Viktring: Aufrüsten für Kinder und Jugendliche nun wichtig

Das neue Viktring wächst. Mit 1.1. 2017 leben hier 9.200 Personen, seit 2007 sind es 1.594 Personen mehr geworden.
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  • Das neue Viktring wächst. Mit 1.1. 2017 leben hier 9.200 Personen, seit 2007 sind es 1.594 Personen mehr geworden.
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VIKTRING. Viktring ist ein stark wachsender Stadtteil, vor allem Jungfamilien zieht es dorthin. Entsprechend muss hier die Infrastruktur adaptiert werden, um den Bedürfnissen der Viktringer gerecht zu werden. „Ein großer Wurf ist nun der Neubau des Kindergartens in Viktring“, sagt SPÖ-Gemeinderätin (GR) Michaela Ambrozy. „Er ist sehr alt und stößt an seine Kapazitätsgrenzen, da Viktring ein Zuzugsgebiet für Jungfamilien ist.“ Im Stadtsenat wurde bereits ein Grundsatzbeschluss zur Weiterentwicklung dieses Kindergartenstandortes gefasst, der Neubau sei laut Ambrozy nun in der Planungsphase. Derzeit wird geprüft, welcher Standort in Frage kommt.
Wie Ambrozy sieht auch der ÖVP-Sektionschef für Viktring, Manfred Jantscher, den Bedarf an zusätzlichen Kinderbetreuungsangeboten gegeben – neben dem Kindergarten vor allem im Kleinkindbereich. Laut StR Ruth Feistritzer sei beim Neubau des Kindergartens angedacht, das Kleinkindangebot zu erweitern. Derzeit wird im KiGa eine Krabbelgruppe der Stadt angeboten.

Sichere Schulwege

Die Sicherheit am Schulweg ist Michaela Ambrozy, die als Kindergartenpädagogin arbeitet, ebenso ein großes Anliegen. Wie etwa ein Zebrastreifen bei der Ferdinand-Wedenig-Straße, für den sie sich aktuell einsetzt, oder die Fortführung der Beleuchtungsoffensive. "Im Tiroler- und Bayernweg und im Illyrerweg sind zum Beispiel viele Schüler unterwegs, da diese Straßen weiter zu Keltenstraße führt, die sie dann überqueren müssen, um zum Radweg oder Bus zu kommen", so Ambrozy.

Bushaltestellen adaptieren

A propos Keltenweg: Für Ambrozy ist wichtig, bei der Umsetzung der Keltenstraßenlösung auch den öffentlichen Verkehr zu berücksichtigen. "In der Keltenstraße, aber auch ganz wichtig in der Gendarmeriestraße wäre eine bessere Anbindung der Wohnungen an die Busse wichtig", so Ambrozy.

Anrainerzufahrt zur Verkehrsberuhigung

In punkto Verkehr sieht auch Jantscher noch weiteren Verbesserungsbedarf, wie etwa entlang der Feuerbachstraße, die zum Kanonenhof führt. "Das ist leider ein beliebter Schleichweg." Es bestehe in diesem Bereich bereits ein LKW-Fahrverbot, jedoch, so Jantscher: "Es halten sich nicht alle daran. Ich könnte mir deshalb zur weiteren Verkehrsberuhigung eine reine Anrainerzufahrt vorstellen."

Polizeiposten könnte wackeln

Sicherheit ist auch ein wichtiges Thema für FPÖ-Ortsparteiobfrau Sabine Jäger. Sie sagt: „Sollte der Polizeiposten am Bahnhof wieder aufsperren, ist angedacht, jenen in Viktring zu schließen. Angesichts des starken Bevölkerungswachstums und der Entfernung der nächsten Wache muss er unbedingt erhalten bleiben.“

Kein Angebot für die Jugend

Viktring verfügt bereits über eine gute Infrastruktur in Punkto Handel und Ärzteversorgung. Was laut Jäger allerdings fehle, sei ein Angebot für die Jugend: „Es wurde schon häufiger versucht, einen Youthpoint zu installieren – bislang erfolglos. Auch der wirklich sehr gut genutzte Youthpoint-Shuttlebus wurde eingestellt.“
Schon seit vielen Jahren gibt es ein Freizeitpark-Konzept für Viktring, auch die Grünen forderten kürzlich wieder dessen Umsetzung. Jäger: „Das Grundstück ist bereits dafür gewidmet und könnte im Zuge der Keltenstraßenlösung umgesetzt werden. Allerdings sollen dort meines Wissens nun Gemeinschaftsgärten entstehen.“ Auch eine Freilaufzone für Hunde vermisst Jäger in Viktring. "Jeder Stadtteil verfügt über so eine Zone, in Viktring fehlt das bis dato."

Gemeindezentrum sanieren statt zusperren

Auch die Sanierung des Gemeindezentrums liegt Jäger am Herzen: "Es wird von vielen Viktringern, wie Pensionisten, der Feuerwehr, aber auch für Kinderfaschingsbälle genutzt, entsprechend sollte das in die Jahre gekommene Gebäude saniert werden." Jäger habe nun schon mehrmals das Gerücht aufflackern gehört, dass das Gebäude geschlossen werden soll. "Aber gerade in einem so stark wachsenden Stadtteil wie Viktring ist ein Gemeindezentrum wichtig", sagt Jäger.

Sport- und Freizeitachse

Eine sportive Freizeitgestaltung schwebt dem ÖVP-Sektionschef für Viktring, Manfred Jantscher, vor: Er möchte eine Sport- und Freizeitachse zwischen Viktring und dem Stadion schaffen. „Mit der geplanten Tieferlegung der Sattnitz könnte das mitberücksichtigt und die Sattnitz als Erholungsgebiet reaktiviert werden. Von einem zusätzlichen Ausbau an Sportangeboten im Stadion könnten dann sowohl die Viktringer als auch die Waidmannsdorfer profitieren“, so Jantscher.
Eingesetzt hat sich die ÖVP auch für den Lückenschluss des Radwegnetzes in die Stadt. Jantscher: „Vor allem auf der Hauptstraße im Bereich der Kropfitsch-Mühle ist das zum Beispiel wichtig.“

Verkehr bei Schulen adaptieren

Bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit sind Grüne-GR Karin Ruppert vor allem die Schulen ein großes Anliegen: „Um die Schulen, und Viktring ist ein Schulstandort, ist die Verkehrslösung nicht optimal. Die Zubringung der Kinder genauso wie die Bus-Anschlüsse, vor allem jene ins Keutschacher Seental müssten dringend adaptiert werden.“
Zur Verkehrsberuhigung hat die GR eine 30er-Beschränkung von der Ortseinfahrt Viktring aus Keutschach kommend bis zum Beginn der Rotschitzenstraße gefordert. "Hier gehen immer sehr viele Kinder und Schüler entlang, aber ich bin nicht sicher, ob das wirklich durchsetzbar ist", so Ruppert. Ebenso gefährlich sei die Verkehrssituation rund um das Gemeindezentrum, wo auch die Apotheke und Libro angesiedelt sind. "Dass hier nicht mehr passiert, wundert mich. Aber die Situation ist durch die Parkplätze auf der Straße sehr unübersichtlich für die Autofahrer, diese müssen höllisch aufpassen. Und Kinder sind hier natürlich auch immer präsent", sagt Ruppert.

Aus dem Dornröschenschlaf holen

Zudem bringt Ruppert nun einen Antrag für die Entwicklung eines einheitlichen Orts- und Verkehrskonzeptes im Gemeinderat ein. Denn: „Viktring ist ein Fleckerlteppich, da es so stark wächst. Es gibt einen alten Stadtkern rund um das Gemeindezentrum und die neuen Teile. Es muss eine gesamtheitliche Lösung her. Auch, um das Wir-Gefühl in Viktring zu stärken. Die Identifizierung ,wir sind Viktringer' ist meines Erachtens nicht vorhanden", so Ruppert. Das liege auch daran, dass es keinen durchdachten, attraktiven Stadtkern gebe, wo sich die Anwohner treffen könnten. "Viktring wächst und wird auf dem Reißbrett geplant. Ein großes Ganzes sehe ich hier aber nicht, deshalb mein Antrag, ein einheitliches Konzept entwickeln zu lassen", sagt die Grüne-GR. Das könnte auch durchaus zur Belebung des Ortsteils beitragen, denn Viktring ist nach Rupperts Ansicht eine "Schlafstadt". "Der Vorteil Viktrings, in Stadtnähe große Ruhe zu haben, ist gleichzeitig auch sein Nachteil. Ruppert erläutert: "Viktring ist verschlafen, die Menschen wohnen hier zwar, aber Gemeinschaftsleben im öffentlichen Raum gibt es kaum."

Autor:

Verena Polzer aus Klagenfurt

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