Klagenfurt
Eine Ideenschlacht um die Lend ist entfacht

Mario Schönherr, SR Max Habenicht, ÖVP-Klubobfrau Julia Löschnig und Hafenstadt-Chef Michael Pontasch von La La Lend
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  • Mario Schönherr, SR Max Habenicht, ÖVP-Klubobfrau Julia Löschnig und Hafenstadt-Chef Michael Pontasch von La La Lend
  • Foto: Jennifer Kapellari
  • hochgeladen von Mag. Stephan Fugger

"Keine Partymeile an der Lend" verspricht SRin  Corinna Smrecnik. Neue Initiative "La La Lend" veranstaltet Symposium.

KLAGENFURT. Die erste Lendloggia wurde letztes Jahr errichtet. Den Klagenfurter Neos ging das zu langsam, sie konfrontierten SR Corinna Smrecnik bei der letzten Gemeinderatssitzung zu weiteren Plänen zur Entwicklung der Lend. Die Stadträtin blieb bei der Gemeinderatssitzung verhalten. Die WOCHE wollte daraufhin wissen, welche Pläne sie für die Lend hat. "In weiterer Folge wird geprüft, wo weitere Lendloggien gebaut werden können", sagt Stadträtin Corinna Smrecnik (SPÖ) im Gespräch mit der WOCHE. Die Stadträtin für Stadtentwicklung will sich selbst einen Überblick verschaffen, wo weitere Gastronomie entstehen kann. "Keinesfalls soll die Lend zur Partymeile werden", sagt die Stadträtin für Raumplanung, "es soll eine sanfte Bespielung stattfinden, ruhiges Flanieren mit Kultur". Wirklich konkret zu weiteren Plänen wird die Stadträtin aber nicht. Die nächsten Schritte: mit allen zuständigen Abteilungen Gespräche führen – einen runden Tisch initialisieren. Was Smrecnik durchsickern lässt: ein Kunstmarkt soll im Lendhafen umgesetzt werden. Das Stadtmarketing unter der Leitung von Inga Horny will dies dort realisieren. Ob Lärmschutzmaßnahmen im Lendhafen installiert werden, will sie erst prüfen. "Im Rahmen kleiner Bürgerbeteiligungsinitiativen sollen die Interessen und Wünsche der Anrainer in diesen Planungsprozess miteinbezogen werden. Mit dem Verein Lendhauer werden wir ein Treffen vereinbaren, dabei soll ausgelotet werden, welche Möglichkeiten sich ergeben", so die Stadrätin.

Zeit der Prüfung

Wie viele weitere Lendloggien errichtet werden, soll erst in den nächsten Wochen mitgeteilt werden. Alle Verantwortlichen sollen an einen Tisch gebracht werden und weitere Gestaltungsmöglichkeiten ausgelotet werden. Hier wird z.B. seitens der Stadt geprüft, ob es zu Hangrutschungen kommen kann und wie sich diese in den Ort und Raum einfügen. Auch auf weitere Fragen, wie viele Lendloggien errichtet werden sollen, wird Smrecnik nicht wirklich konkret, nicht mehr als "ein paar bis zum See sollen es schon sein". Zum Budget für raumplanerische Schritte kann auch noch nichts gesagt werden, dieses muss erst beschlossen werden. Tische zu den Stühlen sollen seitens der Stadt bereitgestellt werden.

Symposium am Schiff

Seit Kurzem bringt sich die Initiative „LA LA LEND – Lebensader Lendkanal“ bei der Diskussion um die Zukunft des Lendkanals ein. Hinter La La Lend stehen Stadtrat Max Habenicht (ÖVP) und die Klagenfurter Volkspartei, vertreten durch Klubobfrau Julia Löschnig. Ideengeber und Projektentwickler ist Mario Schönherr. "Lasst uns das Thema angehen, wenn wir das nachhaltig angehen wollen. Es geht nicht darum, DIE eine neue Idee zu präsentieren, sondern die hundert Konzepte, die in den Schubladen liegen, zu heben, zu sondieren und mit Priorisierung zu versehen", sagt Schönherr. Der Klagenfurter Kreativ-Kopf hat zwölf Bereiche geschaffen. "Aus diesen Themen muss man die Entwicklung berücksichtigen, da gehört nicht nur die Kultur, der Sport, nur die Anrainer oder die Stadtentwicklung dazu", sagt Schönherr, der auch Anrainer ist. Dazu wird gerade eine unabhängige Expertengruppe gestaltet. Schönherr hat bereits einige namhafte Personen wie z. B. Architekturfotograf Christian Brandstätter (Initiator der Plattform für Stadtentwicklung), Theatermacher Bernd Liepold-Mosser, Heinz Blechl, Georg Findenig oder Hafenstadt-Chef Michael Pontasch, aber auch Sandra Hölbling-Inzko von den Lendhauern ins Boot geholt. Für die Bereiche Kinder/Jugend/Senioren, Mobilität, kommunale Anliegen oder Winter/Advent werden noch weitere Mitstreiter gesucht.

Sie legen ab

"Wir werden Ende Juni oder August im Rahmen eines schwimmenden Symposiums auf dem Lendkanal-Floß von Loretto bis zum Lendhafen fahren und Visionen für die Belebung definieren", sagt Schönherr. Erst danach startet die konkrete Arbeit: In regelmäßigen Abständen (live oder online) werden die Mitglieder der Expertengruppe die Ideen und Konzepte bewerten, qualifizieren und priorisieren. Kriterien wie Notwendigkeit, Finanzierbarkeit, Dringlichkeit und Attraktivität werden dabei eine große Rolle spielen. Diese Ergebnisse, die auch auf einer Webplattform präsentiert werden, dienen den Vertretern der Klagenfurter Stadtpolitik als Entscheidungsgrundlage für weitere Umsetzungsschritte. "Das Projekt ,LA LA LEND – Lebensader Lendkanal‘ ist keine weitere Einmal-Aktion, sondern erhebt den Anspruch, in den kommenden Jahren als steuerndes und beratendes Instrument die Arbeit der politischen Verantwortungsträger in Klagenfurt zu unterstützen", verspricht Schönherr.

Lend im Fokus

Von einem ist Schönherr überzeugt: Der Lendkanal wird von vielen als gewöhnlich angesehen, gehört wieder mehr in den Fokus gerückt. "Die Politik kann über einen leicht hinwegsehen, aber nicht so schnell über eine Gruppe", so Schönherr. In den nächsten Jahren sollen konkrete Schritte folgen.

Mario Schönherr, SR Max Habenicht, ÖVP-Klubobfrau Julia Löschnig und Hafenstadt-Chef Michael Pontasch von La La Lend
SRin Corinna Smrecnik (SPÖ) will runden Tisch zum Lendhafen initiieren.
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