Such-Teams mit zwei und vier Beinen

Karlheinz Riesenberger, hier mit seinem Hund Pandit, ist Präsident der ÖRD Einsatzorganisation für Rettungshunde und sucht neue Teams
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  • hochgeladen von Vanessa Pichler

KÄRNTEN. Werden Menschen vermisst, sind für deren Suche Hunde nicht mehr wegzudenken. Ihr sehr guter Geruchssinn führt top ausgebildete Rettungshunde und ihre menschlichen Partner zu Vermissten im Wald, im Schnee oder unter Trümmern. Solche eingespielten Teams aus Hund und Mensch findet man in den Reihen der Einsatzorganisation für Rettungshunde des Österreichischen Rettungsdienstes (ÖRD) mit Zentrale in Kärnten, Villach. Karlheinz Riesenberger, Präsident der Organisation: "In Kärnten bauen wir ein Team auf und suchen neue Mitglieder mit Hunden."

Spiel- und Beutetrieb

Etwa 16 "Pärchen" aus Mensch und Hund sind in Kärnten derzeit in Ausbildung. Eine optimale Basis ist, wenn ein interessiertes Team bereits erste Ausbildungen oder sogar IPO 1 bis IPO 3 absolviert hätte. "Denn da arbeitet der Hund bereits auf Beute, kennt schon Unterordnung und Fährtenarbeit", erklärt Riesenberger, der bereits 1980 mit der Arbeit mit Hunden angefangen hat und heute als Präsident für ca. 50 Teams in Österreich verantwortlich ist.
Geeignet ist jeder Hund ab einer Schulterhöhe von 35 Zentimeter, der sich durch Spiel- und Beutetrieb auszeichnet und eine sehr gute Nase hat. Aber auch der menschliche Part des Teams sollte gewisse Eigenschaften aufweisen. Riesenberger: "Offenheit, Ehrlichkeit, soziale Einstellung und - ganz wichtig - Kameradschaft. Die pflegen wir sehr intensiv, denn bei Einsätzen muss man sich aufeinander verlassen können."

Ausbildung bis zu drei Jahre

Steigt man in den Ausbildungszyklus des ÖRD ein, absolviert man dann als erste Prüfung einen Eignungstest für Flächensuche. Bei 90 Prozent der Einsätze handelt es sich um eine Flächensuche (z. B. im Wald), so Riesenberger. Später gibt es die "Fläche A"-Prüfung. "Da muss der Hund in der Mitte durch ein Gebiet von 20.000 Quadratmeter gehen und zwei Personen finden - in 15 Minuten." Bei der "Fläche B"-Prüfung vergrößert sich das Gebiet auf bis zu 35.000 Quadratmeter und bis zu drei Personen sind in 30 Minuten zu finden.
Bis zu drei Jahre dauert die Ausbildung von Mensch und Hund.

Prüfungsordnung vereinheitlichen

Der ÖRD hält sich also an die Internationale FC-Prüfungsordnung. Doch in Österreich und auch in Kärnten unterliegen Rettungsteams der verschiedenen Organisationen nicht derselben Prüfungsordnung. Das kritisiert Riesenberger: "Es wäre sehr wichtig, dies österreichweit zu vereinheitlichen."

Kostenlos anfordern

Bis die Kärntner Teams auch zu Einsätzen gerufen werden können, wird es noch etwas dauern. "Hat ein Team mindestens die A-Prüfung, gibt es noch eine interne ÖRD-Einsatzüberprüfung. An zwei Tagen werden zwei Flächensuchen und in der Nacht eine Wegsuche durchgeführt." Schafft das Team dies, sind Einsätze möglich. Die ÖRD-Rettungshundeteams können übrigens von Einsatzorganisationen und Privatpersonen angefordert werden - immer kostenlos.

ÖRD - Einsatzorganisation für Rettungshunde

Suchteams gibt es in Kärnten (Zentrale), Vorarlberg, Tirol, Nieder- und Oberösterreich. Ständige Trainings und Weiterbildungen garantieren top ausgebildete Teams.

Infos:
www.rettungshunde-org.at
Karlheinz Riesenberger: 0699/155 44 401
office@rettungshunde-org.at

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