Kärnten
Ombudsstelle für Wirtschaft bearbeitete 157 Fälle

Franz Pacher, ehemaliger Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, führt die Wirtschaftsombudsstelle an.
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  • Franz Pacher, ehemaliger Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, führt die Wirtschaftsombudsstelle an.
  • Foto: Land Kärnten
  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

Die seit Oktober 2019 tätige Wirtschaftsombudsstelle legte ihren ersten Bericht vor. Die Bilanz: Sie schritt in 157 Fällen ein, wenn Behördenverfahren ins Stocken gerieten. Ein „Einreich-Check“ für Betriebsanlagen-Verfahren ist in Arbeit.

KÄRNTEN. Seit Oktober 2019 verfügt Kärnten als erstes Bundesland über eine eigene Ombudsstelle für Unternehmer. Ein siebenköpfiges Team mit Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung mit Franz Pacher, dem ehemaligen Präsidenten der Wirtschaftskammer Kärnten, an der Spitze greift Unternehmern unter die Arme, wenn Behördenverfahren ins Stocken geraten.

Anfragen zum Gewerberecht

Am gestrigen Dienstag legte die Ombudsstelle der Landesregierung ihren ersten Bericht vor. „Insgesamt wurde die Wirtschaftsombudsstelle mit 157 Fällen befasst. Fast neun von zehn Angelegenheiten standen im Zusammenhang mit gewerblichen Betriebsanlagen. Das zeigt, wo wir verstärkt den Fokus setzen müssen“, berichtet Landesrat und Wirtschaftsreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP). Zusätzlich wurden 135 Anfragen zum Gewerberecht und 635 Anfragen zu Covid-19-Verordnungsauslegungen durch die Ombudsstelle bearbeitet.

Feedback nach Verfahren

„Bei einem Großteil der Fälle konnte der gordische Knoten erfreulicherweise sehr rasch durch Koordinationsgespräche gelöst werden“, freut sich Schuschnig. Lediglich in 33 Fällen wurde eine vertiefende Koordination nötig. Neben der Vermittlungsstelle bei stockenden Behördenverfahren wurden auch Maßnahmen zur Verbesserung des Service für Unternehmen gesetzt. „Unter anderem hat die Wirtschaftsombudsstelle die Einführung des österreichweit ersten Verfahrens-Feedbacks koordiniert“, fügt Schuschnig hinzu.
Auch ein Wertschätzungskodex als Basis für eine wertschätzende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung wurde erarbeitet. „Denn oft ist es die Kommunikation, die in Verfahren zu Missverständnissen führt“, erläutert Schuschnig. Ebenso wurden Deregulierungsmaßnahmen in Bauverfahren mit der Wirtschaftsombudsstelle erarbeitet.

Fachliche und unparteiische Unterstützung

Die nächsten Schritte sind bereits geplant. „Um Verzögerungen schon vor dem Behördenverfahren zu vermeiden, wird ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Unternehmer bei der Erstellung der Einreichunterlagen erarbeitet“, gibt Schuschnig einen Ausblick. Ziel ist die Bereitstellung fachlicher und unparteiischer Unterstützung für Unternehmer. „In Form eines Einreich-Checks soll bereits vorab die fachliche Unterstützung bereitgestellt werden“, sagt Schuschnig.

Das Team der Wirtschaftsombudsstelle mit Landesrat Sebastian Schuschnig (Vierter von links)
  • Das Team der Wirtschaftsombudsstelle mit Landesrat Sebastian Schuschnig (Vierter von links)
  • Foto: RMK
  • hochgeladen von Kathrin Hehn

ZUR SACHE
Die Wirtschaftsombudsstelle
steht allen Unternehmern bei Problemen mit Behördenverfahren zur Verfügung.
E-Mail: wirtschaftsombudsstelle@ktn.gv.at
Telefon: 050 536 17128

Franz Pacher, ehemaliger Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, führt die Wirtschaftsombudsstelle an.
Das Team der Wirtschaftsombudsstelle mit Landesrat Sebastian Schuschnig (Vierter von links)

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