Corona-Verordnung
Erneuter Kraftakt für Fitnessstudios und Tanzschulen

Neue Corona-Regelung beim Sport: Bei Kursen sind indoor nun nur noch sechs Teilnehmer erlaubt.
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  • Foto: Jasmin Lopez Photography
  • hochgeladen von Sabine Rauscher

Die neueste Corona-Verordnung der Bundesregierung in Sachen Sport sorgt bei Klagenfurter Betreibern von Tanzschulen, Yoga- und Fitnessstudios für einigen Unmut. Diese besagt, dass indoor nur noch sechs anstatt zehn Personen zusammenkommen dürfen.

KLAGENFURT. Die neuerliche Verschärfung der Regierungs-Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung von Covid-19 stellen Klagenfurts Tanzschulen, Fitness- und Sportstudios wieder vor große Herausforderungen. Sara Katu, Obfrau von "Super Active", bemängelt: "Wir haben null Planbarkeit und müssen uns von Woche zu Woche auf Neuerungen einstellen und diese dann innerhalb kürzester Zeit umsetzen." Bei den Yoga- und Fitness-Kursen kann sich Katu eine Kombination aus Live- und Online-Kursen vorstellen: "Wir haben allerdings schon beim ersten Lockdown gemerkt, dass es den Mitgliedern vor allem um den persönlichen Austausch und das gemeinsame Praktizieren vor Ort geht." Die neue Regelung ist für sie nicht nachvollziehbar, da es bis dato keine großen Clusterbildungen im Sport gab. Außerdem würde Sport gerade in diesen Zeiten helfen, das Immunsystem zu stärken und etwas für die Gesundheit zu tun.

Vier Teilnehmer rauswerfen?

Auch Chris Rainer, Geschäftsführer der Kletterhalle Boulderama, hält von der verschärften Corona-Verordnung nichts: "Da wir mitten in der ersten Kursschiene sind, müssten wir de facto vier Personen aus den Kursen entfernen oder die Kurse teilen. Beides sind Varianten, die nur schwer durchzuführen sind." Die neue Regelung betrifft vorerst nur Indoor-Kurse, dennoch appelliert Rainer auch an die Sportler im Boulder- und Kletterbereich die 6-Personen-Grenze zu respektieren. "Wir werden, wie auch bisher, unsere Gäste konsequent bitten, sich an alle Maßnahmen zu halten, um eine Schließung des Boulderama zu verhindern. Es geht ja auch darum, dass unsere Mitarbeiter geschützt sind. Würde sich jemand von uns anstecken, müssten wir wahrscheinlich schließen."

Ärger bei den Kunden

Die neue Corona-Verordnung sorgt nicht nur auf Seiten der Unternehmer für Unmut. Auch die Kunden sind darüber verärgert, berichtet der Inhaber des Fitnessstudios Injoy Marcel Kuster: "Wir haben insgesamt 45 Kurse pro Woche. Für einige Kunden ist die fixe Kursstunde Teil des Lebens und wenn diese Stunde nicht stattfindet bzw. der Kurs belegt ist, dann ist der Kunde unzufrieden." Kuster befürchtet in weiterer Folge finanzielle Einbußen durch Kündigungen: "Wenn einem Kunden durch willkürliche Vorschriften die Freude am Training genommen wird, dann verlieren wir diesen Kunden früher oder später. Das liegt leider derzeit nicht in unserer Hand und ist definitiv ein sehr befremdliches Gefühl, wenn die Regierung die Regeln für dein eigenes Unternehmen aufstellt." Um die Sicherheit der Kunden zu garantieren, wird im Injoy auf genügend Abstand und Hygiene geachtet. Zudem gibt es nummerierte Plätze im Kursbereich und jeder Teilnehmer trägt sich in eine Liste ein.

Tanzkurse nur in kleinem Rahmen

Die verschärfte Corona-Verordnung sorgt dafür, dass Tanzkurse künftig wesentlich exklusiver sind. Andy Wankmüller, Geschäftsführer der Tanzwelt Wankmüller in Klagenfurt, bietet ein spezielles Contact-Tracing: "Durch die Teilnehmerbeschränkung im Kurs bieten wir ein ,Vorab-Check-In‘-System an. Gäste wählen ihren Lieblingstanztag und können wie beim Boarding am Flughafen den Platz reservieren. Sollte ein Infektionsfall auftreten, können wir innerhalb weniger Minuten die Teilnehmer nennen." Die neuen Maßnahmen stellen jedenfalls für die Tanzschulen massive Einschränkungen dar und bedeuten extreme finanzielle Einbußen, erklärt Wankmüller: "Wir werden uns an die Vorgaben halten, möchten aber auch dafür sorgen, das Paare in sicherem Umfeld ein wenig 'Normalität' genießen können. Hoffen wir das wir noch lange offen halten dürfen und uns eine Totalschließung erspart bleibt."

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