Entsorgung
Kläranlage Klagenfurt um eine Million Euro modernisiert

Lokalaugenschein in der Kläranlage: Gerhard Hohl und Wolfgang Germ (rechts)
  • Lokalaugenschein in der Kläranlage: Gerhard Hohl und Wolfgang Germ (rechts)
  • Foto: StadtPresse/Spatzek
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Erneuerung von Feinrechen- und Rechengutwaschanlagen sowie Schlammentwässerungs-Zentrifugen. Machbarkeitsstudie zu möglichem Neubau der Kläranlage noch nicht fertig.

KLAGENFURT. 52 Jahre alt ist die Kläranlage für die Mitglieder des Wasserverbandes Klagenfurt Ost – also die Landeshauptstadt und zwölf Umland-Gemeinden. Eine "alte Dame" also, die laufend instand gehalten werden muss. Etwa eine Million Euro wurden nun wieder in das zehn Hektar große Areal von der Abteilung Entsorgung investiert, informiert Entsorgungsreferent Vize-Bürgermeister Wolfgang Germ. 

Bessere Filterung

Erneuert wurden die Feinrechen- und Rechengutwaschanlagen: Darin werden kleine Feststoffe aufgefangen, die eigentlich nicht ins Kanalsystem gelangen sollten – also etwa Feuchttücher, Tierfutter, Zigarettenstummel oder Speisereste. Zwei neue Rechengutwäscher säubern diese Feststoffe vor der Entsorgung.

Organische Stoffe, die an den Feststoffen haften, werden aus dem Rechengut ausgewaschen und der Kläranlage zugeführt. Das ausgewaschene Rechengut wird dann entsorgt – im Jahr fallen rund 150 Tonnen davon an. 

Das Wasser muss raus

Außerdem wurden auch Schlammentwässerungs-Zentrifugen einer neuen Bauart installiert. Denn der Klärschlamm, welcher bei abgeschlossener Behandlung von Abwasser abfällt, besteht aus Wasser, organischen und mineralischen Stoffen. Um Transport- und Entsorgungskosten des Schlammes zu senken, muss er entwässert werden. 
Der Leiter der Kläranlage Gerhard Hohl weiß: "Durch die Investition hat sich der Entwässerungsgrad vom Klärschlamm bereits nach kurzer Zeit um vier Prozent gesteigert. Die neuen Zentrifugen haben sich so schon nach wenigen Jahren amortisiert."

Neue Kläranlage?

Diskutiert wird ja schon länger über eine neue Kläranlage: Die erneuerten Systeme könnten in dieser übernommen werden. Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie stehen hier noch aus. 
Germ ist sich sicher, dass Ersatz für die alte Kläranlage her muss. Am wahrscheinlichsten sei ein Neubau auf dem Gelände der Boltzmannstraße. Die Betriebskosten könnten von derzeit fünf Millionen auf drei Millionen Euro gesenkt werden. Jedoch: Eine neue Kläranlage würde zwischen 100 und 120 Millionen Euro kosten. 
Germ dazu: "35 Millionen Euro könnten aus einem zweckgebundenen Spezialfonds herangezogen werden. Der Rest müsste aus dem ordentlichen Haushalt kommen."

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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