Stadion Klagenfurt
Tauben fressen den Stadion-Rasen weg

Unfreiwillige Taubenfütterung und häufiger Anblick im neuen Klagenfurter Liga-Ersatzstadion: Die Tauben sind auf Futtersuche und fressen ständig die frisch gesäten Grassamen weg. "Ärgerlich, aber kein Drama", so Stadion-Geschäftsführer Gert Unterköfler.
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Das Gras im Ersatz-Stadion während For Forest wächst seit zwei Monaten nur langsam. Grund: Hungrige Tauben fressen ständig die Grassamen weg.

KLAGENFURT (vep). Es will einfach nicht so richtig wachsen, das Gras auf dem Rasen des Ersatzstadions, das für die Ausweichspiele des SK Austria Klagenfurt während des Projekts "For Forest" im Wörthersee-Stadion von der Bundesliga lizensiert wurde, die WOCHE berichtete. 
Das Problem: Das Ersatzstadion wird seit dem Frühling von besonders vielen hungrigen Tauben heimgesucht: Sobald Grassamen gesät werden, kommen sie und picken ihn auf. "Sie fressen natürlich nicht immer alles weg, aber dennoch ist es ärgerlich", sagt Stadion-Chef Gert Unterköfler auf Nachfrage der WOCHE. Die unfreiwillige Fütterung geht nun schon über knapp zwei Monate so dahin.

Netze bestellt 

Nun habe Unterköfler spezielle Netze bei der Strabag bestellt, die Licht- und Wasserdurchlässig sind und als Schutz über den Stadionrasen gelegt werden können, um den hungrigen Tauben einen Strich durch die Rechnung zu machen und den Samen Zeit zu geben, anzuwachsen. 
Ganz "Rasenlos" ist das Stadion freilich nicht, es wird auch bereits von der Akademie bespielt. Doch: "Ein richtig schöner Fußballrasen braucht drei- bis vier Wochen Zeit, um anzuwachsen", sagt Unterköfler. "Nach dem baldigen Saisonende wird der Rasen geschont und hat über den Sommer Zeit, sich zu erholen. Bis zum Herbst, wo wir ihn brauchen, werden wir einen schönen Rasen haben", sagt Unterköfler.

Kalte Temperaturen begünstigen Verhalten 

Das derzeit erhöhte Tauben-Gelage schreibt Unterköfler den kalten Temperaturen zu: "Sie finden auf den Äckern und ihren sonstigen Plätzen nicht so viel. Und erschwerend kommt hinzu, dass die Grassamen bei den niedrigen Temperaturen länger brauchen, um zu keimen und anzuwurzeln." 
Zwar habe man immer wieder mal beim Nachsäen der Grünflächen Probleme mit dem lieben Vieh, auffällig ist es aber in diesem (kalten) Frühling besonders. 

Fußballrasen-Pflege ist eigene Wissenschaft

"Die Mehrkosten durch das nun ständige Nachsäen halten sich aber in Grenzen und fallen nicht ins Gewicht. Insgesamt müssen wir einen Fußballrasen ohnehin während einer Spielsaison alle paar Tage nachsäen, sonst hätten wir keinen schönen Rasen", informiert Unterköfler. 
Die Rasenpflege erfolgt durch die eigens ausgebildeten Greenkeeper. "Düngen, säen, Bodenproben nehmen, Niederschläge beobachten, richtig wässern.. die Rasenpflege ist sehr aufwändig. In Spitzenzeiten muss der Rasen sogar bis zu drei Mal täglich gemäht werden", erläutert Unterköfler. 
Die Samen selbst sind eine Spezialmischung. "Fußballrasen ist besonders durchlässig, er schaut nur dicht aus. Denn Niederschläge müssen rasch versickern können. Für den Privatgebrauch wäre er völlig ungeeignet."

Rasenpflege ein Viertel des Budgets

Insgesamt mache die Rasenpflege des Stadions samt der dahinterstehenden "Manpower", also Personalkosten, rund 25 Prozent vom Gesamtbudget des Stadionbetriebes aus. "Das sind ca. 250.000 Euro im Jahr", konkretisiert Unterköfler. Betreut werden das Stadion, drei Außenplätze, ein Kunstrasen sowie die normalen Außenanlagen - insgesamt ca. 1,3 Hektar.

Unfreiwillige Taubenfütterung und häufiger Anblick im neuen Klagenfurter Liga-Ersatzstadion: Die Tauben sind auf Futtersuche und fressen ständig die frisch gesäten Grassamen weg. "Ärgerlich, aber kein Drama", so Stadion-Geschäftsführer Gert Unterköfler.
Gert Unterköfler im "Ersatz"-Stadion namens Karawankenblick, das im Februar von der Bundesliga lizensiert wurde, damit der SK Austria Klagenfurt seine Spiele während "For Forest" austragen kann
Autor:

Verena Polzer aus Klagenfurt

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