Pfarrplatz Klagenfurt
Pfarrplatz neu - ein Platz zum Wohlfühlen. Mit Video!

Pfarrplatz neu (Modell), westliche Seite
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Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und die Stadtsenatsmitglieder präsentierten das Siegerprojekt zur Umgestaltung des Klagenfurter Pfarrplatzes. MIT VIDEO!

KLAGENFURT (chl). Einen „wichtigen Schritt in Richtung Innenstadt-Belebung“ nennt Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz die Neugestaltung des Pfarrplatzes. Nicht mehr hauptsächlich Parkplatz, sondern „ein einladender Platz, an dem man sich gerne mit der ganzen Familie aufhält“, ist das Ziel. „Gerade in Zeiten des Online-Handels werden Plätze, wo man sich wohlfühlt, immer wichtiger. Das wird uns mit dem Pfarrplatz gelingen“, betont die Bürgermeisterin.
Gemeinsam mit den Stadtsenatsmitgliedern und Stadtplaner Georg Wald hat Mathiaschitz das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs vorgestellt. Erläutert haben das Siegerprojekt die Architekten Isolde Rajek, Oliver Barosch und Gerhard Müller der Büros „Rajek Barosch Landschaftsarchitektur“ und „Baumschlager Hutter ZT GmbH“.

Projekt mit Bürgerbeteiligung

Vor dem Architekturwettbewerb führte man einen intensiven Bürgerbeteiligungsprozess durch, den Stadtrat Markus Geiger leitete. „Das Interesse daran war sehr groß – nicht nur Anrainer, Wirtschaftstreibende und Klagenfurter Bürger haben sich beteiligt, sondern auch Menschen von außerhalb.“ 278 Rückmeldungen sind im Laufe der Mediationen sowie auf einer Pinwand am Pfarrplatz eingegangen.
Mit den daraus resultierenden Vorgaben – unter anderem multifunktional, barrierefrei, attraktive Möblierung und Beleuchtung, konsumfreie Zonen – wurde der Realisierungswettbewerb durchgeführt. Eines dieser Ergebnisse war, die Stadtpfarrkirche in den Mittelpunkt zu rücken. „Wir haben die Kirche, die ja ein Wahrzeichen der Stadt ist, sozusagen ,freigestellt‘ und den Platz mit wenigen Akzenten in Szene gesetzt“, erklärt dazu Architektin Rajek. Eine dieser szenische Maßnahmen ist die Versetzung des Brunnens an die Südseite des Platzes. Eine kleinteilige Pflasterung auf einheitlichem Niveau gewährt einerseits Barrierefreiheit und korreliert durch die Auswahl von vier Natursteinen mit den vorhandenen Pflasterungen in der Altstadt.
Der von der Kirche aus südliche Bereich wird autofrei, Parken wird im nördlichen Bereich möglich sein. „Wenn man einen Platz mit Wohlfühlcharakter schaffen will, muss man Konsequenzen in Kauf nehmen“, sagt dazu Verkehrs-Stadtrat Christian Scheider.
Mit einer niedrigen Mauer, die gleichzeitig als Sitzbank dient, nehmen die Planer den Gedanken der historischen Stadtmauer auf.

Multifunktionaler Platz

Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler als Stadtplanungs-Referent begrüßt unter anderem die „Betonung der Sichtachsen“ und die Möglichkeit, den Platz multifunktional nutzen zu können. „Bespielt“ werden kann der neue Pfarrplatz mit Märkten, Stadtfesten Public Viewing und ähnlichen Ereignissen. Auch das „Ö3-Weihnachtswunder“ könne hier dann stattfinden.
Geiger hebt die Bedeutung der Stadtpfarrkirche hervor: „Darin befinden sich die Fuchskapelle und das Grab des Schriftstellers Julien Green. Mit der Umgestaltung wird diese Bedeutung nun auch auf den Platz vor der Kirche gebracht.“
Für Stadtrat Frank Frey ist die gesamte Vorgangsweise in Bezug auf Pfarrplatz neu „ein Paradebeispiel dafür, wie es gehen kann“. Mit einer Baumgruppe als Schattenspender und dem Brunnen als abkühlendes Element trage der Platz nach der Umgestaltung auch für ein besseres Klima bei.
Georg Wald von der Klagenfurter Stadtplanung informiert, dass ab sofort bis in den Sommer hinein die Feinabstimmung und anschließend die Detailplanung durchgeführt werden. Mit der Umsetzung sollte im zweiten Halbjahr 2021 begonnen werden. Die geschätzten Kosten liegen bei 2,6 Millionen Euro.

Autor:

Christian Lehner aus Klagenfurt

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