Bildung
Induktionsjahr für Kindergartenpädagoginnen als wichtige Forderung

Der Beruf des Kindergartenpädagogen müsse attraktiver gemacht werden, fordert Lichtenegger.
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  • Der Beruf des Kindergartenpädagogen müsse attraktiver gemacht werden, fordert Lichtenegger.
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Die Abteilungsvorständin der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Kärnten (Bafep), Barbara Lichtenegger, macht sich für ein Induktionsjahr auch für Kindergartenpädagoginnen stark. Außerdem müssen die Rahmenbedingungen des Berufs attraktiver gemacht werden.

KLAGENFURT. „Lehrkräfte haben, wenn sie ausgebildet sind ein sogenanntes Induktionsjahr“, erklärt Barbara Lichtenegger, Abteilungsvorständin der Bafep Kärnten. In diesem ersten Berufsjahr werden Jung-Lehrerinnen von eigens geschulten Mentorinnen unterstützt und in den Beruf hineinbegleitet. Dies sei ein Modell, das auch für Elementarpädagoginnen wünschenswert wäre, insbesondere, da durch die Pandemie nicht alle Praxiszeiten  durchgeführt werden konnten und so wichtige Erfahrungen und Lernschritte in der Interaktion mit Kindern nicht gemacht werden konnten. „Eine Kindergartenpädagogin erhält, summa summarum, zwei Jahre an Berufsausbildung, eine Lehrerin, nach dem neuen Ausbildungsschema, insgesamt fünf Jahre“, prangert Lichtenegger an, dass keine Einlernphase für Kindergartenpädagoginnen eingeplant ist.

Barbara Lichenegger fordert ein Induktionsjahr auch für Kindergartenpädagogen.
  • Barbara Lichenegger fordert ein Induktionsjahr auch für Kindergartenpädagogen.
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Rahmenbedingungen attraktiver gestalten

Die Bafep sei mit ihrem dualen Ausbildungssystem, Zentralmatura und Diplomprüfung, durchaus anspruchsvoll. „Was unsere Schülerinnen bewerkstelligen und schaffen müssen, bringt viel an ihre Grenzen“, ist sich die Abteilungsvorständin und Leiterin des Praxiskindergartens sicher. Die Lehrplanumstellungen verändert allerdings auch die Praxiszeit, die so enorm wichtig sei. Zusätzlich sei es wichtig, die Rahmenbedingungen für den Berufsstand der Kindergartenpädagoginnen zu verbessern. Der Anreiz müsse gesteigert werden, damit mehr Absolventinnen der fünfjährigen Ausbildung in den Beruf einsteigen würden. „Die Anzahl der Kinder pro Gruppe müsste verringert, das Gehalt gesteigert und auch die Vorbereitungszeit müsste verlängert werden, um diesen Beruf für angehende Pädagoginnen attraktiver zu machen“, so Lichtenegger.

Investition in die Zukunft

Um diese Schritte in die Wege zu leiten, müsste Geld in die Hand genommen werden. Dieses Geld würde sich jedenfalls rentieren, sagt Lichtenegger. „Studien der letzen Jahre haben festgestellt, dass sich Geld, das in frühkindliche Bildung investiert wird, volkswirtschaftlich rentiert.“ Allerdings bräuchte es dafür die bildungspolitische Absicht „in die nächste oder übernächste Zukunftsphase zu investieren, obwohl man sie sich die "Lorbeeren" dafür nicht abholen können, denn die Kinder von heute sind die Gesellschaft von morgen". 

Vertane Chance

Ein Schritt in die richtige Richtung sei die Absicht der „Pädagoginnenbildung neu“ gewesen, in der Kindergartenpädagoginnen mitbedacht wurden. Die Ausbildung für Pädagoginnen wäre eine gemeinsame gewesen, und gemeinsam auf Studiumsebene gehoben worden. Dadurch wäre eine gemeinsame pädagogische Grundausbildung und ein gemeinsames Bildungsverständnis zwischen Volksschullehrerinnen und Kindergartenpädagoginnen gegeben gewesen. Umgesetzt wurde dieses System allerdings nur für Lehrkräfte. „Diese Chance hat Österreich vertan, momentan zumindest“, ist Lichtenegger enttäuscht.

Der Beruf des Kindergartenpädagogen müsse attraktiver gemacht werden, fordert Lichtenegger.
Barbara Lichenegger fordert ein Induktionsjahr auch für Kindergartenpädagogen.

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