Corona-Virus
Mindestsicherung für Nacht- und Eventgastronomie gefordert

„Wollen wir einem weiteren Lockdown zuvorkommen, braucht es jetzt ein beispielhaftes und solidarisches Vorgehen auch von Seiten der Gäste“, so Sternad
  • „Wollen wir einem weiteren Lockdown zuvorkommen, braucht es jetzt ein beispielhaftes und solidarisches Vorgehen auch von Seiten der Gäste“, so Sternad
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  • hochgeladen von Julia Dellafior

Die Einschränkungen aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen sind ein Schock für die Kärntner Nacht- und Eventgastronomie und mit einem zweiten Lockdown gleichzusetzen. Gastro-Sprecher Stefan Sternad fordert jetzt eine Mindestsicherung für Unternehmer.

KÄRNTEN. Die Auswirkungen der neuen Corona-Einschränkungen auf die Event- und Nachtgastronomie werden von Sternad als „dramatisch" bezeichnet. „Wir haben zwar Verständnis für die herausfordernde Situation und die Tatsache, dass die Regierung auf steigende Infektionszahlen reagieren muss, es ist aber untragbar, dass unsere Betriebe an jedem zweiten Tag neue Regeln vorgesetzt bekommen. Unternehmen brauchen – auch in Coronazeiten – ein Mindestmaß an Planungssicherheit, und die gibt es derzeit überhaupt nicht“, so Sternad.

Feiern im Gastgewerbe verboten

Durch die neuen Regelungen werden Gäste dazu getrieben, ihre Feiern in die eigenen vier Wände zu verlegen.  Wenn man bedenkt, wie gut es uns in den vergangenen Monaten gelungen ist, mit Hygiene- und Abstandsregelungen für Sicherheit in unseren Betrieben zu sorgen, ist das völlig unverständlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass im privaten Bereich – ohne jede Form der Kontrolle oder Steuerung – ähnlich gearbeitet werden kann“, sagt der Kärntner Wirtesprecher.

Existenzgrundlage wird entzogen

Besonders schlimm treffen die neuen Regelungen jene Gastronomen, die den Großteil ihrer Umsätze nach 22 Uhr erwirtschaften. Auch Eventgastronomen, die auf Hochzeits-, Weihnachts- und Geburtstagsfeiern angewiesen sind, sind die neuen Regeln ein Schlag ins Gesicht. „Unsere Betriebe haben in den vergangenen Wochen große Disziplin bewiesen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Es ist eine große Enttäuschung, dass nun gerade der Tourismus wieder als erste Branche von Lockdown-Maßnahmen betroffen ist.“

Kampf für die Mehrwertsteuersenkung

Um die Betriebe zu unterstützen, wurde die Mehrwertsteuersenkung bis Ende 2021 verlängert. Zwar eine gute Nachricht, jedoch hilft diese nur jenen Betrieben, die Umsätze erwirtschaften dürfen.  „Wir brauchen jetzt aber konkretere Taten statt Worte. Andernfalls wird die Event- und Clubkultur, wie man sie bisher in Österreich kennt, schon bald nicht mehr existieren. Kaum ein Unternehmen kann Einschränkungen in einem solchen Ausmaß betriebswirtschaftlich überstehen“, so Petritsch. Er fordert ein sofortiges Eingreifen: „Man entzieht diesen Unternehmen ihre Existenzgrundlage. Die Bundesregierung muss rasch reagieren!“

Mindestsicherung soll Unternehmern helfen

Für Unternehmer, die momentan keine Umsätze erzielen können, soll es zumindest eine Mindestsicherung geben. Denn niedrige Mehrwertsteuersätze allein helfen nicht, wenn monatelang kein Umsatz erwirtschaftet werden kann. Es ist nicht einzusehen, warum es für Arbeitnehmer eine Mindestsicherung gibt, aber für Arbeitgeber nicht!“, so Sternad.

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