Klagenfurter Markt
Unlauteren Standlern wird jetzt auf die Finger geschaut

Hinter den roten Pagoden mehrere Reihen mit Bierbänken, die bestens angenommen werden.
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  • Hinter den roten Pagoden mehrere Reihen mit Bierbänken, die bestens angenommen werden.
  • Foto: RMK
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Unlauterer Wettbewerb und illegale Gastronomie am Markt? Bürgermeister Scheider kann Ausschluss von Unbelehrbaren nicht ausschließen.

KLAGENFURT. Es ist ein Thema, das die Gastwirte am Markt und in Marktnähe seit Jahren aufregt: Ein paar Standler schenken günstigen Wein aus und bieten Teller mit Speisen an, während Gastronomen teure Mieten zahlen und jedes ausgeschenkte Getränk besteuern müssen. Die Stadt Klagenfurt kennt das Problem, gelöst wurde es bisher nicht. In einer Presseaussendung der Wirtschaftskammer befeuert Markus Polka das Dilemma und ergreift für die Gastronomen Partei. Der Klagenfurter WK-Bezirksstellengeschäftsführer ist der Ansicht, dass einige wenige Standler hier illegale Gastronomie betreiben. Gemeint sind Standinhaber, die nicht nur Essen und Trinken ausgeben, sondern auch einen Gastgartenbereich eingerichtet haben. „Das verstößt nicht nur gegen die Marktordnung, sondern gegen ein Bundesrecht“, erklärt Polka. „In der Gastronomie obliegen wir etlichen Auflagen und können durch unsere Gastgewerbeberechtigung Qualität, Hygiene und Sicherheit gewährleisten. Jeder sollte unter den gleichen Voraussetzungen arbeiten und solche schwarzen Schafe ärgern mich besonders. Sie bringen die gesamte Branche in Verruf und sorgen auch unter den Marktfieranten für Unmut“, sagt WK-Gastronomieobmann Stefan Sternad. Ein weiter Vorwurf von Polka und Sternad: die gemeinten Marktfieranten kontrollieren die 3G-Regeln nicht und verstoßen so gegen Coronaauflagen. "Die Personen, die in diesem Fall gemeint sind, kontrollieren weder die 3G-Regelung, noch achten sie auf ausreichend Abstand und verlangen auch keine Regis-trierung", heißt es in der Aussendung.

Droht Platzverlust?

Bürgermeister und Marktreferent Christian Scheider (TK) kennt die Problematik und will eine einvernehmliche Lösung finden. "Wir haben mit den Marktfieranten Kontakt aufgenommen und eine kleine Informationsveranstaltung gemacht. Ich will, dass die Leute das Gefühl haben, dass alle gleich behandelt werden und die Richtlinien, die die Marktordnung vorgibt, auch eingehalten werden", sagt Scheider. Er will den unlauteren Wettbewerb abstellen. "Die Auflagen sind einzuhalten. Wenn sich jemand nicht daran hält, wird er ermahnt, dass er sich im Sinne der Gemeinschaft zu verhalten hat. Wenn er das zweimal macht, kommt es zu einer weiteren Ermahnung. Wer glaubt, sich an keine Regeln halten zu müssen, wird mit Konsequenzen konfrontiert", so Scheider. Die Kontrolle hat Marktdirektor Alexander Adamitsch über. "Es gibt beim Ausschank keine Ausnahme, er (Anm.: ein Weinhändler) muss sich daran halten, wie jeder andere", so Scheider. Die letzte Konsequenz für Unbelehrbare: sie verlieren ihren Marktstandplatz. "Das will ich aber verhindern, da der gemeinte Weinhändler beliebt ist", sagt Scheider.

Man brachte den Wein

Bei einem Lokalaugenschein der WOCHE wird klar: Zwei Marktfieranten haben wieder ihre provisorischen Gastgärten, teilweise mit mehreren Reihen Bierbänken, die bestens besetzt sind, aufgestellt, einer der Marktfieranten fordert die Marktbesucher offensiv zum "Proseccotrinken" auf, etliche Marktbesucher machen von dem Angebot Gebrauch. Der Wein und der Prosecco scheinen zu munden, fragt sich nur wie lange noch.

Hinter den roten Pagoden mehrere Reihen mit Bierbänken, die bestens angenommen werden.
"Kommen Sie Prosecco trinken!" ruft ein Standler lauthals in der Kaufmanngasse am Markttag aus. Der provisorische Gastgarten ist gut besetzt.
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