Schwerpunkt Lehre
„Corona verhindert nicht die Lehrlingsausbildung“

Im Gespräch mit Jugendlichen: Landeshauptmann-Stellvertreterin und Lehrlingsreferentin Gaby Schaunig (SPÖ)
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  • Im Gespräch mit Jugendlichen: Landeshauptmann-Stellvertreterin und Lehrlingsreferentin Gaby Schaunig (SPÖ)
  • Foto: Büro LHStv. Schaunig
  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

512 offene Lehrstellen sind aktuell in Kärnten registriert. Einhelliger Tenor der Experten: Bereitschaft zur Ausbildung von Lehrlingen ist ungebrochen.

KÄRNTEN. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen zu einem Irrglauben in der Bevölkerung. „Viele denken, es gibt wegen der angespannten Situation am Wirtschaftsmarkt keine Lehrstellen“, berichtet Landeshauptmann-Stellvertreterin und Lehrlingsreferentin Gaby Schaunig (SPÖ) im Gespräch mit der WOCHE Kärnten.

Junge Menschen ermuntern

Genau das Gegenteil ist der Fall: Aktuell sind 512 offene Lehrstellen in Kärnten beim Arbeitsmarktservice gemeldet. „Vor allem in den Bereichen Bau- und Baunebengewerbe, Tourismus und Handel“, fasst Schaunig zusammen. Sie fügt hinzu: „Corona verhindert nicht die Lehrlingsausbildung. Wir müssen junge Menschen ermuntern, sich zu bewerben.“

Entscheidung fürs Leben

Die Gründe dafür sind auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. „Die Berufsorientierung an Schulen – Schnuppertage und Praktika – war im Frühjahr in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen leider nicht in gewohnter Form möglich“, blickt Schaunig zurück. Solche Wegweiser sind als Kompass jedoch unerlässlich, weil junge Menschen eine Entscheidung fürs Leben treffen.

Rückgrat der Wirtschaft

Lehrlinge sind, so Schaunig, das Rückgrat unserer Wirtschaft: „Ohne ausgebildete Fachkräfte gibt es keinen funktionierenden Wirtschaftsraum.“ Gut ausgebildete Facharbeiter sind die wirksamste Wirtschaftsförderung. Das Land Kärnten unterstützt daher mit diversen Förderprogrammen die Lehrausbildung und die Lehrlinge direkt.

Lehrlinge im Landesdienst

Das Land Kärnten geht selbst mit gutem Beispiel voran und bildet aktuell 81 Lehrlinge in Verwaltung, Finanz- und Rechnungswesen, Labortechnik, Garten- und Grünflächen-Gestaltung, Sportadministration oder Straßenerhaltung und Tiefbau in Doppellehre aus. 36 davon begannen gerade die Lehre. Lehrlinge im Landesdienst absolvieren ebenso Pflichtpraktika bei Unternehmen in der Privatwirtschaft – auch im Ausland.

Lehre kombinieren

Eine Lehre bietet viele Möglichkeiten, etwa eine Lehre nach Matura oder eine Lehre in Kombination mit einem Studium. Darüber und vieles mehr können sich angehende Lehrlinge bei der Lehrlingsmesse vom 28. bis 30. Jänner in Klagenfurt informieren. Mit Stand heute werden sich junge Menschen mit ihren Eltern durch die Messe leiten lassen können. „Ein Sicherheitskonzept ist in Ausarbeitung, ebenso zusätzliche virtuelle Angebote“, kündigt Schaunig an. Sollte die Messe Corona-bedingt nicht stattfinden können, ist eine komplette virtuelle Variante in Ausarbeitung.

ZUR SACHE
Aktuelle Lage:
Per 31. August befanden sich in Kärnten 6.594 Lehrlinge in einem Lehrverhältnis. Das sind um vier mehr als zum selben Stichtag des Vorjahres. „Bis Ende des Jahres ist wieder mit über 7.000 Lehrlingen zu rechnen“, prophezeit Benno Tosoni von der Wirtschaftskammer Kärnten. Diverse Studien und auch AMS-Zahlen zum Lehrstellenmarkt zeigen, so Tosoni, dass sie Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen, die sich der Bedeutung der Fachkräfte-Ausbildung ungeachtet der Corona-Problematik bewusst sind, grundsätzlich ungebrochen hoch ist. Es gibt genügend offenen Lehrstellen.
Im Umkehrschluss bestehen, betont Tosoni, sehr gute Aussichten für Jugendliche, insbesondere für jene, die auf Grundlage ihrer Eignungen und Neigungen auch Lehrberufe abseits der Klassiker in Erwägung ziehen.
Weitere Informationen: Wirtschaftskammer Kärnten (www.lehre.jetzt) und Industriellenvereinigung Kärnten (www.inlehre.at)

Im Gespräch mit Jugendlichen: Landeshauptmann-Stellvertreterin und Lehrlingsreferentin Gaby Schaunig (SPÖ)
Landeshauptmann-Stellvertreterin und Lehrlingsreferentin Gaby Schaunig

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