Vernetzungstreffen
Beratung für Frauen in Zeiten der Pandemie

Landesrätin Sara Schaar (links) und Frauenbeauftragte Martina Gabriel
  • Landesrätin Sara Schaar (links) und Frauenbeauftragte Martina Gabriel
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  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

Gestern trat das Kärntner Frauenforum zusammen, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Frauen und Mädchen zu thematisieren. Die Mitglieder diskutierten die weitere Vorgehensweise.

KÄRNTEN. Auf Einladung des Referats für Frauen und Gleichbehandlung trat gestern das Kärntner Frauenforum zu einem Vernetzungstreffen zusammen. „Das Forum setzt sich aus allen Kärntner Frauen- und Mädchenberatungsstellen, den Frauenbeauftragten der Städte, der Arbeiterkammer, des Klinikums sowie weiteren Frauenorganisationen, Vereinen und Vertretern aus Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsorganisationen, Gewaltschutz, Polizei und vielen mehr zusammen“, verrät Landesrätin Sara Schaar (SPÖ). Die Frauenreferentin des Landes Kärnten rief dieses Forum im Jahr 2018 gemeinsam mit Martina Gabriel, der Frauenbeauftragten des Landes Kärnten, ins Leben.

Kostenlose Hotline

Das Hauptthema waren die Auswirkungen für Frauen und Mädchen in Zeiten der Corona-Pandemie. Um der Zunahme an häuslicher Gewalt sowie familiären und persönlichen Krisen präventiv und rechtzeitig entgegenzuwirken und zur Deeskalation im häuslichen Bereich beizutragen, wurde eine bisher in Österreich einzigartige Initiative am Beginn der Pandemie ins Leben gerufen: Jede Frau und jedes Mädchen in Kärnten kann bei Bedarf kostenlos und rund um die Uhr über die Telefonnummer 0660/244 24 01 ein Beratungsangebot in Anspruch nehmen.

Opferschutzorientierte Täterarbeit

Unter dem Aspekt der opferschutzorientierten Täterarbeit taten sich während der Corona-Krise auch mehrere österreichische Männerberatungen und Anti-Gewalt-Einrichtungen zusammen, um gemeinsam die Initiative „Männerberatung bei Gewalt in der Familie“ (0720-70 44 00) zu betreiben. „Wir müssen den Fokus der Verantwortung von den Opfern wegbekommen, weil uns das hinsichtlich Prävention von Gewalt nicht viel weiterbringt. Ein kleiner Schritt ist die ab 1. Jänner 2021 verpflichtende opferschutzorientierte Täterarbeit“, stellt Gabriel fest.

Maßnahmen während der Pandemie

Sie berichtete auch über positive Entwicklungen in der Covid-19-Krise: „Es gelang uns, einige unserer Maßnahmen wie die VHS-Angebote zur Stärkung ‚Von Frauen für Frauen‘ online durchzuführen. Somit konnten Frauen aus ganz Kärnten an dem Kurs teilnehmen, weil die örtliche Begrenzung wegfiel.“

Digitaler Girls‘ Day

Erstmalig digital war auch der Girls‘ Day in Kärnten am 23. April. „Das ganzjährige Projekt zur Förderung frühzeitiger Berufsorientierung abseits von Rollenklischees für Volksschülerinnen der dritten und vierten Klassen wurde erstmals digital eröffnet. Das war einzigartig in ganz Österreich“, teilt Schaar mit. Um den Mädchen auch im Home-Schooling eine Teilnahme am Girls‘ Day zu ermöglichen, stellte das Mädchenzentrum Klagenfurt gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen und Institutionen ein umfassendes Onlineprogramm auf die Beine.

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