Hochwasserschutz Klagenfurt
Projekt Hochwasserschutz wurde erweitert

Hochwasserschutz in Klagenfurt: Hochwasser wie dieses entlang der Sattnitz sollen künftig Vergangenheit sein
  • Hochwasserschutz in Klagenfurt: Hochwasser wie dieses entlang der Sattnitz sollen künftig Vergangenheit sein
  • Foto: Mein Klagenfurt/Sony Konitsch
  • hochgeladen von Christian Lehner

Das Projekt Hochwasserschutz wurde um einige Maßnahmen erweitert; die Kosten betragen nun zwischen Acht und neun Millionen Euro betragen.

KLAGENFURT (chl). "Der Hochwasserschutz ist eines der größten Projekte  in Klagenfurt. Manche reden sogar von einem Jahrhundertprojekt", schickt Entsorgungs-Stadtrat Wolfgang Germ voraus. Kürzlich wurden erweiterte bzw. begleitende Maßnahmen beschlossen, die folgende Planungsdestinationen umfassen: Entlastungssammler Süd, den Abwasserkanal Viktring, Trassenvarianten zur Entlastung des Russenkanales, die Entflechtung der überlasteten Regenwasserkanäle in der Ebenthalersiedlung, die Überprüfung der Wörthersee-Seedruckleitung sowie Trassenvarianten zur Grundwasserentschäfung nahe dem Lakeside-Park.

100 Jahre vorausdenken

Mit den Erweiterungen sei das Hochwasserschutzprojekt nun noch zukunftsweisender, aber auch teurer als ursprünglich angenommen. "Die Kosten des gesamten Hochwasserschutzprojektes werden aus heutiger Sicht bis zu neun Millionen Euro betragen", blickt Germ voraus.
"Man kann Hochwasserschutz und Abwasserentsorung nicht getrennt voneinander sehen. Man muss bei diesem Projekt sehr genau und weitsichtig vorgehen und 50 bis hundert Jahre vorausdenken", gibt Germ zu bedenken. Das Projekt werde die Stadt über Jahre hinweg begleiten.
Mit den zusätzlichen Detailplanungen wurde kürzlich das Klagenfurter Zivilingenieurbüro CEE beauftragt. Die Kosten dafür betragen rund 86.000 Euro, 68.550 Euro fallen dabei an die Landeshauptstadt.
"Die Kosten des gesamten Hochwasserschutzprojektes werden aus heutiger Sicht acht bis neun Millionen Euro betragen", blickt Germ voraus.

Neue Mäanderführung

Mit der Glanfurt-Regulierung sollen Viktring und Waidmannsdorf hochwassersicher gemacht werden. Dafür wird die Sattnitz teilweise tiefergelegt und, wie bereits im 16. Jahrhundert, wieder mäanderförmig verlaufen, um die Fließgeschwindigkeit zu senken. "Es wurden schon Gespräche mit den Besitzern von Badestegen und anderen Einbauten geführt, im nächsten Jahr wird in Zusammenarbeit mit allen Fachbereichen das Projekt konkretisiert und bei einer großen Informationsveranstaltung vorgestellt. Allen ist bewusst, dass das Hochwasserschutzprojekt Priorität hat." 
Eine gründliche Baustellenkoordinierung und die Einbindung der Anrainer seien Voraussetzung für eine gelungen Umsetzung. Involviert sind alle Fachabteilungen des Landes und der Stadt sowie die betreffenden Verbände.

Neuer Verband

Vor der Umsetzung des Projektes wird ein eigener Verband Glanfurt-Regulierung unter Einbindung aller weiteren Wörtherseegemeinden gegründet, um Entscheidungen effizient treffen zu können.
Ebenfalls 2019 muss die Finanzierung geklärt werden, die auf Bund, Land, Stadt und eventuell EU aufgeteilt werden wird. Im Idealfall kann Ende nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden.
Überprüft und allfällig erneuert wird im Rahmen des Projektes auch die Seedruckleitung in Zusammenarbeit mit dem Wasserverband. "Die Errichtung der Seedruckleitung war eine sehr wesentliche Maßnahme, denn sonst würde es den Wörthersee in dieser Wasserqualität längst nicht mehr geben. Diese Ringleitung liegt am Boden des Wörthersees auf und führt die Abwässer aus zwölf Gemeinden über den Lendkanal zur Kläranlage."

Autor:

Christian Lehner aus Klagenfurt

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