Klagenfurter Betriebe in Weihnachtsstimmung

Bei Fachl-Mitarbeiterin Eva-Maria Meschnik  im Fachl wird regional gekauft
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KLAGENFURT (vep). Wer vergangenen Samstag in der Klagenfurter Innenstadt war, musste sich Zeit nehmen. Zahlreiche Menschen haben in den Geschäften gustiert und erste Weihnachtsgeschenke gekauft. Gewusel und Stau an den Kassen konnte man zum Beispiel am Vormittag bei Zehrer am Alten Platz erleben: Um Weihnachtskerzen mit Zimtduft, Smiley- und Rentier-Keksausstecher oder die handgemachten Pralinen in schöner Verpackung war ein "G'riss". "Zu Weihnachten verdoppelt sich unser Umsatz im Vergleich zur normalen Zeit", sagt Zehrer-Geschäftsführer Peter Nimmervoll. Und das sei seit Jahren konstant. "Auch Menschen, die sonst nicht so gerne backen, machen zu Weihnachten oft Kekse. Ich glaube, da fühlen sich viele irgendwie verpflichtet", schmunzelt er. Auswählen können Kunden aus 800 bis 900 verschiedenen Keks-Ausstechern. "Wir haben vom Smiley, Euro über den Porsche und SUV bis zum Schaukelpferd alles", sagt Nimmervoll. Aber nicht nur Backbedarf ist rund um Weihnachten gefragt. Auch Advent- und Christbaumkerzen und vor allem die handgemachten Pralinen sind ein Renner. "In unserem Onlineshop verkaufen wir Weihnachtsartikel bis in die USA und nach Kanada. Meist an ausgewanderte Österreicher, die sich freuen, ein Stück Kindheit in der Fremde zu haben", so Nimmervoll.

Funkelnde Weihnacht'

Die Mitarbeiter bei Juwelier "Ute Habenicht" strahlten mit dem Schmuck am Samstag um die Wette. "Die Stimmung ist sehr gut, wir motivieren uns gegenseitig und sind um jeden einzelnen Kunden bemüht", sagt Filialleiterin Sandy McKay. Der erste Einkaufssamstag ist sehr gut angelaufen, entsprechend groß sind die Erwartungen an den Gesamtumsatz im Advent. Doch nicht nur die Herren schenken ihren Damen Schmuck: "Viele Freundinnen beschenken sich gegenseitig, aber auch Oma und Enkel, Mutter und Tochter. Wir haben für jede Preisklasse etwas, deshalb merkt man das stark bei uns", sagt McKay und verrät: "Viele verloben sich zu Weihnachten und Silvester, deshalb beraten wir in der Adventzeit auch zahlreiche Männer, die ihre Liebsten überraschen wollen."
Eine besondere Aktion gab es letzten Freitag: "Wir luden zum Nachbarschaftseinkauf; Minus 20% für Mitarbeiter aller umliegenden Betriebe. Der Handel muss zusammenhalten", schmunzelt McKay.

Viele Facherln voll mit Weihnachten

Schon rund zwei Wochen vor dem ersten Adventsamstag hat für die Mitarbeiter im 's Fachl Klagenfurt die Weihnachtszeit begonnen – und für die regionalen Produzenten, die dort in den Fächern ihre eigens hergestellten Produkte verkaufen. "Wir haben auch viele Firmenanfragen. Sie suchen nach regionalen, besonderen Geschenken", sagt Fachl-Mitarbeiterin Eva-Maria Meschnik. Häufig würden regionale Geschenkkisten bestellt. "Diese kann jeder zusammenstellen und aus den rund 350 Produzenten aussuchen", so Meschnik.
Was sie verstärkt beobachtet: "Das Wichteln erfährt ein großes Revival. Es kommen sehr viele Menschen, die bei uns eine Kleinigkeit suchen, die besonders ist, weil die Menschen mit Sinn und Wert schenken wollen." Und die Wertschöpfung bleibe auch im Land.
Die Nachfrage und das Interesse sind so groß, dass Meschnik die Produzenten oft bitten muss, ihre Facherln aufzufüllen und mehr herzustellen.

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