Bundesforste
Fisch-Untersuchungen an drei Kärntner Seen

Auch am Weissensee wird die Fisch-Volkszählung durchgeführt
  • Auch am Weissensee wird die Fisch-Volkszählung durchgeführt
  • Foto: ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Studie auch an Wörthersee, Millstätter See und Weissensee. Ziel ist, durch konkrete Daten die Artenvielfalt für die Zukunft zu erhalten. 

KÄRNTEN. Elf Seen in Österreich - darunter auch Wörthersee, Millstätter See und Weissensee - werden nun zwei Jahre lang von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) in Kooperation mit dem Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft des Bundesamtes für Wasserwirtschaft untersucht. 
Es geht um eine "Fisch-Volkszählung": Die Bestände von Reinanken und Seesaiblingen werden wissenschaftlich untersucht.

Bootsfahrt in der Nacht

ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager erklärt, warum: "Im Sinne einer naturnahen Bewirtschaftung können wir auf Basis der gewonnenen Daten langfristig planen, wie viel Fisch nachhaltig entnommen werden kann oder bei Bedarf notwendige Maßnahmen zur Erhaltung der Arten setzen." Zur Anwendung kommt die nächtliche Echolot-Messung.

Ruhiger Winter von Vorteil

Die Nacht ist deshalb so wichtig: "Zum Schutz vor Räubern sind einige Fischarten unter Tags in Schwärmen unterwegs oder halten sich am Seegrund auf. Bei einsetzender Dunkelheit lösen sich die Schwärme auf und die Fische steigen zur Nahrungssuche in höhere Wasserschichten auf."
Auch die Jahreszeit ist für die Zählung wichtig, denn im Winter ist es am und im Wasser ruhig, die Fische bewegen sich langsam und die Seeoberfläche ist meist spiegelglatt.

Jahresringe auf den Fischen

Im Sommer werden denn fischökologische Basisdaten erhoben. Mit Netzen werden Stichproben aus dem See gefischt, die Fische werden gemessen, gewogen und auf Verletzungen sie Parasiten-Befall untersucht. Jahresringe auf den Fischschuppen offenbaren etwa das Alter der Reinanken - wie bei Bäumen. Freidhager: "In der warmen Jahreszeit, wenn ausreichend Nahrung im See vorhanden ist, wachsen die Fische schneller und die Jahresringe sind breiter, wohingegen sie im Winter, in der Zeit der Entbehrung, deutlich schmäler ausfallen."
Bei den Seesaiblingen bestimmt man das Alter an den Jahresringen der nur wenige Millimeter großen Gehörsteinchen. 

Klimawandel zeigt sich in Gewässern

Die Daten sammelt das Bundesamt für Wasserwirtschaft in der "Fischdatenbank Austria". Finanziell unterstützt wird das Projekt durch den Europäischen Fischereifonds. 
Der Klimawandel wirke sich auch auf die Gewässer aus, was deutlich zu spüren sei. Wetterextreme beeinflussen die Wassertemperaturen, damit das Nährstoff- und Nahrungsangebot und so die Fischbestände.

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