Freiflächenmanagement
Neue Initiative gegen Leerstände

Paul Perkonig, Inga Horny, Gabriele Königsberger, Max Habenicht und Andreas Fritz bei der Präsentation der Initiative "Klagenfurts Freiflächen sichtbar machen"
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  • Paul Perkonig, Inga Horny, Gabriele Königsberger, Max Habenicht und Andreas Fritz bei der Präsentation der Initiative "Klagenfurts Freiflächen sichtbar machen"
  • Foto: RMK
  • hochgeladen von Mag. Stephan Fugger

Mit "Potenzial der innerstädtischen Freiflächen sichtbar machen" wollen Wirtschaft und Stadtmarketing die Leerstände verringern.

KLAGENFURT. Peter Stromberger ist Immobilienbesitzer, genau gesagt, gehört ihm der Leerstand am Alten Platz 12 in Klagenfurt. Dort befand sich einst ein Textilgeschäft, eine Deichmann-Filiale und zuletzt ein Ein-Euro-Shop. Seit einem Jahr steht die Immobilie in bester Altstadtlage mit einer Fläche von 300 Quadratmetern im Erdgeschoss und 200 Quadratmetern im Obergeschoß leer. "Interessenten gibt es immer wieder. Das Problem liegt darin, dass es keine Betreiber gibt", sagt Stromberger. Ist die Miete vielleicht zu hoch? Dies bekritteln Unternehmer immer wieder. "Mit der Miete bin ich mit zehn Euro pro Quadratmeter wirklich schon ganz hinuntergegangen", sagt der Immobilienbesitzer. Als Ort für die Pressekonferenz unter dem Titel "Potenzial der innerstädtischen Freiflächen sichtbar machen" wurde die Immobilie von Peter Stromberger gewählt. "Die Ära der goldenen 80er-Jahre ist vorbei, der Handel ändert sich, internationale Ketten befinden sich auf dem Rückzug", sagt Horny. Der Hauptgrund: immer mehr kaufen online ein. Dass das kleine Handwerk, wie Messer-, Schirm- oder Taschenmacher in die Innenstadt zurückkehren, reiche einfach nicht, um die 112 Leerstände in Klagenfurt zu füllen. Mit der neuen Initiative bei der  Stadtrat (Wirtschaft/ÖVP) Max Habenicht, das Wirtschaftsreferat mit Andreas Fritz, das Stadtmarketing und Paul Perkonig (WKK Fachgruppen-Obmann) an einem Strang ziehen, soll dem leidigen Leerstands-Dilemma gemildert werden.

Neue Online-Plattform

"Rund 50 Prozent der Leerstände in Klagenfurt sind schwer zu vermitteln", so Habenicht, der das Wort "Leerstand" tunlichst vermeiden will. Durch eine neue digitale Plattform sollen die leerstehenden Immobilien sichtbar gemacht werden. "Ab 1. Jänner 2022 ist die Plattform, bei der man ähnlich wie bei Google Earth in die Objekte hineinzoomen kann, online", verspricht Fritz. Mit Daten füttern werden die Webseite, die dann auf www.klagenfurt.at zu finden ist, Gabriele Königsberger (Wirtschaftsservice) und Cillian Pogatschnig vom Stadtmarketing. 

Neue Wege?

Zusätzlich sollen ab Herbst Workshops für Vermieter, die mit dem Know-how der Klagenfurter Immobilienberater unterstützt werden, das Programm abrunden. Denn eines steht fest: Viele Immobilienbesitzer wissen nicht, wie sie ihr Objekt an den Mann zu  bringen. In Klagenfurt ist die Bereitschaft eine ehemalige Handelsfläche anderweitig, z.B. als Anwaltskanzlei, weder bei den potenziellen Mietern noch bei den Vermietern angekommen. Hier wird immer noch an alten Mustern festgehalten. Die Kosten für das gesamte Projekt werden auf 40.000 Euro geschätzt.

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