Klagenfurter Ostbucht
Ein schutzbedürftiges Naturjuwel

Die Großmuschel soll wieder angesiedelt werden.
  • Die Großmuschel soll wieder angesiedelt werden.
  • Foto: StadtPresse/Helge Bauer
  • hochgeladen von Sabrina Strutzmann

Einer der letzten unverbauten Uferbereiche – zwischen Lendspitz und Maiernigg – wird geschützt. 

KLAGENFURT. Im Naturjuwel rund um den Lendspitz tummeln sich Raritäten der Flora und Fauna. Das Naturjuwel am Lendspitz ist Lebensraum zahlreicher seltener Tiere, der geschützt werden muss. Mit einem neuen Naturschutzprojekt soll nun eine regionale Trendwende im Biotop Wörthersee eingeläutet werden. Gemeinsam mit E.C.O. Institut für Ökologie, der Stadt Klagenfurt unter der Leitung von Stadtrat Frank Frey und Stadtrat Franz Petritz, dem Land Kärnten und der Fachhochschule Kärnten werden in dem Natura 2000-Gebiet rund sechs Hektar Uferzone mit Schilfgürtel und Schneidriedflächen, angrenzenden Moor- und Pfeifengraswiesen und Kleingewässern aktiv gestaltet und klimafit gemacht. Davon profitieren werden unter anderem 120 Vogelarten, zahlreiche Amphibien und Fische sowie Schmetterlinge. So soll dieses europaweit einzigartige Natur-Wohnzimmer auch in der Zukunft erhalten bleiben.

Naturschutz am Wörthersee

„Der Erhalt und Schutz unserer Natur- und Kulturlandschaften ist mir ein großes Anliegen. Kärnten bringt in das europaweite Schutzgebietsnetz knapp acht Prozent der Landesfläche ein", so Umwelt- und Naturschutzlandesrätin Sara Schaar.  Das Europaschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg ist ein Vorzeigeprojekt im Sinne der Erhaltung eines Feuchtlebensraumes im Stadtgebiet sowie der Wiederansiedelung von gefährdeten Tierarten.
„Unser gemeinsames Naturschutzprojekt schafft für Ufer- und Schilfbewohner wie Zwergdommel und Würfelnatter einen vielfältigen Lebensraum. Außerdem entstehen neue Habitate für den Balkanmoorfrosch und andere gefährdete Amphibienarten, indem bestehende Laichgewässer verbessert und neue Tümpel angelegt werden“, erklärt E.C.O.-Gründer Michael Jungmeier.

Muscheln feiern Comeback

Ein Meilenstein der Kooperation ist die Wiederansiedelung von der im Gebiet verschollenen Großen Teichmuschel. Diese Tiere führen in Österreichs Gewässern ein besonders stilles Dasein, obwohl sie ein wichtiger Bestandteil im Süßwasser sind. Sie reinigen das Wasser und bilden Symbiosen mit Fischen. Heute sind sie jedoch äußerst selten geworden und manche Arten vom Aussterben bedroht.
Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz: „ Dieses Rekultivierungsprojekt, das von Blühendes Österreich gefördert wird, leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Ökosystems. Ich hoffe, dass dieses Projekt der Startschuss für weitere Maßnahmen ist, die den Erhalt der Flora und Fauna im und um den Wörthersee nachhaltig sichern.“
Die Teichmuschel wird in einem Pilotversuch wieder neu angesiedelt. "Ihre Rückkehr wäre vor allem für den ebenfalls als verschollen geltenden Bitterling lebenswichtig, da dieser Karpfenfisch mit der Muschel in Symbiose lebt“, freut sich Ronald Würflinger, Geschäftsführer der Stiftung Blühendes Österreich . Die gemeinnützige Privatstiftung unterstützt das Projekt mit 58.000 Euro.

Zur Sache: 

Seit 2005 ist die Wörthersee Ostbucht im Gebiet des Lendspitz-Maiernigg offiziell ein Natura 2000-Gebiet und unterliegt damit den EU-konformen Kriterien, die den Schutz gefährdeter wildlebender, heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume garantieren.
Würfelnatter, Biber, Bauchige Windelschnecke und Balkan-Meerfrosch haben in diesem Gebiet ihr Zuhause. Gemeinsam mit weiteren Fledermaus-, Vogel-, Insekten- und Amphibienarten leben sie im 77,4 Hektar großen Gebiet.

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