Kampf um Verkehrssicherheit in Ebenthal

Zusätzlich zu baulichen Maßnahmen entlang der Göltschacher Straße wünscht sich Woschitz einen Fußgängerübergang hier bei der Einbindung in die Kalmusbadstraße
  • Zusätzlich zu baulichen Maßnahmen entlang der Göltschacher Straße wünscht sich Woschitz einen Fußgängerübergang hier bei der Einbindung in die Kalmusbadstraße
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

EBENTHAL (vp). Im Jänner dieses Jahres erging auf Initiative von Gemeindevorstand Christian Woschitz (FPÖ) eine Ebenthaler Resolution an die Landesregierung (wir berichteten). Es ging um mehr Verkehrssicherheit im Ebenthaler Ortsgebiet entlang der Göltschacher Landesstraße (L 101). Das Tempolimit von 50 km/h werde hier oft nicht eingehalten, es handelt sich aber um ein dicht besiedeltes Gebiet. Die Landesregierung wurde aufgefordert, technische und bauliche Möglichkeiten für eine Verkehrsberuhigung zu prüfen und auszuschöpfen.

Verengung der Straße ratsam

Der zuständige Landesrat für Verkehrssicherheit Gernot Darmann versprach eine Prüfung, die auch eingeleitet wurde. Demnach handelt es sich bei der L 101 um eine Pendlerstraße zwischen dem Rosental und Klagenfurt Ost. Zwischen 2.000 und 3.000 Fahrzeuge frequentieren sie täglich, sehr viele halten die 50 km/h nicht ein (zwischen 40 und 50 Prozent der Lenker). 
Aufgrund der Länge der Geraden von ca. 800 Metern würde laut Experten ein stationäres Radargerät keine Verbesserung mit sich bringen. Eine optische Verengung der Straße sei ratsam, was zwischen acht und zwölf km/h weniger mit sich bringen würde.

Kontrollen ohne Erfolg

Woschitz ist selbst Anrainer und fügt hinzu: "Diese Gerade durch das Ortsgebiet wird gerne als Rennstrecke genutzt, da ja in Richtung Radsberg eine lange und übersichtliche Straße führt. Der Fahrbahnteiler an der Ortseinfahrt bringt nicht wirklich etwas. Es passiert immer wieder, dass man da sogar überholt wird." Auch vermehrte Kontrollen und verstärkte Präsenz der Polizei brachten keine nachhaltige Temporeduktion. 

Auch Fußgängerübergang gefordert

Nun liege der Ball bei Straßenbau-Landesrat Gerhard Köfer, von dem es auf die Resolution bisher keine Reaktion gab. Woschitz fordert geeignete bauliche Maßnahmen wie etwa die erwähnte Verengung bzw. im Kreuzungsbereich mit der Schloßstraße eine "Verkehrsinsel", die nach Vorbild Moosburg mit Plastikpollern markiert ist, um das Durchschnittstempo zu reduzieren.
Weiters wünsche man sich - auch in Berufung auf die Experten - eine Querungshilfe für Fußgänger bei der Einbindung in die Kalmusbadstraße. "Diese Anbindung an das Radwegenetz zum Wörthersee wird gerade an Wochenenden von vielen Familien für Ausflüge genutzt", so Woschitz.

Köfer stellt Prüfung in Aussicht

Die WOCHE fragte bei Köfer nach und er versprach eine Erhebung. "Die vorliegenden Daten wurden nicht von unserer Abteilung erhoben, daher sind mir auch keinerlei Fakten bekannt. Wir werden aber umgehend eine Prüfung hinsichtlich der Fahrbahnbreiten und baulichen Möglichkeiten veranlassen, um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zu erhöhen", heißt es von Köfer.
Tut sich in dieser Angelegenheit nichts, will Woschitz nochmal eine Resolution in der nächsten Gemeinderatssitzung einbringen. Auch eine Unterschriftenaktion unter Anrainern schließt er nicht aus.

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