Alternative Mobilität
E-Scooter flitzen jetzt durch Klagenfurt

Offizieller Start des E-Scooterverleihs nach der ersten Testphase: die StR Christian Scheider und Frank Frey präsentierten mit Anbieter Jakob Orgonyi von der Tier Mobility Austria GmbH die elektrischen Flitzer sowie das Regelwerk
  • Offizieller Start des E-Scooterverleihs nach der ersten Testphase: die StR Christian Scheider und Frank Frey präsentierten mit Anbieter Jakob Orgonyi von der Tier Mobility Austria GmbH die elektrischen Flitzer sowie das Regelwerk
  • Foto: Polzer
  • hochgeladen von Verena Polzer

Zwei Firmen bieten nun in der Landeshauptstadt E-Scooter zum Ausleihen an. Mit der Stadt wurde ein Regelwerk vereinbart, damit die Scooter strukturiert in das Stadtbild integriert werden können. 

KLAGENFURT (vep). Gestern erfolgte der offizielle Start der E-Scooter-Ära in der Landeshauptstadt. Zwei Elektroscooter-Anbieter, die Tier Mobility Austria GmbH und Maximal Mobility GmbH, stellen nun jeweils bis zu 170 E-Scooter für den Verleih in ganz Klagenfurt zur Verfügung.
In Kooperation mit der Stadt, genauer mit den Stadträten Straßenbau-Referent Christian Scheider sowie Umwelt- und Mobilitätsreferent Frank Frey, wurde eine Vereinbarung zur Nutzung der E-Scooter erarbeitet. Sie umfasst rund 15 Punkte, wie etwa, wo die Geräte abgestellt werden dürfen bis hin zu Geschwindigkeitsdrosselungen in bestimmten Bereichen. Scheider: "Die Scooter sind auf 20 km/h gedrosselt, das ist die Höchstgeschwindigkeit. In engen Gassen, vorwiegend dem Bereich der Fußgängerzone, ist das Fahren lediglich in Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Auch hier gibt es Drosselungsmöglichkeiten via GPS." Für die E-Scooter kommt die StVO zur Anwendung. "Sie sind gleichzusetzen mit einem Fahrrad", so Scheider. "Wir sind nun in einer Pilotphase und werden beobachten, ob es in weiterer Folge noch zusätzliche Regeln für den öffentlichen Raum brauchen wird." 

So funktioniert's 

Wer mit dem E-Scooter fahren möchte, muss sich zunächst registrieren. Via App sieht man, wo im Umkreis Geräte zum Ausborgen stehen, wie hoch der Akkustand ist etc. Die App soll in weiterer Folge auch in die App der Stadt Klagenfurt eingebettet werden. Zum Losfahren genügt es, den Scooter via QR-Code auf dem Gerät zu aktivieren. "Die Entsperrung kostet einen Euro, jede Minute der Nutzung bis zum Abmelden wird mit 15 Cent verrechnet", informiert Jakob Orgonyi von der Tier Mobility GmbH. Ein Beispiel: Wer den Scooter zehn Minuten nutzt, um etwa vom Rathaus bis zum Bahnhof oder von der Uni zum Strandbad zu fahren, bezahlt 2,50 Euro. 

Derzeit nur für Kreditkartenbesitzer 

Abgerechnet wird das E-Scooterfahren per Kreditkarte. Orgonyi: "Wir arbeiten an weiteren Bezahlmöglichkeiten, denn es gibt natürlich auch Menschen, die keine Kreditkarten besitzen. Derzeit sind wir gerade in Gesprächen mit Paypal." 

Abstellregeln für die Scooter

Die Scooter können täglich von 6 bis 22 Uhr in Betrieb genommen werden. "Außerhalb dieser Zeiten funktionieren sie nicht", sagt Orgonyi. Wer den Scooter nicht mehr braucht, lässt ihn laut Scheider, wenn vorhanden, neben Radabstell-Plätzen oder Nextbike-Stationen stehen. Und naturgemäß so, dass sie niemanden behindern. 

Das ist verboten

Verboten ist allerdings, den Scooter in Parkanlagen, auf Spielplätzen oder vor Kulturdenkmälern zurückzulassen. "Sollte das doch passieren, kann unser Logistikpartner Veloce sehr schnell reagieren und die Scooter von dort wegbringen. Allerdings appellieren wir an die Bevölkerung, sich an diese Verbote zu halten", sagt Orgonyi. 

Jeden Abend wird eingesammelt

Alle E-Scooter werden vom Logistikpartner am Abend eingesammelt, gewartet, aufgeladen und am nächsten Tag an 40 bis 50 Punkten in Klagenfurt wieder aufgestellt. "Unter anderem an den Ringstraßen, den belebten Punkten vom Bahnhof über Strandbad und Uni bis zu den City Arkaden, dem Südpark, Neuer Platz, Steinerne Brücke etc.", so Orgonyi. 
Die E-Scooter können bis an die Stadtgrenzen wie Viktring und Schleppe-Kurve, Höhe Cinecity und Krumpendorf genutzt werden, dann werden sie langsamer und bleiben schließlich stehen.

Mehr Möglichkeiten, mehr Rücksicht

Naturgemäß freut sich Umwelt-StR Frey über die Einführung einer weiteren alternativen Mobilitätsform, die frei von CO2 ist. Doch er appelliert auch: "Immer neue Formen und das Voranschreiten der alternativen Mobilität erfordern ein Umdenken in der Bevölkerung. Nämlich hinsichtlich der Rücksichtnahme auf all diese Verkehrsteilnehmer. Ob es nun ein Rad- oder Scooterfahrer ist. Man muss sich vor Augen halten, dass diese Menschen gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind und der Umwelt zuliebe einfach auf das Auto verzichten. Aber auch sie müssen Rücksicht nehmen - auf die Fußgänger."

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen