Benefizgala der Militärmusik Kärnten & Carinthian Swing Combo "Concerto for group and orchestra - Jon Lord"

Karten Karten um 14,-- und 19,-- Euro bei Ruefa-Reisen unter: 0463/56 400-10.
VIP-Karten um € 22,-- unter: 050201/70 40 902. Abendkasse ab 18 Uhr Konzerthaus Klagenfurt

Das diesjährige Frühlings-Benefizkonzert der Militärmusik Kärnten unter Obst. Prof. Sigismund Seidl hat unter Anderem auch einen musikalischen Leckerbissen, an dem wir teilhaben dürfen!

Tonc Feinig organ, Gerald Riess bass, Horst Lippitsch guit, Wolfgang Schreiner voc, sax

Concerto for group and orchestra - Jon Lord Deep Purple

Jon Lord

John Douglas „Jon“ Lord war ein britischer Musiker, der in erster Linie als Mitglied der Hardrock-Band Deep Purple bekannt wurde. Lord gilt als einer der Wegbereiter der Kombination von Rock mit Klassik.
Geboren: 9. Juni 1941, Leicester, Gestorben: 16. Juli 2012, London
Letztes Album: Beyond the Notes
Musikgruppen: Deep Purple (1984 - 2002), Whitesnake, Paice Ashton Lord (1976 - 1977), The Artwoods, The Flower Pot Men
Kompositionen: Smoke on the Water, Nobody's Home

„Rock meets classic“ (oder umgekehrt) ist eine schwer in Verruf geratene Maxime. Das liegt an den Unberufenen, die sie sich zu eigen gemacht haben, Sänger, aber auffällig oft auch Geiger, die meinten, man könne das eine - Emphase, Geschwindigkeit, allgemein auch Aggression - ganz umstandslos hinüberretten in eine Sphäre, die durch und durch Struktur ist und in der Bluffs und Posen auf die Dauer dann doch nicht funktionieren.
So gesehen, ist es nicht unbedingt ehrenvoll, Jon Lord den Erfinder dieser Unart zu nennen. Er ist es aber (wenn man von Keith Emerson absieht), und zwar in einem durchaus ehrenwerten Sinne. Lord, der 1941 in Leicester geboren wurde, Musik studiert und auch eine Schauspielschule besucht hatte, fing, nach Lehrjahren in kleineren Jazz- und Rockcombos, mit dem professionellen Musizieren an in einer Zeit, als es noch ein Statement war, wenn sich eine Rockgruppe auch einen Organisten/Keyboarder hielt, und zwar keinen, der nur so ein paar Akkorde klimpert, damit es nicht gar zu eintönig wirkt, sondern der mit seinem Instrument sehr eigene Ideen verfolgt. Dies tat das Gründungsmitglied von Deep Purple ohne Zweifel, und seine von Anfang strikt aufs klassische Großformat zielenden Ambitionen waren wohl mitursächlich für eine jahrzehntelange Beziehung zum Brutalo-Gitarristen Ritchie Blackmore, für die das Wort „Hassliebe“ deutlich zu schwach ist - das ging bis zu Prügeleien auf offener Bühne.
Dröhnend wie eine Kirchenorgel
Dabei funktionierte die Klassik-Rock-Antinomie in Deep Purples Frühphase tadellos; Lord konnte den Ball gewissermaßen in der eigenen Hälfte und sich selbst mit dem „Concerto for Group and Orchestra“ sowie der „Gemini Suite“ bis 1970 als Band-Chef halten. Aber dann kam mit den Platten „In Rock“ und „Machine Head“ wahrhaft klassisches Material. Zwar ließen ihm Rock-Kurzopern wie „Child in Time“ oder „Lazy“ noch genügend Platz für auch luftigere, fast frei improvisierende Läufe, aber auf den Hardrock-Großtaten „Smoke on the Water“ und „Highway Star“ sah er sich an seiner Hammondorgel überwiegend in die Rolle eines schwerblütigen Begleiters gedrängt, während Blackmore seine sechs Saiten malträtierte und Ian Gillan sich die Seele aus dem Leib schrie. Jon Lord waren die Flügel gestutzt.
Nach dem, wie sich herausstellen sollte, nur vorübergehenden Ende von Deep Purple festigte Lord seine Stellung als einer der wichtigsten Komponisten und Interpreten der damals so genannten progressiven Musik. Insbesondere das unter Beteiligung Eberhard Schoeners, des nachmaligen „Rock meets classic“-Apostels, eingespielte, barocken Strukturen verpflichtete Album „Sarabande“ (1976) zog das Interesse beider Lager auf sich, ohne dabei plattes Crossover zu sein; das elfminütige „Bouree“ war mit arabisch-nahöstlicher Anmutung ein starkes Stück Weltmusik.
Depp Purple kamen mehrmals wieder, auf „Perfect Strangers“ (1984) ließ Lord, mitten im allgemeinen Synthesizer-Pop, seine Hammond dröhnen wie eine Kirchenorgel und hielt mit Blackmore leidlichen Burgfrieden. Ohne Projekte, die selten eine eindeutige Richtung ein-schlugen, war der Mann eigentlich nie. Nun ist Jon Lord, dieser unermüdliche Organist und klassische Rockvor- und Weiterdenker, einundsiebzigjährig in einem Londoner Krankenhaus gestorben.

Wann: 08.03.2013 19:30:00 Wo: Konzerthaus, Mießtaler Straße 14, 9020 Klagenfurt am Wörthersee auf Karte anzeigen

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