Wirtschaftsbund-Roadshow
Durchblick für Unternehmer im heimischen Förderdschungel

Wirtschaftsbund informierte in Klagenfurt Unternehmer über Fördermöglichkeiten: Klaus Kogler von der RLB, Max Habenicht, Carmen Goby und Jürgen Mandl von der WK, Andreas Starzacher vom KWF, Daniel Wohlgemuth von der WOCHE, Sandra Venus vom KWF und WB-Dir. Sylvia Gstättner
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  • Wirtschaftsbund informierte in Klagenfurt Unternehmer über Fördermöglichkeiten: Klaus Kogler von der RLB, Max Habenicht, Carmen Goby und Jürgen Mandl von der WK, Andreas Starzacher vom KWF, Daniel Wohlgemuth von der WOCHE, Sandra Venus vom KWF und WB-Dir. Sylvia Gstättner
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Bei der diesjährigen Roadshow des Wirtschaftsbundes klärten Experten von KWF und Raiffeisen Landesbank über die Vielfalt der Fördermöglichkeiten für Unternehmer auf und räumten mit Vorurteilen auf.

KLAGENFURT. In der Wirtschaftskammer in Klagenfurt ging gestern, 23. Oktober, die mittlerweile 8. Runde der traditionellen, jährlichen Wirtschaftsbund-Roadshow über die Bühne. Heuer wird bei der Informationsreihe, die in ganz Kärnten stattfindet, der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) "ins Visier" genommen und von Experten erklärt, wer warum gefördert wird. Bei der Roadshow mit dabei waren auch WB-Direktorin Sylvia Gstättner, WB-Obmann und WK-Präsident Jürgen Mandl sowie Bezirksstellenobmann Max Habenicht und Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig. 
Die WOCHE als Medienpartner verloste im Rahmen eines Gewinnspiels einen Gutschein für ein Inserat an die teilnehmenden Unternehmer.

90% der Förderungen für KMU

Zu Beginn der Roadshow informierte KWF-Vorständin Sandra Venus über die unterschiedlichen Aufgabenfelder des KWF, der als Einrichtung des Landes Kärnten auf Grundlage von schwerpunkt- bzw. branchenspezifischen Förderprogrammen versucht, den Wirtschaftsstandort Kärnten zu stärken. Für Unternehmer werden daher vielfältige Fördermöglichkeiten geboten - bei einem Jahresbudget von 30 Millionen Euro.
2018 wurden laut Venus über 600 Förderfälle abgewickelt - 125 davon in Klagenfurt mit einem Volumen von 8,1 Millionen Euro. Venus zeigte auf, dass der Großteil der Förderungen - 90 Prozent - an Klein- und Mittelbetriebe gehen. "Lediglich beim Fördervolumen sieht das anders aus. Das liegt aber daran, dass große Unternehmen auch finanziell größere Projekte einreichen und prozentual mehr Fördergeld erhalten", so Venus. 37% des Fördervolumens gingen demnach 2018 an KMU. 
Seit 2014 sind zudem Informationen über jede vom KWF geförderte Maßnahme öffentlich zugänglich (wibis.kwf.at), wodurch für entsprechende Transparenz gesorgt ist.

Antrag vor Förderbeginn stellen

Andreas Starzacher, KWF-Leiter Technologie, appellierte eindringlich, nie ein Projekt zu starten, bevor nicht der Antrag auf Förderung abgegeben wurde. Als Projektstart ist jener Zeitpunkt definiert, "wenn der Vorgang unumkehrbar wird". Also sprich: Angebote einzuholen ist vor Antragstellung in Ordnung, ein Angebot zu bestätigen nicht mehr.

Wer gefördert wird 

Vom KWF gefördert werden alle Unternehmen, die Mitglied der Wirtschaftskammer sind sowie Ziviltechniker. "Landwirtschaftliche sowie gesundheitliche Berufsgruppen wie Ärzte sind ausgenommen", so Venus. Die Einstiegsschwellen für Förderungen sind unterschiedlich hoch. "Bei Qualifizierungsmaßnahmen, wie etwa Weiterbildungen für Unternehmer selbst, ist die Schwelle niedriger. Hier fördern wir schon ab einer Investitionssumme von 1.000 Euro. Ansonsten ab Investitionen von 10.000 Euro", so Venus weiter. Sie betonte, dass man keine Scheu haben sollte, sich persönlich beim KWF zu informieren. "Die Beratung ist kostenlos. Und ja, manchmal sind  Förderanträge sehr komplex, da ist das persönliche Gespräch oft sehr hilfreich."

Fördersupermarkt, nicht Förderdschungel

Starzacher betonte, dass der KWF eine große Förderbandbreite abdecke, von Investitionen in neue Maschinen über Personal- und Beratungskosten bis hin zu Forschungsprojekten im Betrieb oder der Expansion ins Ausland. Deshalb sei es umso wichtiger, mit der Idee - sobald ausgereift - Kontakt zum KWF aufzunehmen. "Es ist eigentlich kein Förderdschungel, sondern ein Fördersupermarkt, es gibt meist das Passende, man muss nur wissen, wo man steht." Die Beurteilung über die Förderwürdigkeit erfolgt individuell und ist abhängig vom jeweiligen Projekt. 
Zudem verfüge der KWF über ein vereinfachtes Förderverfahren, bei dem man das Projekt zeitgleich mit dem Antrag auch schon starten kann. "Hier muss man nicht wie auf dem klassischen Weg auf die Förderzusage und genaue Kostenaufstellung warten." 

Guter Zeitpunkt, um zu investieren

Auf die Rolle der Banken im Zusammenhang mit Förderungen und Finanzierungen ging Klaus Kogler, Förderbetreuung Raiffeisen Landesbank Kärnten, ein. Die Raiffeisen Landesbank bietet Unternehmern Beratung in sämtlichen Phasen und versucht diese entlang des gesamten Förderprozesses kompetent zu unterstützten, "auch wenn wir zu Beginn einer Idee natürlich nicht der erste Ansprechpartner sind, das sind die Experten des KWF", so Kogler. Aktuell sieht er beste Voraussetzungen um zu investieren, da kurz- bis mittelfristig weiterhin ein niedriges Zinsniveau prognostiziert wird. 
Kogler appellierte zudem, dass Unternehmer sehr pflichtbewusst an eine potenzielle Förderung herangehen müssen: "Auch eine Förderung muss man sich erarbeiten, man bekommt das nicht einfach geschenkt." Projektdurchführungen dauern meist zwei oder mehr Jahre, bei der Endabrechnung seien dann die Unterlagen oft nicht vollständig. "95% der Endabrechnungen sind bei uns fehlerhaft", so Kogler. 
Auch wenn in den vergangenen Jahren der Trend vielfach weg von Zuschüssen hin zu Finanzierungsförderungen gehe, müssten sich Unternehmer laut Kogler bewusst sein, dass der KWF fast ausschließlich, 95 Prozent, Förderzuschüsse vergibt. "Diese werden erst im Nachhinein ausgezahlt. Das bedeutet, der Unternehmer muss das Projekt vorfinanzieren." 
Bei einer Fragerunde beantworteten die Förder-Experten auch die individuellen Anliegen der Unternehmer.

WOCHE-Gewinnspiel

Am Ende der Veranstaltung wurde die Gewinnerin des WOCHE-Gewinnspiels von "Glücksfee" und Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig gezogen. Die Klagenfurterin Katharina Süssenbacher von der Steuerberatungskanzlei Mag. Wassermann darf sich über einen Gutschein für ein Inserat über eine halbe Seite in der WOCHE Klagenfurt Stadt & Land freuen.

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