Traumazentrum
AUVA und Kabeg stehen weiter zu Projekt, Zeitplan aber unbekannt

Die ehemalige Chirurgie-Ost am Gelände des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee soll geschliffen werden. Der Platz ist für den UKH-Neubau vorgesehen.
  • Die ehemalige Chirurgie-Ost am Gelände des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee soll geschliffen werden. Der Platz ist für den UKH-Neubau vorgesehen.
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Markus Vouk

Geht in Sachen Traumazentrum etwas weiter? Chirurgie-Ost auf dem Klinikum-Gelände wird jedenfalls geschliffen statt umgebaut. AUVA lässt sich Termin für die Eröffnung nicht entlocken, Kabeg weiß von 2025. Und im Klinikum plant man vorsichtshalber auch ohne UKH-Integration für die Zukunft.

KLAGENFURT. Vor zwei Jahren, im Oktober 2018, kaufte die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) als Eigentümer des Unfallkrankenhauses (UKH) das Gebäude der ehemaligen Chirurgie-Ost auf dem Klinikum-Gelände. Die Kabeg erhielt dafür 2,5 Millionen Euro. Es war der entscheidende Schritt zu einem gemeinsamen Traumazentrum, das UKH soll dorthin siedeln (mehr dazu hier). 
Viel ist danach – für die Öffentlichkeit merkbar – nicht passiert. Wurde das Projekt gar gestoppt? Solche Gerüchte hörte man öfter… Immer wieder wurde eine mögliche Eröffnung verschoben, zuletzt war in einem ORF-Beitrag (online) von 2028 die Rede.

Chirurgie-Ost wird abgerissen

Neu ist nun, dass das Gebäude der Chirurgie-Ost nicht umgebaut, sondern neu gebaut wird. Von der AUVA heißt es: "Nach eingehender Prüfung unter Heranziehung unabhängiger Experten wurde festgestellt, dass ein Neubau hinsichtlich Funktionalität, Green-Building-Aspekten, Betriebskosten etc. Vorteile gegenüber einer Adaptierung von bestehenden Gebäuden ergibt."
Daher soll das UKH auf dem bestehenden Grundriss ab dem Erdgeschoß der ehemaligen Chirurgie-Ost neu gebaut werden. Aber: Zeitplan und Kosten könne man noch nicht beziffern. "Weitere Ausschreibungen und Beschlüsse sind noch notwendig, welche zeitnah durchgeführt werden", ist von den Verantwortlichen der AUVA zu hören.

AUVA steht zu Projekt

Steht die AUVA also nach wie vor zum Projekt? "Natürlich steht die AUVA zu diesem Projekt", wird gegenüber der WOCHE versichert. Nachdem aber der Zeitplan für den Neubau noch nicht "steht", sei es schwierig, einen Termin für die Eröffnung zu nennen. 

Auch wirtschaftliche Vorteile

Für Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel liegen die Vorteile der Zusammenarbeit auf der Hand, auch die Kabeg gibt ein klares Bekenntnis zur "in Österreich einzigartigen" Kooperation ab: "Im Zentrum der Kooperation steht der Nutzen für die Patienten. In ihrem Interesse sollen gemeinsam die Kompetenzen und Ressourcen gebündelt werden. Weiters bietet die Zusammenarbeit organisatorische Synergieeffekte und wirtschaftliche Vorteile." Beispiele für diese Vorteile seien die Aufbereitung von Medizin-Produkten, die Speisen- und Wäscheversorgung, die zukünftig für beide Einrichtungen durch das Klinikum erfolgen sollen. "Letztendlich wird dadurch auch der Standort des UKH Klagenfurt abgesichert", führt Gabriel aus. 

Klinikum plant auch ohne UKH-Integration

Bereits seit dem Jahr 2018 sind Arbeitsgruppen am Werk – zu den Themen Finanzen, Personal, Recht, Bau/IT, Betriebsorganisation, Qualitätsmanagement und Change Management. Gabriel: "Bisher wurden in den Arbeitsgruppen umfassende und intensive Vorarbeiten geleistet." 
Und natürlich habe auch das Klinikum bei Masterplänen für die kommenden Jahre die Übersiedelung des UKH berücksichtigt. 
Doch, so Gabriel: "Nachdem es bisher durch Führungswechsel in der AUVA immer wieder zu Verzögerungen gekommen ist, gibt es mittlerweile vorsichtshalber auch Planungsperspektiven, die eine Integration nicht vorsehen."
Auf eine mögliche Eröffnung angesprochen, meint Gabriel: "Für die Kabeg ist das Jahr 2025 als Realisierungsjahr der letzte Informationsstand."

Meilensteine des Projekts:

  • Juli 2017: Grundsatzvereinbarung für die Kooperation wurde getroffen
  • Juni 2018: Kabeg-Aufsichtsrat stimmte einem Grundstücksverkauf der Chirurgie-Ost zu
  • Oktober 2018: Kooperation zwischen Kabeg und AUVA endgültig fixiert, Kaufvertrag für Chirurgie Ost ebenso
  • Seit 2018: Vorarbeiten in Arbeitsgruppen
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