Vor Start: Sorge um ,Burnout‘ bei Sheriffs

von Katja Juliane Auer

Wie die WOCHE in der Vorwoche berichtete, häufen sich in Klagenfurt die Beschwerden über freilaufende, jagende Hunde. Besonders akut sei die Situation im Osten Klagenfurts, im Bereich der Magna-Grundstücke.

Strenge Kontrolle gefordert
Klagenfurts Jäger fordern nun eine strengere Kontrolle der Leinenpflicht durch das geplante Ordnungsamt, das ab Herbst auf Streife gehen soll.
Laut einer Studie des Magistrats sei nur einer von fünf Hunden angeleint. Das Ordnungsamt soll, so die Forderung der Jäger, auch die Leinenpflicht in den Wäldern rund um Klagenfurt kontrollieren.
Kritik gibt es von Vzbgm. Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ), die nun einen klaren Aufgabenkatalog des Ordnungsamts fordert: „Es braucht einen klar formulierten Aufgabenkatalog und nicht jeden Tag eine neue Idee, was man den Mitarbeitern noch aufhalsen kann.“
Den Vorschlag, die Leinenpflicht auch in den Wäldern zu kontrollieren, kontert Mathiaschitz: „Dies könnte eine Aufgabe der Bergwacht sein, die dies gerne kontrollieren würde, jedoch nicht darf.“

Kontrolle im Stadtgebiet
Wolfgang Germ, zuständiger FPK-Stadtrat hierzu: „Es gibt ein Jagd- und Forstgesetz, es gibt auch die Bergwacht. Das lasse ich noch offen. Ich glaube, dass sich das Ordnungsamt wirklich in den Park- und Grünanlagen sowie auf Spielplätzen im gesamten Stadtgebiet einsetzen soll.“ Klagenfurt hat drei Hundefreilaufzonen.

„Leine und Maulkorb sind laut Gesetz mitzuführen“

Gerhard Pöllinger, Strafrichter am Landesgericht Klagenfurt und „Hunderichter“, nimmt zur Leinenpflicht Stellung:

„Kampfhund gibt es nicht“
Den „Kampfhund“ schlechthin gibt es nicht. Eine der führenden Veterinärgenetikerinnen Österreichs betont in nachvollziehbarer Anzweiflung der Sinnhaftigkeit von „Kampfhundelisten“, dass die Gefährlichkeit nicht in einer Rasse gelegen sein kann, sondern richtigerweise ausschließlich in einer Definition von auffälligen Hunden als gefährlich resultieren sollte und in aller Regel dieses Problem „am anderen Ende der Leine ist“, wie sie es trefflich formuliert. Auch die von Politikern dargelegte Erläuterung, dass nach dem geltenden Landessicherheitsgesetz (LGBl 74/1977 i.d.F. 44/2011) Hunde in der Öffentlichkeit generell an die Leine gehören, ist falsch und widerspricht einer artgerechten Hundehaltung. Richtig ist, dass an Orten, an denen erfahrungsgemäß mit einer größeren Anzahl von Menschen, Tieren oder Verkehrsmitteln gerechnet werden muss sowie in frei zugängigen Teilen von Häusern, Hunde so an der Leine geführt werden müssen, dass eine jederzeitige Beherrschung des Hundes gewährleistet ist („Leinenzwang“).

Leine und Maulkorb
Gegenteilig betont das Gesetz an gleicher Stelle, dass außerhalb eingefriedeter sonstiger Grundflächen, Leine oder Maulkorb mitzuführen sind.

Foto: pixelio/knipseline

Autor:

Katja Kogler aus St. Veit

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