Flughafen Klagenfurt
Massive Einbrüche der Verkehrszahlen im Jahr 2020

Die Corona-Krise trifft den Klagenfurter Flughafen mit voller Wucht.
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  • Die Corona-Krise trifft den Klagenfurter Flughafen mit voller Wucht.
  • Foto: RMK
  • hochgeladen von Julia Dellafior

Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie verzeichnet die gesamte Luftfahrtindustrie enorme Verluste und Einbrüche in allen Geschäftssparten. Der Flughafen Klagenfurt verzeichnet nur knapp ein Viertel der Passagiere im Vergleich zum Jahr 2019. Der Ausblick für 2021 zeigt nur eine langsame Erholung der Branche.

KLAGENFURT. Aufgrund des Lockdowns kam der Flughafen Klagenfurt in den Monaten April bis Juni 2020 komplett zum Stillstand. Die neuen Verbindungen nach Berlin und Palma de Mallorca fielen der Pandemie zum Opfer, im Sommer bestand kurze Zeit Hoffnung, die verschärften Reisebestimmungen ab September sowie der zweite Lockdown stellten jedoch den Linienverkehr wieder ein. Auch im Winter fielen bis auf wenige Ausnahmen alle Flüge aus. Die gesamte Luftfahrtindustrie erlebte massive Verluste und Einbrücke in allen Geschäftssparten. Laut Experten würde die Erholung der Branche Jahre dauern.

76 Prozent weniger Passagiere

Im Jahr 2020 konnten lediglich knapp 50.000 Reisende am Flughafen begrüßt werden – davon zwei Drittel vor dem ersten Lockdown. Das entspricht einem Minus von 76 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. „Man sieht anhand der Zahlen, dass wir gut ins Jahr 2020 gestartet sind und uns dann Covid-19 zum Erliegen brachte. Die Einbrüche bei den Verkehrszahlen treffen alle österreichischen Airports im gleichen Ausmaß. Wir liegen hier im österreichweitem Durchschnitt.“, so Nils Witt Geschäftsführer der KFBG (Kärntner Flughafen Beteiligungs GmbH). Ein positiver Aspekt: von internen Abläufen und restriktiven Sparmaßnahmen gelungen, den Mitarbeiterstand zu halten und zu sichern“, so Witt.

Regionale Flughäfen „sterben“

Der Luftfahrtexperte Kurt Hofmann sieht die Situation um den Klagenfurter Flughafen losgelöst von der Corona-Situation problematisch: „Wenn man mit Airlinechefs redet, dann ist das Interesse nach Klagenfurt zu fliegen mehr oder weniger null.“ Er sagt auch: „Das Sterben unter den Regionalflughäfen beginnt erst. In Deutschland zum Beispiel." Dann stellt sich die Frage, ob in Österreich überhaupt die ganzen Flughäfen gebraucht werden. Gefordert wäre laut Hofmann ein „gemeinsamer Kraftakt“: „Ich habe nie verstanden, warum es der Kärntner Tourismus nicht zusammengebracht hat, am Klagenfurter Flughafen einen Incoming-Tourismus in einem gewissen Umfang aufzustellen.“ Eine eigene Kärntner Fluglinie, über die seit längerer Zeit diskutiert wird, sieht Hofmann skeptisch: „Das wäre lange Zeit ein Verlustgeschäft.“ Auch gibt er zu bedenken: „Die Zeit, in der die Kärntner Regierung den Ryanair-Flugverkehr mit viel Geld subventioniert hat, war die Sternstunde des Flughafens. Aber es war ein gekaufter Verkehr. Als die Förderungen weg waren, war auch der Verkehr weg.“

Ausblick für 2021

Die Luftfahrtbranche ist sich einig: Man wird sich 2021 aufgrund der vielen Unwägbarkeiten am Niveau von 2020 orientieren müssen und es wird nur langsam zu einer Erholung der Luftfahrt im Allgemeinen und Passagierzahlen im Speziellen kommen. „Seriöse Flugplanungen sind in der derzeit volatilen Situation nicht möglich.“, bedauert Witt.

Die Corona-Krise trifft den Klagenfurter Flughafen mit voller Wucht.
Luftfahrtexperte Kurt Hofmann

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