Logistik-Zentrum in Kärnten geplant

In Kärnten soll ein professioneller Logistik-
Dienstleister entstehen. Damit könnten
Unternehmen Transport und Lager in einem Zentrum bündeln – zur Reduktion von Kosten und Umweltbelastung
  • In Kärnten soll ein professioneller Logistik-
    Dienstleister entstehen. Damit könnten
    Unternehmen Transport und Lager in einem Zentrum bündeln – zur Reduktion von Kosten und Umweltbelastung
  • Foto: Stuhlhofer/Wolf
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Schon in einem Jahr könnten Kärntner Unternehmen ihre Logistik über ein gemeinsames Zentrum im Zentralraum organisieren. Im Auftrag der Entwicklungsagentur bereitet ein Team der Alpen-Adria-Universität das Projekt derzeit vor.
„Mawiz“, ein Materialwirtschaftszentrum, soll mehreren Kärntner Unternehmen Logistikleistungen und Lagerflächen zur Verfügung stellen. „Das kann Kosten reduzieren und Synergieeffekte haben“, kennt Uni-Professor Herwig Winkler Vorteile von gemeinsam genutzter und organisierter Logistik.
Sein Ziel ist, die notwendigen Daten bis Ende Juli ausgewertet zu haben. „In einem Jahr könnte der Pilot in Kärnten bereits laufen“, so Winkler. Fünf, sechs Unternehmen will er dafür gewinnen. In der Folge sollen bis zu 20 Kärntner Firmen das „Mawiz“ nutzen. Erste Firmen hätten bereits Interesse bekundet. Weitere wollen die Entwickler bei der Infoveranstaltung am Donnerstag gewinnen (siehe ganz unten). Die Vorteile liegen für Winkler auf der Hand. „So haben auch kleinere Unternehmen Zugang zu Logistik-Know-how“, erklärt er. Das „Mawiz“ soll aber mehr als nur Transport und Lager bieten. Qualitätsmanagement, Abwicklung von Retouren und sogar Montageleistungen sollen angeboten werden. Primäre Zielgruppe sind produzierende Betriebe.

Zentrum nahe Flughafen
Als Standort hat man die Flughafennähe in Klagenfurt ins Auge gefasst; genutzte Flächen könnten dort im Bedarfsfall erweitert werden. Winkler: „Damit haben wir auch Anbindung für Flugfracht.“ Als „Nebeneffekt“ ist eine „City-Logistik für Klagenfurter Handelsunternehmen“ in Planung. „Damit reduzieren wir die Lagerflächen in der Innenstadt und den Verkehr von Zulieferern“, erklärt der Experte. „Das Feinstaubproblem wird damit eingedämmt.“
Das Projekt ist, laut Winkler, in Österreich einzigartig. Bei Erfolg soll es auf andere Bundesländer umgelegt werden. In Hamburg gibt es bereits Vergleichbares für die Produktion von „Airbus“. „Dort haben Unternehmen ihre Kosten für Logistik zwischen 20 und 30 Prozent reduziert“, weiß Winkler. Positive ökologische Effekte seien schwer zu beziffern.

Das Projekt:
• Ein Materialwirtschaftszentrum („Mawiz“) ist im Kärntner Zentralraum geplant.
• Es soll – aufgrund der verkehrsgeographischen Lage – nahe dem Klagenfurter Flughafen errichtet werden. In Fürnitz soll ein zweiter Knoten entstehen.
• Es dient dazu Transportlogistik und Lagerverwaltung von teilnehmenden Firmen – durch einen professionellen Logistik-Dienstleister und Kooperationen der Unternehmen – zu optimieren.
• Beim „Mawiz“ teilen sich die Unternehmen die Kosten von Personal, Transport und Lagerung. Investitionen in das Equipment werden gemeinsam getätigt.
• Präsentation: Am Donnerstag, dem 26. Mai, wird das Projekt an der Uni Klagenfurt (Raum E 2.37) präsentiert (Beginn: 18 Uhr).
• Infos: andrea.jankovic@aau.at

Autor: Gerd Leitner

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