Wird Anstich verboten?

Grünen-Stadträtin, Andrea Wulz, über Gebührenlawinen, den Vekehr und das leidige Hallenbad.

Eine regelrechte Belastungslawine rollt auf die Bürger der Stadt zu: Erhöhung der Friedhofsgebühren, Parkgebühren in der gesamten Stadt usw. – wie stehen Sie dazu?
WULZ: Vieles sind Fehler aus der Vergangenheit und sind aus Furcht vor politischen Aufschreien nicht angepasst worden. Am Anfang bis Mitte der Periode kann man gestalten, zum Ende hin kann man nichts mehr erhöhen. Es wurde vielfach vergessen, Indexanpassungen zu machen. In manchen Bereichen ist ein Nachziehen sicher auch notwendig.

Betreffend das Alkoholverbot am Alten und Neuen Platz fordert der Caritas-Präsident, Viktor Omelko, dass alkoholkranken Menschen geholfen wird. Wie sehen Sie das?
Momentan haben diese Menschen noch ein Dach über dem Kopf und Essen. Sie müssen noch nicht auf der Straße leben. Wenn die Leute am Alten oder Neuen Platz sind, fallen sie natürlich auf und die Menschen, die in der Wohlstandsgesellschaft leben, halten diesen Anblick anscheinend nicht aus. Ich finde das schon arg, dass man dann sagt, sie sollen verschwinden. Da muss man sich schon fragen, was das für eine Gesellschaft ist. Wir Politiker sind immer bei Eröffnungen und da gibt es immer einen Bieranstich und Schnaps – dann müsste man das auch verbieten.

Die Krawalle in England und Berlin erschüttern Europa – kann man Klagenfurt und Kärnten ganz unabhängig davon betrachten?
Die Entwicklung in Klagenfurt kann man nicht abgekoppelt von dem Weltgeschehen betrachten. Klagenfurt bzw. das Land Kärnten bietet für die Jugendlichen wenig Perspektiven. Klagenfurts Geburtenentwicklung ist nur positiv aufgrund der Migrantinnen.

Noch immer sind Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert. Wäre eine Quotenregelung nicht sinnvoll?
Für uns Grünen ist die Quotenregelung selbstverständlich. Wenn es zwei Bewerber gibt, dann hat die Frau den Vorzug. Alle anderen politischen Parteien haben das aber nicht. In vielen Betrieben gibt es Frauenförderprogramme aber das hängt natürlich von der Philosophie der Firma ab.

Wie besorgt sind Sie über die aktuelle Vekehrssituation in Klagenfurt, auch in Hinblick auf die Busverbindungen?
Die Bevölkerung hat das Recht, rasch und sicher von A nach B zu kommen. Die Stadt Klagenfurt macht den Verkehr betreffend einen Rückschritt. Alle Beschlüsse der letzten Zeit haben zu einer Verschlechterung des Bus-Netzes geführt und sind nicht kundenfreundlich.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Fortschritt der Hallenbadentscheidung?
In der Jännersitzung hat Bürgermeister Christian Scheider eine Chance verabsäumt. Da er mit FPK, ÖVP und die Grünen eine Mehrheit hatte, hätte er diesen Beschluss herbeiführen können. Das ist vergeigt worden, und die Ostbucht war vollkommen vom Tisch. Jetzt plötzlich ist sie wieder im Rennen. Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum es eine Volksbefragung geben sollte. Warum tänzelt die FPK so herum? Entweder ich habe eine oder keine Meinung .

Katja Juliane Auer
Foto: Auer

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