die allerwenigsten davon auf der Intensivstation. Es gibt Einzelfälle von Geimpften auf der Intensivstation. Das sind deshalb Ausnahmen, weil sie z.B. an Diabetes leiden. Aktuell haben wir gerade einen Patienten mit starkem Übergewicht. Das hat nichts damit zu tun, dass der Impfstoff nicht funktioniert.

Mit welchen Erkrankungen liegen die Menschen auf der Intensivstation?
Das sind ungeimpfte Covid-Erkrankte mit Risikofaktoren, wie Diabetes Mellitus. Der normale Geimpfte sieht die Intensivstation nicht, weil er ausreichend geschützt ist, auch wenn sie/er älter ist.

Wie sollen Genesene vorgehen?
Der neutralisierende Antikörpertest ist Unsinn. Er sorgt für viel Unsicherheit, da hier nur ein Teil der Immunität bestimmt wird. Genesene gehören geimpft, sie müssen auch nicht sechs Monate warten. Fakt ist, dass die Genesenen auch eine Impfung benötigen. Das ist besonders im Hinblick auf die neuen Varianten zu beachten, die schon zu 100 Prozent in Kärnten angekommen sind. Diese verursacht schwere Krankheitsverläufe und mehr Todesfälle.

Zur Sache
In Österreich sind zwei mRNA-Impfstoffe ab dem vollendeten 12. Lebensjahr (Comirnaty von BioNTech/Pfizer und Spikevax von Moderna) sowie zwei Vektor-Impfstoffe ab dem vollendeten 18. Lebensjahr (Vaxzevria von AstraZeneca und COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen) zugelassen (Quelle: Sozialministerium Österreich, 29.9.2021).

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