Überdachte Gastgärten
Laibach-Flair in Klagenfurt?

Pagoden-Zelte sind in der Innenstadt erlaubt
6Bilder
  • Pagoden-Zelte sind in der Innenstadt erlaubt
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Das Gastgärten nun auch den ganzen Winter offen bleiben dürfen, ist beschlossene Sache. Aber wie sieht es mit Überdachungen aus? Die WOCHE hat nachgefragt. 

KLAGENFURT. Die Entscheidung ist gefallen. Ganz im Sinne der Gastronomie-Betriebe, darf diesen Winter auch im Freien konsumiert werden (Seite 5). Schön und gut, aber nur solange der Winter auch mild wird. Wer will schon bei Minusgraden im Freien frieren? Wohl kaum jemand. Viele Gastronomiebetriebe in der Innenstadt überlegen sich deshalb, in eine Überdachung, Heizstrahler und Co. zu investieren. Ganz so einfach ist das jedoch in der Innenstadt (Alter Platz, Neuer Platz und Co.) nicht – dazu braucht es eigene Genehmigungen, die es bis dato nicht gibt. 

Einheitliches Bild 

"Ungeachtet jeglicher behördlichen Verfahrensweges, würde es Sinn machen, mit dem Gastgarten-Winterbeschluss, zur Unterstützung der Klagenfurter Betriebe, ein einheitliches Bild in der Landeshauptstadt zu vermitteln", sagt Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler, der sich gemeinsam mit Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz das Referat Raumordung/Stadtplanung teilt. Als Planungsreferat kann er dem Vorschlag der Fachabteilung zustimmen, "im innerstädtischen Bereich, besonders auch am Alten Platz, nur gleiche Pagodenzelte aufstellen zu lassen, welche auch nur an maximal zwei Seiten geschlossen werden dürfen." Für Pfeiler ein wichtiger Punkt, da die gute Durchlüftung unter anderen als Maßnahme gegen das Coronavirus wichtig ist. 

Grünes Licht für Pagodenzelt

Wenn ein Gastronom plant, eine "Überdachung" für den Winter zu machen, so muss er an die Behörde herantreten. "In dieser Form – also mit den einheitlichen Zelten, wird dies auch genehmigt", so Pfeiler. 
Wirtschaftsreferent Markus Geiger: „Die Gastgärten heuer wird man sicherlich nicht mit den Gastgärten in den vorherigen Jahren vergleichen können. Wir befinden uns in einer Sondersituation, deshalb sollte alles, soweit es rechtlich möglich ist, bewilligt und zugelassen werden, damit die von der Coronakrise stark betroffenen Gastronomen  ihre Umsätze generieren und so den Fortbestand ihres Unternehmens sichern können.“

Umfrage: Wintergastgärten in der Klagenfurter City?

Misaela Lisjak, Rose Cupcake Shop & Café, Alter Platz: „Ein permanenter, überdachter Gastgarten im Winter ist für uns auf jeden Fall eine ernsthafte Überlegung wert, denn das würde zu einer Belebung unserer Wintersaison beitragen. Wir haben ohnehin einiges aufzuholen. Sollte es tatsächlich eine dementsprechende Möglichkeit geben, werden wir uns das ganz genau ansehen. Errichtungskosten und eine höhere Miete müssen dabei natürlich einkalkuliert werden.“

Irfet Alicic, Bar Italia, Alter Platz: „Das ist für uns sehr interessant und betrifft meiner Meinung alle Wirte in der Innenstadt, die eine solche Möglichkeit haben. Am 31. Oktober bauen wir unseren Außenbereich ab, dann kommen die Glühweinstände. Ein permanenter Gastgarten im Winter würde vor allen mehr Umsatz in den Monaten Jänner und Februar bedeuten. Wir hätten auch die nötige Infrastruktur, also würden das in jedem Fall sehr begrüßen.“

Dietmar Pichler, Café-Konditorei Hutter, Alter Platz: „Eine derartige Maßnahme würde zweifelsohne eine Belebung der Innenstadt in der kalten Jahreszeit bedeuten. Wir haben im Betrieb auch schon intensiv darüber nachgedacht. Wir sind aber zu der Erkenntnis gekommen, dass es für uns aus wirtschaftlichen Gründen wahrscheinlich nicht auszahlt. Alleine die Heizkosten wären zu hoch. Außerdem, was bedeutet das für die Umwelt, wenn plötzlich in der ganzen City mit Heiz-Schwammerln geheizt wird?“

Peter Haas, Café Domgassner, Domgasse: „Die Errichtung eines permanenten Winter- Gastgartens wäre ein enorm wichtiger Schritt für uns City-Gastronomen. Wir haben deshalb für unser Café auch schon um eine Genehmigung angesucht. Eine Antwort steht noch aus. Ob sich diese Maßnahme auch rechnen würde, kann ich nicht sagen. Sollte es aber möglich sein, werden wir das in jedem Fall versuchen. In schwierigen Zeiten wie diesen, müssen wir in der Gastronomie jede Chance ergreifen, um unsere Umsatzrückgänge irgendwie abzufedern.“

Josephine -Frances Engl, Café Phoenix, Alter Platz: „Von einer dementsprechenden Regelung gehen wir aus und werden unseren Sommer-Gastgarten für den Winter dementsprechend umgestalten. Ob sich diese Investitionen auch wirklich rechnen, kann ich noch nicht sagen. In jedem Fall wären einige attraktive Winter-Gastgärten eine enorme Bereicherung und eine echte Belebung für den gesamten Alten Platz. Sollten wir auch noch einen halbwegs milden Winter bekommen, würden das unsere Gäste mit Sicherheit gerne annehmen.“

Zur Sache: 

Einheitliche Pagodenzelte will die Stadt genehmigen. 
Bei festen „Bauwerken“ oder anderen Varianten, sind jedoch Behördenverfahren notwendig werden (Baurecht/Gewerberecht)

Anzeige
v.l.n.r.:
 Gerli Kinz von der THI Treuhand Immobilien GmbH, Robert Wochesländer, Geschäftsführer der RW Bauträger GmbH, Nikolaus Hartlieb, GF W&H Bauträger GmbH sowie der Bürgermeister von  Feldkirchen Martin Treffner
7

Wohnprojekt
Baubeginn für City Living Feldkirchen

In Feldkirchen entsteht ein neues Wohnprojekt aus österreichischer Produktion und Qualität. Die Vermarktung und den Verkauf übernimmt die THI Treuhand Immobilien GmbH. FELDKIRCHEN. 
Mit dem Spatenstich auf dem Gelände Sonnrain erfolgte am 28. Juni der offizielle Startschuss für das Projekt „City Living Feldkirchen “ der RW Bauträger GmbH & W&H Bauträger GmbH. Bei diesem Bauprojekt entstehen insgesamt fünf exklusive Reihenhäuser. Das Investitionsvolumen dieser modern geplanten Häuser mit...

Anzeige
Rupert Hirner lädt an zwei Wochenenden zum Bungy Jumping-Spektakel auf die Kölnbreinsperre im Maltatal, die höchstgelegene Absprungstation weltweit. Für die Mutigen Springer geht es 165 Meter in die Tiefe
4

Maltatal
165 Meter Bungy Mania Kölnbreinsperre

Rupert Hirner lädt wieder zum traditionellen Bungy Jumping-Spektakel auf die Kölnbreinsperre. Für WOCHE-Leser gibt es sogar einen 40 Euro Preisvorteil. KÄRNTEN. Ein letzter Blick nach unten, ein letzter tiefer Atemzug ein Schritt ins Nichts – Bungy ist das ultimative Abenteuer. Den besonderen Kick finden Fans des freien Falls in Kärnten. Die höchstgelegene Absprungstation der Welt liegt hier auf 2.000 Metern Seehöhe. Vom Ausflugsziel Kölnbreinsperre aus gibt es wieder die Möglichkeit, sich vom...

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen