Landesrätin Schaar will Brücken bauen

Landesrätin Sara Schaar

KÄRNTEN (chl). Landesrätin Sara Schaar begann ihre politische Karriere als SPÖ-Bezirksgeschäftsführerin in ihrer Heimatgemeinde Spittal an der Drau (2011 bis 2018). Vor drei Jahren schloss sie ihr Studium der Betriebswirtschaft ab, seit April gehört sie dem Regierungsteam an. Landeshauptmann Peter Kaiser übertrug ihr die Referate Umwelt, Energie und Naturschutz, Nationalparks, Frauen, Generationen sowie Gesellschaft und Integration.
"Wenn dir jemand Steine in den Weg legt, kannst du selbst entscheiden, ob du damit Mauern baust oder Brücken", ist Schaars Leitspruch als Politikerin.

Energie-Masterplan

"Wir müssen gemeinsam Verantwortung für unsere Umwelt und die Natur übernehmen. Wir müssen gemeinsam für ein Ökosystem sorgen, mit dem auch Generationen nach uns leben können. Wenn jeder einzelne seinen Beitrag dazu leistet, ist das auch zu schaffen", setzt Schaar auf eine Umweltpolitik, die jeden betrifft. Als Politikerin sei sie unter anderem dafür verantwortlich, die Menschen dahingehend zu sensibilisieren.
Den unter der Leitung von Rolf Holub erstellte Energie-Masterplan will die Landesrätin Schritt für Schritt umsetzen: "Ein Ziel im Energie-Masterplan haben wir fast zur Gänze bereits erreicht: Bei der CO2-neutralen Stromerzeugung liegen wir aktuell bei 99,4 Prozent."

Natura 2000

Nachholbedarf gibt es bekanntlich bei der Meldung von Natura-2000-Gebieten. "Natura 2000 ist für viele Grundeigentümer ein Schreckensgespenst, in dieser Beziehung kursieren leider sehr viele Fehlinformationen." 16.000 Hektar sind bis Jahresende an die EU zu melden, 7.000 Hektar liegen im Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern, die restlichen 9.000 Hektar sind aufgeteilt auf ganz Kärnten. "Ich werde persönlich mit den betroffenen Grundbesitzern in Kontakt treten, um Ängste aus dem Weg zu räumen", erstellt das Team der Landesrätin derzeit einen "Tourplan", um die betroffenen Grundbesitzer über ihre Rechte und Pflichten zu informieren.
"Kärnten hat so viele Naturjuwele, die unbedingt schützens- und erhaltenswert sind, und um die uns innerhalb der EU viele beneiden. Es wäre unlogisch, diese nicht zu schützen." Ihr Aufgabe als Naturschutz-Referentin sieht sie unter anderem darin, die Vorteile der Schutzgebiete herauszuarbeiten, beispielsweise deren touristischen Nutzen.

Integration

Ein wichtiger Schwerpunkt unter Schaars Referaten liegt im Integrationsbereich: "Wir konnten trotz Kürzungen im Bereich der Integration die Mittel auf 700.000 Euro erhöhen." Dass das Erlernen der deutschen Sprache Grundvoraussetzung für eine gute, gelungene Integration ist, brauche man nicht zu diskutieren. Die Co-Finanzierung, sowie die Förderung entsprechender Projekte sei daher selbstverständlich. "Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen nach Möglichkeit bereits während des Asylverfahrens Deutsch lernen." Aktuell warten in Kärnten 2.531 Menschen auf einen Asylbescheid (2015 waren es am Höhepunkt der Flüchtlingswelle 5.500 Menschen), darunter derzeit 161 unbegleitete Minderjährige.
"Ich habe ein großes Problem damit, wenn Angst-, Neid- und Hassdebatten auf dem Rücken von Menschen ausgetragen werden, die aus Krisengebieten kommen und nach Schutz suchen", kritisiert Schaar die Integrationspolitik der Bundesregierung. "Ich habe das Gefühl, dass die Bundesregierung gewisse Themen in den Medienpool wirft, um damit von anderen Entscheidungen abzulenken", meint Schaar zur öffentlichen Debatte um die Schließung von Moscheen in Österreich.

Autor:

Christian Lehner aus Klagenfurt

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