Begegnungszone Neuer Platz: Aus Sicht der Unternehmer noch ausbaufähig

Max Habenicht und Gregor Grüner sind mit geplanter Begegnungszone noch nicht ganz zufrieden: "Innenstadtbetriebe und Wirtschaftskammer erstellen nun Forderungskatalog." Man will noch positiv in die Endplanung der neuen Begegnungszone einwirken und für Betriebe dringend nötige Eckpunkte klären
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  • Max Habenicht und Gregor Grüner sind mit geplanter Begegnungszone noch nicht ganz zufrieden: "Innenstadtbetriebe und Wirtschaftskammer erstellen nun Forderungskatalog." Man will noch positiv in die Endplanung der neuen Begegnungszone einwirken und für Betriebe dringend nötige Eckpunkte klären
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NEUER PLATZ (vep). Um die erste Begegnungszone in Klagenfurt rund um den Neuen Platz gab es im Vorfeld viele Diskussionen. Vor kurzem haben sich zumindest die Stadtpolitiker auf eine Variante geeignigt. Diese ist aus Sicht der heimischen Wirtschaft aber noch ausbaufähig, erklärt Innenstadthändler sowie IG-Innenstadt-Vorstand Gregor Grüner: "Vergangenen Mittwoch wurde uns in der Wirtschaftsabteilung der Stadt die vorläufig endgültige Planungsvariante präsentiert. Diese ist aber eine abgespeckte Version jener Varianten, die uns zu Beginn von den planenden Architekten präsentiert wurden und enthält einige Punkte nicht, die für die umliegende Wirtschaft wichtig wären."

Branchenübergreifender Forderungskatalog 

Deshalb holen sich die Unternehmer nun Hilfe von ihrer Vertretung, der Wirtschaftskammer Kärnten und der Jungen Wirtschaft. Gemeinsam wird nun in den nächsten Tagen ein Forderungskatalog ausgearbeitet, der den zuständigen Stadtpolitikern präsentiert werden soll. WK-Bezirksstellenobmann Max Habenicht informiert: "Die Wirtschaftskammer und deren Obleute unterstützen damit alle betroffenen Betriebe. Das betrifft sowohl den Handel, als auch den Verkehr, Stichwort Taxi, sowie den Tourismus. Mit dem Forderungskatalog sollen konstruktive Vorschläge und Anregungen für die Unternehmer eingebracht werden, solange man noch etwas tun und in der Planung positiv verändern kann."

Verkehrsberuhigung gut, aber bitte durchdacht

Eines sei gesagt: Auch die Betriebe stehen der Verkehrsberuhigung um den Neuen Platz positiv gegenüber. Aber, so Grüner: "Diese muss im Detail gut ausgearbeitet sein. Mir kommt das derzeit so vor, als ob man diese Beruhigung unbedingt durchsetzen möchte, aber aus Budgetgründen nur eine halbe, nicht ganz fertig durchdachte Lösung wählt." Wenn die Stadt laut Grüner schon knapp eine halbe Million Euro in die Hand nimmt, dann solle dies auch jedem etwas bringen. "Auch den Betrieben, sie sollen dadurch keine Nachteile haben", setzt er nach.
Laut Grüner hätten die günstigste der drei vorgeschlagenen Varianten der Architekten um die 1,2 Millionen Euro gekostet. "Man hätte vorher festlegen müssen, mit wie viel Budget geplant werden soll. Die Architekten haben nämlich aus meiner Sicht einen guten Job gemacht und uns, einigen Vertretern der Wirtschaft zu Beginn drei tolle, durchdachte Varianten präsentiert. Jetzt wurde eine davon auf die halbe Million Budget zusammengekürzt, wichtige Punkte entfallen", kritisiert Grüner.

Bus-Entschleunigung wird nicht umgesetzt

So sei etwa eine Schikane vorgesehen gewesen, mit der die Busse, die derzeit beim Café am Platz "vorbeibrettern", entschleunigt worden wären. "Das ist jetzt nicht berücksichtigt", sagt Grüner.

Es braucht Parkplatz-Lösung

Ein großes Problem sind wegfallende bzw. fehlende Parkplätze in der Begegnungszone. "An den meisten Stellen sind nun Poller eingezeichnet, die Wirtschaft kann aber nicht zur Gänze auf diese Parkplätze verzichten. Allen voran die Sparkasse, die meines Wissens schon interveniert hat", sagt Grüner. Auch die Ladezone auf Höhe der Nordsee ist in den Plänen nicht verzeichnet. "Eine Ladezone in diesem Bereich muss erhalten bleiben, sie wird benötigt", sagt Grüner.

Burggasse wieder öffnen?

Er und weitere Unternehmer setzen sich auch für die Öffnung der Burggasse ein. Grüner: "Der Verkehr wäre dann ohnehin beruhigt, man könnte die Burggasse wieder öffnen und die Frequenz erhöhen, ohne gleich wieder den erhöhten Durchzugsverkehr und die Feinstaubbelastung zu haben."

"Das große Ganze fehlt"

Grüner und Habenicht glauben, es wäre anders gekommen, wären alle betroffenen Betriebe zu den Etappen-Gesprächen eingeladen worden. "Das war aber nicht der Fall, nur wenige wurden eingeladen. Die Kramergasse zum Beispiel nicht, auch nicht die Taxi-Unternehmer", sagen die beiden. Habenicht vermisst zudem das große Ganze: "Die Verschränkung mit anderen Verkehrskonzepten, wie Radmasterplan, Öffentlicher Verkehrsstudie etc. sind ebenso nicht gegeben. Der gesamte, große Blick auf den Verkehr in Klagenfurt fehlt."

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