Open-Air-Gastronomie
Winter-Gastgärten in Kärntens Städten kein Problem

Die WOCHE hat sich in den 17 Kärntner Städten umgehört. Ermöglichen sie den Wirten über den Winter, Gastgärten zu betreiben? Fallen Gebühren an?
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Die WOCHE hat sich in den 17 Kärntner Städten umgehört. Ermöglichen sie den Wirten über den Winter, Gastgärten zu betreiben? Fallen Gebühren an?

KÄRNTEN. Klagenfurt und Villach haben es vorgemacht: Gastgärten dürfen hier auch im Winter betrieben werden. Eigentlich würden die meisten Sitzgärten nämlich demnächst zusperren.
Es gibt nun auch eine Förderung für wintertaugliche Sitzgärten (siehe Link ganz unten). Wie sieht es in den Kärntner Städten aus? Ist Open-Air-Gastronomie im Winter möglich?

Klagenfurt Stadt

In Klagenfurt können alle bestehenden Gastgärten bis Juni 2021 unkompliziert weitergeführt werden. Die Unternehmer müssen sich nur kurz (z. B. per E-Mail) bei der Stadt melden, dass sie ihre Gastgärten weiterhin betreiben wollen. Bis Juni 2021 fällt keine Gebühr an, danach erfolgt ein neuerlicher Beschluss.

Villach Stadt

In Villach wird die Regelung zur Vergrößerung der Gastgärten ohne gesonderte Verrechnung bis 31. März 2021 verlängert. Die Tarife für die Sondernutzung von öffentlichem oder privatem Gut der Stadt waren bis 31. August 2020 ausgesetzt, seit 1. September fallen nur 50 Prozent der Tarife an. Angepasst werden die Mieten für Gastgarten-Flächen am Rathausplatz und in der Rathauspassage.

Klagenfurt Land

Ferlach ist die einzige Stadtgemeinde im Bezirk. Hier heißt es von Bürgermeister Ingo App´é: "Die Gastwirte entscheiden selbst. Wenn sie verlängern wollen, dürfen sie es. Auch Kosten fallen keine zusätzlichen an."

Bezirk St. Veit

In St. Veit wird derzeit noch der Bedarf für den Betrieb von Gastgärten abgeklärt. Aber es gibt Pläne in diese Richtung. Stadtgemeinde, Gastronomie, Kaufmannschaft und Stadtmarketing feilen an einem Weihnachtskonzept.  „Lust auf Weihnacht“ soll die Fortsetzung der heuer im Sommer gestarteten, erfolgreichen Reihe „Lust auf Innenstadt“ sein. Da sind auch winterfeste Sitzgarten-Flächen im Freien geplant.

In Althofen heißt es: "Von Seiten der Stadt spricht nichts dagegen, die Wirte dürfen unter Einhaltung der geltenden Covid-19-Bestimmungen ihre Sitzgärten offen halten." Verrechnet wird nichts.

Der Friesacher Gemeinderat hat Anfang Oktober beschlossen, dass die Gastwirte von 16. Oktober bis 14. Mai (8 bis 22 Uhr) ihre Gastgärten betreiben dürfen. Im Winter werden dafür keine Gebühren verrechnet.

In Straßburg können die Wirte die Sitzgärten auch über den Winter nutzen. Gastgarten-Gebühren fallen bis auf Weiteres keine an.

Feldkirchen

In Feldkirchen können Gastgärten generell ganzjährig genutzt werden. Es gelten Tarife für Sommernutzung (April bis Oktober) wie Winternutzung (November bis März), nämlich monatlich 1,70 Euro pro Quadratmeter Gastgarten im Sommer und 0,85 Euro im Winter.

Die WOCHE hat sich in den 17 Kärntner Städten umgehört. Ermöglichen sie den Wirten über den Winter, Gastgärten zu betreiben? Fallen Gebühren an?
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Bezirk Wolfsberg

In der Stadt Wolfsberg müssten die Gastgärten laut geltender Verordnung mit 31. Oktober schließen. Doch Bürgereister Hannes Primus hat letzte Woche per dringender Verfügung eine Verordnung erlassen, dass sie auch von 1. bis 8. November (8 bis 24 Uhr) betrieben werden dürfen. Am 5. November entscheidet der Gemeinderat, ob eine Verordnung beschlossen wird, die einen Betrieb ab 9. November ganzjährig gestattet. Den Winterdienst müssen die Betreiber auf der Gastgarten-Fläche selbst durchführen. Dazu wird eine eigene Vereinbarung mit ihnen abgeschlossen. Gebrauchsabgaben für Gastgärten auf öffentlichem Gut entfallen laut Gemeinderatsbeschluss von Mai bis 31. Dezember 2020.

In St. Andrä hätte bisher kein Gastronom einen Antrag auf einen Winter-Gastgarten gestellt. Sollte einer eintreffen, werde er "wohlwollend behandelt", heißt es. Kosten würden dafür keine anfallen.

Auch in Bad St. Leonhard ist noch kein Ansuchen um Genehmigung eines Winter-Gastgartens eingelangt. Kommen welche herein, werden diese behandelt und abgeklärt, ob es etwa Auflagen für die Nutzung von öffentlichem Straßengrund gibt. Ordnungsgemäße Schneeräumung und Anrainerschutz müssen gewährleistet bleiben. Die Gebühren richten sich nach der geltenden Gebrauchsabgaben-Verordnung und sind von der Größe der beanspruchten öffentlichen Fläche abhängig

Bezirk Völkermarkt

Für Völkermarkt erklärt Bürgermeister Markus Lakounigg: "Wir haben das Thema schon vor einigen Wochen im Stadtrat besprochen und die Winter-Gastgärten für die Gastronomie freigegeben, uns aber noch nicht über Gebühren erhalten. Ich denke aber schon, dass wir auch über die Wintermonate unseren Gastronomen bestmöglich entgegenkommen können, wie wir das schon für die normalen Gebühren gemacht haben."

Drei Betriebe haben in Bleiburg eine Genehmigung fürs Aufstellen von Winter-Gastgärten: Brauhaus Breznik, Werner Berg Geniesserei und Karo's Cafe. Weitere Genehmigungen müssen individuell beantragt werden. Man erwartet aufgrund der Corona-Bestimmungen keine große Nachfrage, da Veranstaltungen ohnehin stark eingeschränkt werden. 
Der Tarif: 0,05 Euro pro Quadratmeter Gastgarten-Fläche pro Aufstelltag. 

Bezirk Spittal

In Spittal können Gastwirte den öffentlichen Raum für ihre Gastgärten über den Winter kostenlos nutzen. Bereits seit dem 16. Oktober wird in der Lieserstadt dafür keine Taxe mehr verlangt. Die freie Nutzung läuft bis Ostern (5. April 2021). Die Stadtgemeinde Spittal stellt den Wirten auf Anfrage auch gerne Holzhütten für ihre Gastgärten zum Ausschank zur Verfügung. "Da das Weihnachtsdorf im Stadtpark heuer Corona-bedingt kleiner ausfallen wird, werden nicht alle 28 Hütten benötigt“, berichtet Bürgermeister Gerhard Pirih.

In Radenthein wird den Wirten der öffentliche Bereich für ihre Gastgärten zu jeder Jahreszeit kostenlos zur Verfügung gestellt. „Das ist die Unterstützung der Gemeinde für unsere Wirte“, verrät Bürgermeister Michael Maier. Die Sperrstunde ist 22 Uhr. Sollte ein Gastwirt seinen Gastgarten aufgrund der Corona-Situation erweitern wollen, kann er sich gerne an die Stadtgemeinde Radenthein wenden.

In Gmünd ist das Thema Winter-Gastgärten bisher noch kein Thema gewesen. Bei der Gemeinde liegen dafür keine Ansuchen auf. Derzeitiger Plan ist, die Außenbereiche Ende Oktober bzw. Mitte November zu schließen. „Es gibt darüber hinaus noch keine Anträge. Sollten für den Winter Anfragen für den Betrieb von Gastgärten hereinkommen, dann wird es grundsätzlich machbar sein. Ob die Nutzung der öffentlichen Flächen für die Gastgärten in Form einer Wirtschaftsförderung gratis ist oder ob wie im Sommer eine geringe Gebühr fällig ist und wie lange die Regelung läuft, ist dann eine Entscheidung der Politik“, weiß Gmünds Amtsleiter Christian Rudiferia.

Hermagor

Gastronomie-Betriebe, die Sitzgärten auf Gemeinde-Grund betreiben, haben die Möglichkeit, dies auch in den Winter-Monaten in Hermagor zu tun – im Rahmen der Öffnungszeiten bis 23 Uhr. Dafür hebt die Stadtgemeinde Hermagor keine Gebühr ein. „Das ist unser Beitrag, um der Gastronomie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wenig Rückenwind zu verschaffen“, argumentiert Bürgermeister Siegfried Ronacher (SPÖ).

Landesförderung für Winter-Open-Air-Gastronomie
Die WOCHE hat sich in den 17 Kärntner Städten umgehört. Ermöglichen sie den Wirten über den Winter, Gastgärten zu betreiben? Fallen Gebühren an?
Die WOCHE hat sich in den 17 Kärntner Städten umgehört. Ermöglichen sie den Wirten über den Winter, Gastgärten zu betreiben? Fallen Gebühren an?
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