Keltenstraße: Kommt jetzt die "Spar-Variante"?

Die Keltenstraße ist eine Sackgasse
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Aufruhr in Viktring: In der Keltenstraße könnte 2011 die billigste Entlastungsvariante kommen. Bürger toben!

Seit Jahren wird über eine Entlastung der Keltenstraße (Sackgasse) in Viktring diskutiert, mehrere Varianten wurden bislang ausgearbeitet. Zwei Beschlüsse seitens der Stadtregierung, drei Verkehsreferenten und einige hundert neue Wohnungen später ist noch immer nichts passiert – sehr zum Ärger der Betroffenen.
Verkehrsreferent Peter Steinkellner (ÖVP) hat nun zwei Varianten ins Auge gefasst, die er spätestens im Frühjahr im Stadtsenat präsentieren will. Noch 2011 soll gebaut werden. „Es muss jetzt endlich einmal eine Lösung her. Die Diskussion dauert schon zu lange“, so Steinkellner. Variante 1, die „billigste und kürzteste Lösung“, sieht die Verlängerung der Keltenstraße – zwischen Häusern und Schrebergärten – „über den Rekabach schräg zur Glanfurtgasse“ vor. „Der Moorweg soll nicht berührt werden“, erklärt Steinkellner. Der Radweg, der bislang über den Rekabach zum Moorweg führt, „soll weiter bestehen. Es wird eine Unterführung gemacht.“ Kostenpunkt: „Zwischen 700.000 und 800.000 Euro.“
Variante 2, mit „1,3 bis 1,5 Millionen Euro“, die längere und teurere Variante, würde eine Verlängerung der Keltenstraße nach Norden vorsehen. „Bei den Schrebergärten vorbei und dann nach Westen über den Rekabach zur Glanfurtgasse.“ Auch ist der Bau einer Brücke notwendig.
Welche der beiden Varianten gewinnt, hänge „von der politischen Entscheidung ab“ – und von den Grundstücksverhandlungen. Bei Variante 2 müsse die Stadt „mehr Grundstücke ablösen“, was teurer kommt, so Steinkellner. „Variante 1 wäre die einfachste, weil ein Großteil der dafür benötigten Grundstücke schon der Stadt gehört.“

Anrainer sind enttäuscht

Mit der „Billig-Variante“ wollen sich die Bürger aus dem betroffenen Siedlungsbereich aber nicht abspeisen lassen. Sie haben bereits mit einem Schreiben an die Stadtregierung reagiert. „Die Politik gerät jetzt scheinbar unter Zugzwang, weil der Bau weiterer Wohnungen nur genehmigt wird, wenn das Verkehrsproblem endlich gelöst ist“, ärgern sich die Anrainer. „Deshalb soll jetzt einfach die billigste Variante, die nicht im Stadtentwicklungskonzept vorgesehen ist, umgesetzt werden.“ Die Anrainer fürchten, ausgebootet zu werden und fordern die Umsetzung von Variante 2 oder 3 (Infobox), wofür es bereits Beschlüsse gibt. „Es sieht so aus, als ob sich die Politik lieber mit ein paar Anrainern als mit wenigen Großgrundbesitzern anlegt.“

Infobox:
Für die größte und teuerste Variante (5 Mio. Euro) gab es bereits Ende 2008 einen Beschluss: Sie sieht die Ostanbindung der Keltenstraße an die Waidmannsdorfer Straße (inkl. einer parallelen Entlastungsstraße Richtung Keutschacher Straße) vor. Steinkellner: „Diese Variante kann derzeit nicht realisiert werden.“ Ad acta gelegt wird sie aber nicht. „Wenn noch mehr Häuser und Autos kommen, muss die Keltenstraße nach Westen und Osten entlastet werden.“

Autor: Sandra Glanzer

Autor:

Sandra Glanzer aus Klagenfurt

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