Altlasten-Sanierung abgeschlossen
Neuner-Areal kann nun bebaut werden

Überzeugten sich vom Erfolg der Altlasten-Sanierung: Frank Frey, Sara Schaar, Johann Novak, Maria-Luise Mathiaschitz, Michael Rabitsch von der Umweltabteilung des Landes und Reinhard Höchtl von Porr
  • Überzeugten sich vom Erfolg der Altlasten-Sanierung: Frank Frey, Sara Schaar, Johann Novak, Maria-Luise Mathiaschitz, Michael Rabitsch von der Umweltabteilung des Landes und Reinhard Höchtl von Porr
  • Foto: StadtPresse/Spatzek
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Es ist geschafft! Das Neuner-Areal ist altlastenfrei. Nun läuft noch ein Architektenwettbewerb und dann soll ein attraktiver neuer Stadtteil in Klagenfurt entstehen.

KLAGENFURT. Das Areal der ehemaligen Lederfabrik Neuner ist von den Industrie-Altlasten (hochgiftiges Chrom-VI) befreit – nach 18-monatiger Dekontamination. Damit stehen nun 60.000 Quadratmeter für den Wohnbau bereit. 
Gebäude, Boden und Grundwasser waren stark kontaminiert, weshalb Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Klagenfurts Umweltreferent Frank Frey, Landesrätin Sara Schaar und Vertretern der ausführenden Firmen Porr und UTC Umwelttechnik zum Feiern zumute war. "Es ist eine Sternstunde für die Klagenfurter Stadtentwicklung. Ein alter, problematischer Industriestandort wurde erfolgreich saniert und kann jetzt uneingeschränkt genutzt werden", so Mathiaschitz.

Weniger Bodenverbrauch

Leistbarer Wohnbau soll auf dem Areal umgesetzt werden, öffentliche und private Wohnungen, Handel, Dienstleistungsbetriebe. Es soll ein neuer Vorzeige-Stadtteil werden, mit modernen Mobilitäts- und Energiekonzepten. Der Architektenwettbewerb dazu läuft noch bis Mitte August. "Ein zentraler Aspekt bei diesem Projekt ist die Möglichkeit der uneingeschränkten Nachnutzung des gesamten Bereiches. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Altlastenstandorte im Sinne der Nachhaltigkeit zur Verringerung von Bodenverbrauch bestmöglich genutzt werden können", sagt Schaar.

Wasser wird weiter gereinigt

Die beteiligten Firmen haben in den letzten 18 Monaten ganze Arbeit geleistet: Weggeschafft und fachgerecht entsorgt wurden 164.000 Kubikmeter Abbruchmaterial, 11.000 Kubikmeter Bodenmaterial und 23.300 Tonnen Abfall. Frey dazu: "Wir sind eine der schlimmsten Altlasten Österreichs mitten in Klagenfurt losgeworden."
Eine Wasserreinigungsanlage vor Ort säuberte 340 Millionen Liter kontaminiertes Grundwasser. "Diese Anlage wird noch die nächsten Jahre weiter laufen, bis das gesamte Grundwasser am Standort wieder sauber ist", informiert Johann Novak von den Umwelttechnik-Ziviltechnikern.

Ombudsstelle für Anrainer

Auch zwei Forschungsprojekte der Montan-Uni Leoben beschäftigten sich mit dieser Altlasten-Sanierung. Für Anrainer wurde während des Projekts sogar eine eigene Ombudsstelle eingerichtet. So konnten immer auch Fragen gestellt werden und es wurde der Verunsicherung entgegengewirkt. Es gab auch eine ständige Bauaufsicht der Behörden mit vier Staubmessstellen und Erschütterungsmessungen am Gelände. 
Die Altlasten-Sanierung verursachte Kosten von ca. elf Millionen Euro – getragen vom Altlastensanierungsfonds (ca. neun Millionen) und der Firma Porr (ca. zwei Millionen). 

 Es ist eine Sternstunde für die Klagenfurter Stadtentwicklung. Ein alter, problematischer Industriestandort wurde erfolgreich saniert und kann jetzt uneingeschränkt genutzt werden 
 Ein zentraler Aspekt bei diesem Projekt ist die Möglichkeit der uneingeschränkten Nachnutzung des gesamten Bereiches. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Altlastenstandorte im Sinne der Nachhaltigkeit zur Verringerung von Bodenverbrauch bestmöglich genutzt werden können

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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