Teure Flucht vor Schießerei

Hier wollte Brigitte Podlucky in Frieden leben. Doch da war der Schießlärm.
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VIKTRING (mk). Der Streit rund um die Schießstätte nahe des Treimischer Teiches ist eine endlose Geschichte. Erst kürzlich fand eine neuerliche Verhandlung vor dem Bezirksgericht statt, jetzt werden neuerlich ein Lärmgutachten und ein medizinisches Gutachten eingeholt. Ende April kommt es zur nächsten Verhandlung.

Verhärtete Fronten

Die Stimmung zwischen Schützen und der Bürgerinitiative "Stoppt den Schießlärm in Viktring" ist mehr als schlecht. Wie sehr die Schüsse die Lebensqualität von Anrainern schmälern, zeigt das Beispiel von Brigitte Podlucky. Sie und ihr Lebensgefährte hatten für 500.000 Euro ein traumhaftes Penthaus mit direktem Blick auf den See erworben. Die Besichtigung fand im Winter statt, als die Waffen ruhten: "Im August, einen Tag nach der Schlüsselübergabe wurde uns aber klar, dass dieser Lärm nicht auszuhalten ist. Es war die Hölle. Wir sind aus unserem Paradies vertrieben worden."

Teurer Rechtsstreit

Es folgte ein teurer Rechtsstreit um die Rückabwicklung des Kaufes. Letztendlich mit Erfolg, doch das Paar musste rund 80.000 Euro dafür berappen. Die Angestellte arbeitet zwar noch in Klagenfurt, wohnt mittlerweile aber im Gurktal im Haus ihrer Eltern - ohne Schießlärm. Die übrigen Anrainer bleiben unter Dauerfeuer.
Wie es weitergeht ist ungewiss. Seitens der Stadt betont der zuständige Referent Stadtrat Jürgen Pfeiler, dass eine Lösung bereits gefunden worden wäre. Mit Investitionen in Höhe von über 700.000 Euro wollte man die Schützenvereine an einem Ort zusammenführen. Der Schützen- und Sportverein Sponheim Viktring (SSV) lehnte aber ab. Der Anwalt des Vereins, Konrad Burger-Scheidlin, behält sich alle Optionen offen: "Es ist auch eine außergerichtliche Lösung möglich."

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