"Familie ist da, wo Kinder sind"

v.l.n.r.: Malle (Frauenbüro), Fischer, Unterlercher (Familienwerk), Stadträtin Wulz.
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"Alleinerziehende Mütter zwischen Emanzipation und prekären Lebensverhältnissen"

lautete der beeindruckende Vortrag von DI Gabriele Fischer am 18.9.2014 im Klagenfurter Europahaus. Frau Fischer ist Tiroler Landtagsabgeordnete, Vorstandsmitglied der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) und Vorsitzende der Tiroler Plattform für Alleinerziehende. Eingeladen zu diesem wichtigen Thema hatten das Frauenbüro Klagenfurt und das Katholische Familienwerk.

Wie sieht die Situation von Alleinerziehenden-Familien in Österreich aus und was sind die Folgen dieser Mehrfachbelastung für Alleinerziehende? Allein in Klagenfurt gibt es 4800 alleinerziehende Mütter (600 Väter), 15% der Familien in Kärnten sind Ein-Eltern-Familien. Betroffen sind 168 000 Kinder und Jugendliche in ganz Österreich. Allein diese Zahlen zeigen, dass es sich um eine Familienform handelt, der ,man längst großes Augenmerk schenken muss. Gabriele Fischer meinte, Alleinerziehende müssten sich keinesfalls schämen, sondern man müsste ihnen im Gegenteil große Wertschätzung für ihre gesellschaftlichen Leistungen entgegenbringen.

Alleinerzieherinnen haben in vielerlei Hinsicht keine Wahlfreiheit. Sie sind auf möglichst gut ausgebaute Kinderbetreuung angewiesen und geraten trotz Vollbeschäftigung oft in die Armutsfalle. Gabriele Fischer listete die vielen Belastungen auf, die von ausbleibenden Alimenten über Probleme bei der Wohnungssuche bis hin zu gesundheitlichen Risiken aufgrund von permanentem Stress reichen. Die Rückmeldungen aus dem Publikum bestätigten diese Aussagen umgehend.

Nach wie vor sind es hauptsächlich Frauen, die mit den Bürden des Alleinerziehenden-Daseins konfrontiert sind, da Väter oft die Familie als Hilfe im Hintergrund haben. Die Tiroler Plattform für Alleinerziehende ist ein gemeinnütziger, parteilich und konfessionell ungebundener Verein, der für die Interessen Alleinerziehender und ihrer Familien in Tirol eintritt. Sie tritt dafür ein, dass

1) Alleinerziehende und ihre Kinder als gleichwertige Familienform anerkannt und respektiert werden.
2) Alleinerziehende Familien Zugang zu allen gesellschaftlichen Ressourcen haben und sich ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben beteiligen.
3) Alleinerziehende die Unterstützung erhalten, die sie für das Wohlergehen aller Familienmitglieder benötigen.

Es wäre sehr wichtig und wünschenswert, dass auch in Kärnten eine solche Plattform entsteht, die z.B. in akuten Notfällen rasch Hilfe anbieten kann. Das Katholische Familienwerk wäre als Partner in jedem Fall dabei!

"Familie ist da, wo Kinder sind" (Zitat Gabriele Fischer)

Zum Katholischen Familienwerk

Zum Frauenbüro der Stadt Klagenfurt

Autor:

Wolfgang Unterlercher aus Klagenfurt

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