Gerard Kanduth: "Vice versa"

"Vice versa": Gerard Kanduth (links) und Schriftstellerfreund Janko Messner, im Mai 2008
  • "Vice versa": Gerard Kanduth (links) und Schriftstellerfreund Janko Messner, im Mai 2008
  • Foto: G. Kanduth
  • hochgeladen von Christian Lehner

(chl). "Das kritische Denken kann er nie ganz lassen, die zugespitzte Pointe ist ihm allzu lieb; mit Stimmung allein findet er sein Auslangen nicht", so charakterisiert der Germanist, Slawist und Übersetzer Fabjan Hafner (Robert-Musil-Institut Klagenfurt) die Lyrik von Gerard Kanduth. Kanduth lebt in Schiefling am Wörthersee, ist im Zivilberuf Richter, einer der meistbeachteten Kärntner Satiriker und Lyriker und Präsident des Kärntner Schriftstellerverbandes.

Ein "Best of" in drei Sprachen

Im Kärntner Verlag Hermagoras ist ein "Best of" seiner Gedichte erschienen, in drei Sprachen: "vice versa", in Kanduths Originalsprache Deutsch, in italienischer Sprache, übersetzt von der emeritierten Romanistin Erika Kanduth, und in Slowenisch, übersetzt vom Kärntner Slowenen Janko Messner.
"Ich habe den Band meinem Schriftstellerfreund Janko Messner gewidmet, der leider noch vor der Fertigstellung des Bandes im Vorjahr verstorben ist. Die Initiative zu dem dreisprachigen Gedichtband kam von ihm, als er mich im Februar 2008 mit dem Angebot überraschte, Gedichte von mir ins Slowenische zu übersetzen", dankt Kanduth dem Jauntaler Autor.

Lyrik und Ironie

Die Auswahl der Gedichte ist in fünf Kapiteln, "nach deren Stimmung bzw. deren Thematik" gegliedert, sie stammen aus den drei bislang veröffentlichten Lyrikbänden "Entsprechungen", "Der Wal auf der Festplatte" und "Strandung". Kritik, Ironie und Humor, Aphorismus und lyrische Stimmung gehören in Kanduths Lyrik immer zusammen. Experte Hafner dazu im Vorwort: "Gerard Kanduth beschreitet den schmalen Grat zwischen Vers und Aphorismus, zwischen Empfindungsblitz und Gedankensplitter ... Sein Humor sieht zunächst harmloser aus als er ist, er macht wach wie starker Kaffee, schwarz und ohne Zucker."
Das Cover des Buches stammt von Ruth Hanko, die für das Bild die Handschrift Janko Messner verwendete. "Sie ist für mich eine der unterschätztesten Künstlerinnen in Kärnten", streut Kanduth der Keutschacher Malerin Rosen.

Das Buch: Gerard Kanduth, "vice versa – Gedichte / pesmi / poesie. Mit Übersetzungen ins Slowenische von Janko Messner und ins Italienische von Erika Kanduth. Vorwort von Fabjan Hafner", Klagenfurt, Hermagoras 2012.
Buchpräsentation: Samstag, 17. November, 19.30 Uhr, k&k Kulturzentrum St. Johann im Rosental, mit Gerard Kanduth, Fabjan Hafner; Musik: Tonč Feinig.

Autor:

Christian Lehner aus Klagenfurt

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