Kärntner Fasching
Die Narren stürmen die Landesregierung

Ein Erinnerungsfoto vom ersten Landes-Faschingswecken aus dem Vorjahr: Heuer treffen Narren aus ganz Kärnten am Sonntag, 10. November, vor der Landesregierung in Klagenfurt ein
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  • Ein Erinnerungsfoto vom ersten Landes-Faschingswecken aus dem Vorjahr: Heuer treffen Narren aus ganz Kärnten am Sonntag, 10. November, vor der Landesregierung in Klagenfurt ein
  • Foto: Gerhard Kampitsch
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Am Sonntag, 10. November, pilgern Faschingsnarren aus allen Himmelsrichtungen zum Landes-Faschingswecken nach Klagenfurt. Oberdrauburg löst Villach als „Faschings-Landeshauptstadt“ ab.

KÄRNTEN. Von „Lei Lei“ in Villach bis „Bla Bla“ in Klagenfurt, von „Gluck Gluck – olé“ in Feldkirchen bis „Namla Woll Woll“ in St. Veit, von „Blatsch Blatsch“ in Völkermarkt bis „Lei Blau“ in Bad St. Leonhard und von „He Lei“ in Spittal bis „Bussi Bussi Lei Lei“ in Kötschach-Mauthen – ab 11. November erschallen landauf und landab die Faschingsrufe der Kärntner Faschingsgilden.

Närrischer Irrtum

Die Narrenzeit dauert vom Dreikönigstag bis Aschermittwoch und findet am Faschingsdienstag ihren Höhepunkt. „Am 11. November steht ausschließlich das traditionelle Faschingswecken auf dem Programm. Dabei handelt es sich nicht um den Auftakt der Faschingszeit“, räumt Bruno Arendt mit einem Irrglauben auf. Er ist seit zwei Jahren Landespräsident des Bundes Österreichischer Faschingsgilden (BÖF) und somit das närrische Oberhaupt Kärntens.

Narren aus ganz Kärnten

In seiner noch kurzen Präsidenten-Ära fördert Arendt stets das Gemeinschaftsgefühl unter den Kärntner Faschingsgilden. Eine der erfolgreichen Maßnahmen ist das Landes-Faschingswecken, das er vor einem Jahr ins Leben rief. Heuer erfolgt der „närrische Sturm“ auf die Landesregierung in Klagenfurt am Sonntag, 10. November: 250 Gilden-Vertreter aus ganz Kärnten ziehen in ihrem jeweiligen Gildenornat um 11.11 Uhr in den Spiegelsaal der Landesregierung ein. „Die närrischen Abordnungen reisen aus allen Himmelsrichtungen vorwiegend umweltschonend mit den Österreichischen Bundesbahnen an“, verrät Arendt.

Neue „Landeshauptstadt“

Die Kärntner Narren zelebrieren im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser zwei Höhepunkte: Stefan Brandstätter, Bürgermeister von Oberdrauburg, bekommt eine Urkunde überreicht, die bestätigt, dass seine Marktgemeinde in der Faschingssaison 2020 den Titel „Faschings-Landeshauptstadt“ trägt und somit die Narren-Hochburg Villach ablöst. „Die Faschingsgilde Oberdrauburg ist 1954 gegründet worden und somit ein Jahr älter als jene aus Villach“, erklärt Arendt.

Neues Landesprinzenpaar

Im Zuge der Feierlichkeiten in der Landesregierung erhält das Landes-Faschingsprinzenpaar 2020 für eine Saison die offiziellen Insignien, nämlich das Landeszepter und den Landesschlüssel. Den närrische Thron besteigt das Marktgrafenpaar aus Oberdrauburg: Marktgräfin Heidemarie Brandstätter und Marktgraf Christian Hopfgartner.

Premiere für Hochamt

Die Narren aus Kärnten treffen sich das nächste Mal am 5. Jänner um 11 Uhr in der Kirche von Oberdrauburg zu einer Premiere. „Erstmals in der Geschichte des Kärntner Faschingsgeschehens gibt es ein Hochamt“, gibt Arendt bekannt. Die Faschingsgilden holen sich den kirchlichen Segen für die bevorstehende Faschingssaison, womit der Kärntner Fasching schließlich offiziell eröffnet ist.

ZUR SACHE
Der BÖF:
Der Bund Österreichischer Faschingsgilden ist der Dachverband aller Faschingsgilden. Allein in Kärnten gehören 32 Gilden, die in dieser Saison 179 Veranstaltungen (hauptsächlich Faschingssitzungen und Faschingsumzüge) durchführen, dem BÖF an. Dieser selbst ist Mitglied der Närrischen Europäischen Gemeinschaft (NEG), dem närrischen Pendant zur Europäischen Union. Der NEG sind nationale Verbände aus acht europäischen Staaten zugehörig.

Ein Erinnerungsfoto vom ersten Landes-Faschingswecken aus dem Vorjahr: Heuer treffen Narren aus ganz Kärnten am Sonntag, 10. November, vor der Landesregierung in Klagenfurt ein
Seite an Seite: Landeshauptmann Peter Kaiser (rechts) und Bruno Arendt, Landespräsident der Kärntner Narren
Autor:

Peter Michael Kowal aus Klagenfurt

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