Psychiatrie neu
Tausend Tonnen Stahl für die Psychiatrie neu am Klinikum Klagenfurt

Gleichenfeier am Klinikum, Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie, u. a. mit LH-Stv. Beate Prettner und Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel
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  • Gleichenfeier am Klinikum, Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie, u. a. mit LH-Stv. Beate Prettner und Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel
  • Foto: Büro LH-Stv. Prettner
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Zwischenstand beim Neubau der Psychiatrie am Klinikum Klagenfurt: Gleichenfeier nach 1.000 verbauten Tonnen Stahl.

KLAGENFURT (chl). Tausend Tonnen Stahl, 10.000 Kubikmeter Beton und 700 Kilometer Gesamt-Hubhöhe wurden seit dem Spatenstich vor elf Monaten verbaut. Die Rede ist von der neuen Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Klagenfurt. 42 Millionen Euro fließen in die Psychiatrie, informieren Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheits-Referentin Beate Prettner und Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel.
Zum Baubeginn sprach Prettner vom "Start für eine neue psychiatrische Versorgungsstruktur in Kärnten". Bei der Gleichenfeier in der Vorwoche unterstrich sie: „Die neue Psychiatrie wird das Sinnbild sein für eine neue Form gelebter psychiatrischer Behandlungen. Sie wird über eine Beobachtungsstation, über Akutstationen und Regionalstationen sowie über Therapiewohnungen verfügen. Außerdem wird es eine Tagesklinik mit 15 Betten geben und eine Alterspsychiatrie.“

Zweieinhalb Mal Eiffelturm

Bauherrenvertreter Jürgen Schratter veranschaulichte die Dimensionen des Neubaus: „Stahl und Beton entsprechen einem Gesamtgewicht von zweieinhalb Mal dem Eiffelturm. Die rund 30.000 Kranhübe entsprechen einer Gesamt-Hubhöhe von 700 Kilometern, also der Strecke Wien-Berlin.“
Die Ausschreibungen für die Bauleistungen erfolgten EU-weit, Kabeg-Vorstand Gabriel betont: „Rund 70 Prozent des Auftragsvolumens erging an Kärntner Firmen bzw. Firmen mit Kärntner Niederlassung und regionalen Mitarbeitern.“ 
Das Gebäude wird 148 Betten aufweisen. „Pro Station werden maximal 20 Patienten betreut. „Es wird getrennte Zugänge für akute, geplante und ambulante Patienten geben. Zudem werden so genannte Regionalstationen aufgebaut. Das heißt: Die Patienten werden nach Regionen betreut. Damit ist einerseits die Kontinuität in der Behandlung bei Wiederaufnahmen gewährleistet – man spricht dabei von Bezugspflege. Andererseits wird die Vernetzung mit externen Einrichtungen wie Sozialarbeitern oder Fachärzten verbessert.“ Die Therapieangebote seien mit einer Reha-Klinik vergleichbar.

Übersiedlung Ende 2021

Die Übersiedlung der „alten“ Psychiatrie sei für Ende 2021 vorgesehen, danach werden die ausgedienten Gebäude abgerissen und die frei gewordenen Flächen begrünt. „Das Projekt soll im Jahr 2022 abgeschlossen werden“, berichtet Gabriel.
Übrigens: Parallel zur Psychiatrie am Klinikum wird jene im LKH Villach auf 96 Betten erweitert. „Psychische Erkrankungen sind keine Randerscheinungen. Sie gehören heutzutage zum Alltag. Bis 2030 werden psychische Erkrankungen weltweit das häufigste Krankheitsbild sein. Sie machen vor keinem Geschlecht Halt und vor keiner Altersgruppe“, erklärt Gesundheitsreferentin Prettner. „Eine Gesundheitspolitik, die vorausschauend denkt, muss für diese Herausforderung gerüstet sein. Das neue Psychiatrie-Gebäude ist Ausdruck für genau dieses vorausschauende Handeln.“

Autor:

Christian Lehner aus Klagenfurt

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