Mit 1. September
Kelag erhöht Energiepreis um sechs Prozent

Strompreis-Erhöhung bei der Kelag. Da rauchen bei vielen die Köpfe!

Der Kärntner Energieversorger „Kelag“ kündigt Energiepreis-Anpassung an. Stark gestiegene Preise auf den Strom-Märkten seien die Ursache. So reagieren Arbeiterkammer Kärnten und die Oppositionsparteien.

KÄRNTEN. Der Kärntner Energieversorger „Kelag“ teilte heute in einer Aussendung mit, den Energiepreis mit 1. September um rund sechs Prozent zu erhöhen. Konkret bedeutet dies für einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr eine, wie die Kelag schreibt, Energiepreis-Anpassung mit Mehrkosten von rund vier Euro pro Monat. Dies entspreche einer Erhöhung der Strom-Gesamtkosten (Energiekosten, Netzkosten, Steuern und Abgaben) von rund sechs Prozent.

Preise seit dem Jahr 2011 unverändert

In der Aussendung heißt es weiter: Die Kelag habe als einziges Energie-Unternehmen in Österreich die Energiepreise für Strom seit dem Jahr 2011 unverändert gelassen. Die Erhöhung sei den stark gestiegenen Preisen an den Strom-Märkten geschuldet. Seit 2011 habe die Kelag rund eine Milliarde Euro in die Energie-Infrastruktur in Kärnten investiert. Dazu gehören Wasserkraftwerke, Photovoltaik-Anlagen, Ausbauten der Netzinfrastruktur, aber auch Investitionen in Fernwärme-Systeme auf Basis von industrieller Abwärme und Biomasse.

In erneuerbare Energie investieren

„Diesen Weg müssen wir fortsetzen und intensivieren“, sagen die Kelag-Vorstände Manfred Freitag und Armin Wiersma. Sie fügen hinzu: „Wie schon in den vergangenen Jahren werden wir auch in Zukunft massiv in die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie investieren, um auch weiterhin unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

Reaktion Günther Goach (Arbeiterkammer Kärnten)

Einen „bitteren Beigeschmack“ hat die Erhöhung für Arbeiterkammer-Präsident Günther Coach, denn „die Kärntner haben schon die höchsten Netzkosten aller Bundesländer zu tragen“. Für Goach ist der Bund am Zug einzugreifen. Denn die Tarife werden von der E-Control verordnet. Goach: „Wir stehen zur Kelag und ihren Arbeitnehmern. Ich fordere die Verantwortlichen dennoch auf, die Strompreis-Erhöhung in einem entsprechenden Rahmen zu halten.“

Reaktion Gernot Darmann (FPÖ)

Auf Goachs Statement reagiert FPÖ-Chef Gernot Darmann. Die FPÖ Kärnten kritisiere die hohen Strompreise in Kärnten seit Jahren: „Es freut mich, dass nunmehr auch die Arbeiterkammer Kärnten endlich aufgewacht ist und uns beim Kampf gegen die hohen Strompreise in Kärnten unterstützt.“
Darmann hat auch den Schuldigen gefunden: die Landesregierung. „Die SPÖ-geführte Landesregierung bestellt den Aufsichtsratschef der Kelag und hat 2018 rund 15 Millionen Euro Dividende von der Kelag kassiert. Es kann nicht sein, dass einerseits die Kärntner allein heuer durch die Strom-Netzkostenerhöhung im Vergleich zum Vorjahr rund 14 Millionen Euro mehr an Stromkosten zahlen müssen und andererseits die Landesregierung rund 15 Millionen Euro Dividende von der Kelag kassiert.“ Die FPÖ will weiter für eine Senkung kämpfen. Diese Forderung im Landtag werde bisher von SPÖ und ÖVP blockiert.

Reaktion Gerhard Köfer (Team Kärnten)

Auch „Team Kärnten“-Chef Gerhard Köfer meldet sich zu Wort: „Diese Steigerung ist äußerst dürftig argumentiert und steht im krassen Widerspruch zu den Gewinnen, die das Unternehmen Jahr für Jahr einfährt.“ Köfer fordert die Kelag auf, diese Steigerung nicht zu veranlassen und erst gar nicht mit der „Abzocke“ der Kunden zu beginnen: „Die Konsumenten sind inzwischen sehr mobil und wissen über die Vorzüge des liberalisierten Strommarktes Bescheid!“

Autor:

Peter Michael Kowal aus Klagenfurt

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