Flughafen Klagenfurt
Lösungen für AUA-Mitarbeiter werden erarbeitet

Die AUA will sich aus Klagenfurt zurückziehen
  • Die AUA will sich aus Klagenfurt zurückziehen
  • Foto: Austrian Airlines / Optical Engineers / Felipe Kolm
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

AUA-Stützpunkt in Klagenfurt soll aus Klagenfurt abgezogen werden. Rund 30 Mitarbeiter betroffen. Mehrheit wittert "Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Kärnten". LH Kaiser fordert schnellen Gipfel.

KLAGENFURT. Austrian Airlines stellt sich neu auf. Ein Punkt der neuen Strategie betrifft auch die dezentrale Flugbasis Klagenfurt - neben Altenrhein (D), Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg. Diese Basen werden nach Wien verlegt, den insgesamt rund 200 Mitarbeitern wird angeboten, nach Wien zu kommen. 

Kaiser fordert Gipfel

LH Peter Kaiser, im Moment Vorsitzender der Landeshauptleute-Konferenz, ist schockiert: "Das kommt einem Wegfall an Arbeitsplätzen und einem schweren Schlag gegen die betroffenen Standort-Bundesländer gleich." Über 30 Mitarbeiter seien in Kärnten betroffen.
Kaiser habe den AUA-Vorstand schon früher um ein Gespräch aufgrund der "Flugplanausdünnung" gebeten. "Experten zufolge sollen wohl sämtliche Inlandsflüge der AUA gestrichen und damit die Regionalflughäfen scheibchenweise von der Bundeshauptstadt abgekoppelt werden", meint Kaiser.

Kaiser fordert einen raschen Gipfel mit allen Betroffenen und den Sozialpartnern. Von der Bundesregierung, allen voran von Verkehrs- und Infrastrukturminister Norbert Hofer, erwartet er sich Rückendeckung.

Neue Flugverbindungen finden

In enger Abstimmung seien Stadt und Land mit dem Mehrheitseigentümer des Flughafens. Kaiser und Bgm. Maria-Luise Mathiaschitz, die sich noch gestern (Donnerstag) mit Franz Peter Orasch getroffen hat, über die Ideen: "Wir bemühen uns intensiv, nicht nur Ersatz für die AUA, sondern generell neue Flugverbindungen zu finden. Ziel bleibt die Anbindung an einen internationalen Hub." Auch für betroffenen Mitarbeiter, die nicht nach Wien wollen oder können, will man Lösungen erarbeiten. 

Köfer: "Existenzbedrohung"

Auch Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer wittert eine "Existenzbedrohung für den Flughafen sowie den Wirtschaftsstandort Klagenfurt". Er fordert transparente Information über die Pläne.

Goach: "Wirtschaftlicher Kahlschlag"

Mit "wirtschaftlicher Kahlschlag" kommentiert AK-Präsident Günther Goach die Pläne des Abbaus bei Personal und Flugangebot. "Das Angebot für die betroffenen Mitarbeiter, nach Wien gehen zu können, ist purer Hohn. Für niemanden, der sein Leben und seine Familien in Kärnten hat, ist das eine gangbare Alternative."
Nach der Teilprivatisierung des Airport Klagenfurt müsse man dem Mehrheitseigentümer Zeit geben, das Angebot auszuweiten. Die AUA-Pläne stehen dieser Neuausrichtung entgegen.

Malle: "Flugverbindung nach Wien sichern!"

Auch ÖVP-Clubobmann Markus Malle ist entsetzt. Für ihn hat die Absicherung der Flugverbindung nach Wien oberste Priorität. "Industrie, Wirtschaft und auch Tourismus können auf diese Verkehrsverbindung nicht verzichten."
Was Gespräche mit AUA betrifft, hätten die ÖVP-Landesräte Martin Gruber und Ulrich Zafoschnig ebenfalls bereits urgiert. Malle bestätigt: "Es liegen auch schon Terminzusagen vom Vorstand der AUA vor."
Eine Lösung könnten parallele Gespräche mit anderen Flugbetreibern sein, um die Verbindung abzusichern.

Darmann: Kritik an Kaiser

Dringenden Handlungsbedarf ortet auch FPÖ-Chef Gernot Darmann, der es sich jedoch nicht entgehen lässt, am Landeshauptmann Kritik zu üben: "Nur zwei Tage, nachdem Kaiser vollmundig das AUA-Management zu Gesprächen eingeladen hat, gibt ihm die AUA die für Kärnten denkbar schlechteste Antwort, nämlich jene, dass sie Jobs am Flughafen Klagenfurt streichen will."

Springer: Linienflug-Destination retten

Der Präsident der Industriellenvereinigung Timo Springer sieht zwei Auswege: "Entweder man sorgt für mehr Passagiere, die nach der Ausmusterung der kleinen Dash-Propellermaschinen auch die größeren Airbusse auslasten, oder man schöpft die beihilfenrechtlich möglichen Wege aus, um für die Einbindung ins internationale Linienflugnetz zu sorgen.“
Über Incoming im Tourismus ist für ihn eine Steigerung der Passagierzahlen möglich.

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