15.03.2017, 08:00 Uhr

Am Sonntag wählen die Pfarren ihre Vertreter

Peter Allmaier, Dechant Klagenfurt: "Am 19. 3. bitte bei der Pfarrgemeinderatswahl die Stimme abgeben und so den Kandidaten zeigen: Wir stehen hinter euch." (Foto: KK)

Am 19. März können 47.700 Katholiken in Klagenfurt ihre Vertreter in den Pfarren wählen.

KLAGENFURT. Am Sonntag, 19. März, können alle österreichischen Katholiken, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, an der Pfarrgemeinderatswahl in ihrer jeweiligen Pfarre teilnehmen. In Kärnten gibt es rund 3.200 Pfarrgemeinderäte. Sie bilden ein Gremium, das die Gemeinde vor ihren jeweiligen Pfarrern vertritt.
"Die Pfarrgemeinderäte sollen möglichst aus allen Bevölkerungsschichten kommen, damit sie alle Personengruppen innerhalb der Pfarre gleichermaßen vertreten können", infomiert der Dechant von Klagenfurt, Dompfarrer Peter Allmaier.
Die Aufgaben sind laut Allmaier heute bedeutungsvoller, als noch vor etwa 20 Jahren. "Früher haben sie die Pfarrer beraten, heute sind die Pfarrgemeinderäte Impulsgeber", so Allmaier. Denn sie geben viele Schwerpunkte vor, auch bei der Liturgie und der Musik. Sie helfen aber auch, dem Pfarrer zu erkennen, welche Personengruppen in der Gemeinde stärker angesprochen werden müssen, und machen auch Vorschläge, wie das geschehen soll.

Man braucht Zeit

Das Hauptproblem für viele, sich als Pfarrgemeinderat zu engagieren, ist laut Allmaier die Zeit. "Viele sind deshalb 40 Jahre und älter. Es sind diejenigen Menschen, die beruflich und familiär konsolidiert sind", sagt Allmaier. Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie Hemma Pfeiffenberger, die mit 21 Jahren in Klagenfurt-Welzenegg derzeit die jüngste Pfarrgemeinderätin im Bezirk Klagenfurt ist.

So funktioniert die Wahl

Gewählt werden die Pfarrgemeinderäte rund um den Pfarrgottesdienst am Sonntag, wobei jede Pfarre eigene Wahlzeiten festlegt. Nachdem das Ergebnis feststeht, gibt es eine einwöchige Einspruchsfrist, das erste Zusammentreffen der neuen Pfarrgemeinderäte, die konstituierende Sitzung, muss bis spätestens 30. April erfolgen. Hier wird auch der Obmann gewählt.

Wählen und Auftrag geben

Die Wahlbeteiligung lag beim letzten Mal im Jahr 2012 bei 20 Prozent – laut Allmaier ein gutes Ergebnis. Er appelliert: "Es ist wichtig, zur Wahl zu gehen. So haben die Gewählten das Gefühl, dass die Gemeinde hinter ihnen steht und ihnen den Auftrag gibt, sie zu vertreten."

Zur Sache: Die Pfarren in Klagenfurt

In Klagenfurt gibt es 16 Pfarren mit 236 Pfarrgemeinderäten, davon 33 Amtliche.
47.700 Katholikinnen und Katholiken sind in Klagenfurt wahlberechtigt.
Ein neuer Kandidat bei dieser Wahl ist Thomas Kassl in Klagenfurt-Dom.
Ältester Pfarrgemeinderat ist mit 92 Jahren Ilja Abramovic in St. Josef-Siebenhügel, jüngste PGR ist Hemma Pfeiffenberger mit 21 Jahren in Welzenegg.
Die größte Pfarre ist St. Josef-Siebenhügel mit 6.100 Wahlberechtigten, die kleinste St. Georgen am Sandhof mit 304.
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