Digitaldienstleister Webwerk
Bürger sollen mitreden

Christian Müller, Webwerk Geschäftsführer
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Der Kärntner Digitaldienstleister Webwerk setzt mit dem Bürgerbeteiligungsportal "Du bist Gemeinde!" neue Maßstäbe in der modernen Infrastruktur. 

KÄRNTEN. Im Rahmen der Digitalisierung wird Bürgerbeteiligung immer mehr zum Thema. Initialzündung für das Bürgerbeteiligungsportal "Du bist Gemeinde!" war das Gemeinschaftsprojekt "Augen auf!" der Städte Klagenfurt und Villach. Das Webwerk-Team konnte hier bereits sein Know-how ins Sachen digitaler Bürgerbeteiligung einbringen. Das Kooperationsprojekt der beiden Städte ist Anfang 2018 online gegangen. "Die App wurde auf technischer Basis von der Stadt Wien entwickelt, die Plattform war neu", berichtet Webwerk Geschäftsführer Christian Müller. In weiterer Folge hat sich Webwerk dazu entschieden ein eigenes Kommunalprodukt zu entwickeln: "Du bist Gemeinde!".  Die Entwicklung nahm einige Monate in Anspruch. 

Einfach zu bedienen

Das Portal wurde am neuesten Stand des Wissens und der Technik unter Gesichtspunkten der Usability, User-Experience und des aktuellen Designstandards entwickelt. "Möglichst einfache und benutzerfreundliche Bedienbarkeit gepaart mit einer bewusst klaren und jugendlich-frischen Grafik sollen auch ein jüngeres Zielpublikum in den Gemeinden mobilisieren“, so Christian Müller, Webwerk-Geschäftsführer, der den dringenden Bedarf nach derartigen Werkzeugen in der Gesellschaft sieht. Ende 2018 wurde Grafenstein Pilotgemeinde für das neue Portal, Maria Saal und Althofen zogen heuer nach. 

Ergänzende Kommunikationsmöglichkeit

Entwickelt wurden drei Module: Mängelmelder, Ideenfinder und Meinungsmacher. Klagenfurt, Villach, Maria Saal und Althofen nutzen derzeit den Mängelmelder. Mittels Mängel-Melder können Bürger bestehende Mängel im Gemeindegebiet direkt via Web-Portal oder mobiler App an die Kommune melden. Grafenstein hat sich für alle drei Module entschieden. Eigene Ideen können eingebracht und der Öffentlichkeit präsentieren werden. Auch um Unterstützung können Bürger bitten. Kommunen können zu bestehenden Fragestellungen auf unterschiedliche Weise die Meinung der Bürgerschaft einholen. „Du bist Gemeinde!“ belebt den positiven Geist der gemeinsamen Gestaltung des unmittelbaren Lebensraumes. Dabei sollen der Gemeinschaftssinn und der Wille zur verantwortungsvollen Mitbestimmung durch die Bürger gestärkt werden. Für Bürger ist die Nutzung der App kostenlos. "Die Kosten sind je nach Einwohnerzahl gestaffelt", informiert Müller. Digitale Bürgerbeteiligung ist durchaus auch in kleineren Gemeinden möglich. 

Es nervt nicht sondern hilft

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Bürger mittels Mängelmelder-App bestehende Mängel der Kommune melden. "Das ist eine große Hilfe für die Gemeinden, Anliegen sind für Bürger transparent deponiert und werden von der zuständigen Abteilung der Gemeinde schneller erledigt", so der Experte. Zeigt eine weitere Gemeinde Interesse an dem Kommunikationsportal organisiert das Webwerk-Team eine Einschulung der Mitarbeiter. "Wir unterstützen die Gemeinden indem wir unseren Support anbieten", so Müller. 

Zahlen sprechen für sich

Das Bürgerbeteiligungsportal wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Die Zahlen sprechen für sich: 4110 Meldungen sind in Klagenfurt bereits eingegangen, 3262 in Villach, in Grafenstein wurden 30 Mängel gemeldet, in Maria Saal 17 (Zahlen vor Redaktionsschluss).
Aber nicht nur Kommunen sind begeistert vom Portal berichtet der Webwerk Geschäftsführer: "Facility-Management Unternehmen zeigen auch über die Landesgrenzen hinaus Interesse an unserem Produkt." Sie sind dadurch wettbewerbsfähig und können Kunden anbieten, Auffallendes und Beschwerden via Mängelmelder sofort zu melden. Eine weitere Idee den Mängelmelder einzusetzen wären größere Genossenschaften. "Dies wäre eine enorme Erleichterung für die einzelnen Mieter", sagt Müller. 



Zur Sache: 

Nähere Infos zum Projekt:www.dubistgemeinde.at
Zu den einzelnen Bürgerbeteiligungsportalen: 
mariasaal.dubistgemeinde.at
grafenstein.dubistgemeinde.at
augenaufklagenfurt.at
augenaufvillach.at

Folgende Gemeinden sind an Bürgerbeteiligung interessiert: 

  • St. Andrä:  Laut Bürgermeister Peter Stauber gibt es bereits Gespräche mit mehreren Firmen. Sobald eine Einigung erfolgt wird die Gemeinde-App bereits 2020 installiert. 
  • Hermagor: "Wir sind gerade noch in Gesprächen, ob wir dieses App einführen werden. Grundsätzlich besteht Interesse, jedoch muss unter anderem erst die Wirtschaftlichkeit und die Notwendigkeit dieser App besprochen werden. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus“
  • Spittal: "Im Rahmen der Homepage-Erneuerung bekommen wir auch eine APP. Derzeit ist sie noch in Ausarbeitung. Geplanter Start ist im Frühjahr", sagt Gerhard Pirih, Bürgermeister in Spittal. 
  • Ferlach (ist in Planung)
  • Feldkirchen:  „Eine allgemeine Gemeinde-App ist derzeit nicht geplant. Wenn es seitens des Landes konkrete Maßnahmen gibt, werden wir uns als Gemeinde anschließen", sagt Amtsdirektorin Silvia Schwarz . Feldkirchen hat allerdings eine Müll- und eine Wasser-App. Beide werden gut angenommen. Die Müll-App verfügt über eine Wecker-Funktion, die auf aktuelle Abfuhr-Termine aufmerksam macht.
  • Mörtschach:  „Wir denken in der Gemeinde über einen Relaunch unserer Homepage nach, vielleicht kommt im Zuge dessen auch eine Gemeinde-APP. Derzeit steht unseren Bürgern bereits eine Müll-APP zur Verfügung", so Kerstin Kerschbaumer, Amtsleiterin der Gemeinde Mörtschach.
Autor:

Sabrina Strutzmann aus Klagenfurt

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