„Eine Berufung, die Spuren hinterlässt“

Der Brückenschlag im SOS Kinderdorf in Mooburg: Richard Oswald mit Maria Theresia Unterlercher und Initiatorin Iris Straßer
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  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Bereits seit seiner Kindheit hat Atrio-Manager Richard Oswald eine Verbindung zum SOS Kinderdorf in Moosburg. „Ich bin mit meinem Vater regelmäßig hierher gekommen, um Süßigkeiten an die Kinder zu verteilen“, erinnert sich der Klagenfurter. Nun hat er eine ganze Woche in Moosburg verbracht.
Beim Projekt Brückenschlag – es ist Teil der Initiative „Verantwortung zeigen“ von Iris Straßer – wechseln Manager eine Woche in eine gemeinnützige Einrichtung, „Sie tauchen für eine Woche in eine vollkommen andere Welt ein“, kennt Straßer die Erlebnisse bisheriger Brückenschläger.

Der „gute Onkel Richard“
Dem „Familienhelfer“ Richard Oswald ist es freilich nicht anders ergangen. „Schon am zweiten Tag war es eine sehr intensive Erfahrung“, berichtet er von seiner Zeit in Moosburg. „Ich war aber ganz natürlich in den Ablauf eingebunden.“ Für die fünf Kinder von zwei bis elf Jahren erledigte er die Einkäufe, spülte das Geschirr. Die Hilfe bei den Hausaufgaben war ebenso Aufgabe des „guten Onkels Richard“ wie das Spielen und Vorlesen. „Die Tätigkeit in den Kinderdorf-Familien ist mehr als ein Job, aber sie ist wie ein Job organisiert“, resümiert er nach fünf Tagen in Moosburg. „Die Menschen hier hinterlassen enorme Spuren.“

Spuren, die bleiben
Spuren hat das Erlebte auch beim Center Manager hinterlassen. „Ich frage mich, welche Dinge – von denen, die ich in meinem Job tue – wirklich nachhaltig sind.“ – Diesen Gedanken nimmt er mit in sein Villacher Büro. Und: „Die Erfahrung hat mich sensibler gemacht“, sieht er eine persönliche Bereicherung. Seine „soziale Einstellung“ sei gestärkt.
Oswald will jedenfalls eine Sitzung in seinem Unternehmen nützen, um von seinen Erlebnissen zu berichten. Genau dies ist auch Ziel des Brückenschlags. Straßer: „Die Manager sind Multiplikatoren; sie können die Arbeit in den Einrichtungen bekannt machen.“

Botschafter fürs Kinderdorf
Dies ist auch der Wunsch von Maria Theresia Unterlercher, Geschäftsführerin von SOS Kinderdorf in Kärnten. „Es sind an die 600 Menschen hier im Dorf aufgewachsen“, berichtet sie. Erfahrungen würden zeigen, dass jeder Kärntner einen ehemaligen Schützling kennt, ohne es zu wissen. „Das muss das Ziel von gelungener Integration sein“, so Unterlercher über die Leistungen im Kinderdorf. – Leistungen, die Oswald als Botschafter in seinem Umfeld verbreiten wird. „Ich nehme diesen Auftrag gerne mit.“

Zur Sache - Projekt Brückenschlag 2012:
Beim Brückenschlag wechseln Führungskräfte aus der Wirtschaft für eine Woche die Seiten – sie sind in einer gemeinnützigen Organisation tätig.

Richard Oswald, Center Manager des Atrio, war im SOS Kinderdorf in Moosburg.
Norbert Podhajsky, Leiter Förderungen beim AMS Kärnten, war beim Verein Neustart.
Gertraud Kaltenegger, PMS Automation, war in Sonderschule und im Sonderhort der Diakonie de la Tour in Harbach.
Georg Köferle, Leiter des Kreditgeschäftes in der BKS, war im Altenheim der Diakonie de la Tour in Treffen.
Zwei Manager aus dem gemeinnützigen Bereich waren außerdem für eine Woche zu Gast in Wirtschaftsunternehmen:
Jugendseelsorger der Diözese Gerhard Simonitti war bei der Kärntner Woche und in der Diakonie de la Tour.
Leiter der Jugend-WGs des SOS Kinderdorfs Gerald Stöckl war im Hotel Hochschober auf der Turrach.

Autor: Gerd Leitner

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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