Mammut statt Mainstream

Seit über einem Jahr holt Philipp Lippitz  internationale und heimische Bands abseits des Mainstreams in seine Mammut-Bar
  • Seit über einem Jahr holt Philipp Lippitz internationale und heimische Bands abseits des Mainstreams in seine Mammut-Bar
  • Foto: KK/Lippitz
  • hochgeladen von Verena Polzer

KLAGENFURT (vep). Motherscake, Crispies oder White Miles – die Mammut-Bar auf dem Messegelände Klagenfurt steht für alternative Rock-, Grunge-, Indie- und Punk-Konzerte. #+Seit mehr als einem Jahr betreibt Philipp Lippitz die Bar nun schon, in der es einmal in der Woche ein Live-Konzert gibt.
"Ich wollte in Klagenfurt eine Alternative zum Mainstream schaffen, gleichzeitig auch jungen Musikern hier eine Plattform bieten." Die anfängliche Skepsis, ob die Klagenfurter die alternative Musik annehmen, ist angesichts des Zuspruchs längst verflogen.
"Dreckig" muss es sein
"Musik ist Kunst und natürlich auch eine Geschmacksfrage, aber ich wähle die Bands so aus, dass sie zur Bar passen – bluesig, rockig, garagig, dreckig", schmunzelt Lippitz, der 13 Jahre in Berlin gelebt und auch dort drei Jahre eine "Mammut-Bar" betrieben hat.
Ihm ist wichtig, lieber wenige, dafür qualitativ hochwertige Bands für einen Auftritt zu gewinnen. "Wir erhalten pro Tag drei, vier Anfragen von Bands, für die Auswahl braucht man schon Gespür."

Selbst Vollblutmusiker

Doch das bekomme man ohnehin, wenn man schon so lange in der Musikszene sei, sagt Lippitz, der selbst Musiker ist und mit seiner Band "The Loranes" immer wieder durch die Welt tourt. "Wir sind beim Berliner Label Noisolution und haben gerade unser zweites Album herausgebracht. Das haben wir aber in Kärnten aufgenommen", so Lippitz. Er ist in Tainach aufgewachsen. "Da gab es früher eine richtig gute Szene. Völkermarkt war bekannt für Indierock- und Grungebands, Klagenfurt für Punkrock."

Szene hat sich verändert

Das sei heute leider nicht mehr so, bedauert Lippitz. "Ich finde das extrem schade. Heute ist vieles nur noch Synthie und Digital, das gute alte Musikmachen wird irgendwann aussterben, befürchte ich", seufzt Lippitz, der gerade wieder auf einer zweiwöchigen Tour war. Seine Abwesenheit sei oft eine Herausforderung, doch durch die Hilfe seiner Freunde und Mitarbeiter sei das alles möglich. Am 23. Dezember gibt es in der Mammut-Bar übrigens eine große Weihnachtsparty.

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