Es reicht! Scheider wehrt sich

War das WOCHE-Interview mit FPK-Bürgermeister Christian Scheider vor zwei Wochen mit ausschlaggebend für den „Schnellschuss“, von SPÖ-Vize Maria-Luise Mathiaschitz, wie Scheider deren Ausruf des Koalitionsendes bezeichnet?

„Sie hat den Boden verloren“
Scheider damals im Interview zum Stimmungstief in der Koalition: „Irgendwann ist die Grenze erreicht. – Und die Geduld vorbei. Es kann nicht auf Dauer so weitergehen.“
Nun, nach drei Jahren Zusammenarbeit in der Stadtregierung, zog die SP-Chefin eine vernichtende Bilanz über die Halbzeit – ihr Ergebnis: „Offene Baustellen, wohin man schaut und ein unfähiger und entscheidungsschwacher Bürgermeister.“ Von dieser „Boshaftigkeit“ und den „persönlichen Untergriffen und Gemeinheiten“, wie Scheider die Aussagen von Mathiaschitz nennt, hält er nichts und glaubt, dass sich das Koalitionsende, von dem er selbst erst zu seinem Erstaunen Sonntagfrüh aus der Zeitung erfahren hatte, auf „Dauer positiv auf die Politik auswirken wird.“ Priorität hat jetzt die Eishalle, daran werde sich auch nichts ändern.
Scheider, der sich durch diesen Schlusspunkt erleichtert zeigt, glaubt, dass Mathiaschitz „in der letzten Zeit den Boden verloren hat, das ist ja kein Geheimnis“, und ist sich sicher, dass auch einzelne Auseinandersetzung wie die Lendkanalfreigabe oder die Plakatständerdiskussion das Fass zum Überlaufen gebracht haben.

Opposition: Ende „absehbar“
Für Grünen-Chefin Andrea Wulz kommt das Aus fürs „Arbeitsabkommen“ nicht von ungefähr: „Es war absehbar und könnte ein Befreiungsschlag für die Zukunft sein.“
Glückwünsche für Mathiaschitz gibt es von ÖVP-Chef Peter Steinkellner. Er gratuliert zu der Erkenntnis, dass diese Chaos-Koalition nichts weitergebracht hat.“ Steinkellner schiebt den „schwarzen Peter“ primär der FPK und dem Bürgermeister zu – mit Nachsatz: „Der Bürgermeister und die FPK sind die Hauptverantwortlichen; ganz aus der Verantwortung ziehen kann sich Mathiaschitz aber nicht.“
Steinkellner, der sich für Verhandlungen unvoreingenommen und offen zeigt, fordert nun einen Kassasturz, der endgültig Klarheit bringen sollte: „Die Fakten werden zeigen, dass wir kein Geld haben. Ich befürchte, dass man dann gar nicht mehr über die Projekte sprechen kann.“
Wie aber soll es weitergehen? Neuwahlen schließen SPÖ und auch FPK aus: Mit dem Mathiaschitz-Vorschlag des „freien Spiels der Kräfte“ oder einem Punkteprogramm könnte Scheider „gut leben“. Schließlich herrsche mit den Oppositionsparteien „eine gute Gesprächsbasis“.

Katja Auer
Fotos: Eggi; Sommersguter

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