24.01.2018, 15:20 Uhr

Das Backen ist eine jahrelange Tradition

Hildegard Perkonigg verkauft selbstgemachtes Holzofenbrot und verrät Tipps und Tricks für das Krapfenbacken

Hildegard Perkonigg produziert eigenes Holzofenbrot, hat aber auch viele Tipps fürs Krapfenbacken.

HÖRTENDORF (lmw). Familie Perkonigg betreibt eine Landwirtschaft in Hörtendorf und ist seit Jahrzehnten für ihr selbstgemachtes Holzofenbrot bekannt. Aber auch für das Krapfenbacken hat Hildegard Perkonigg wertvolle Tipps und Tricks, damit die flaumige Nascherei auch wirklich gelingt.

Tipps und Tricks

"Das Krapfenbacken erfodert viel Geduld, weil auch viel Arbeit dahintersteckt", sagt Hildegard Perkonigg. Wichtig sei, dass alle Zutaten richtig und vor allem gleich temperiert sind – am besten ist Zimmertemperatur. Der Teig solle leicht und locker sein und muss mindestens eine Stunde gehen. Die ausgestochenen Krapfen sollten dann noch einmal eine gute halbe Stunde gehen. "Den Teig zugedeckt gehen lassen, damit er auch richtig aufgehen kann", sagt Perkonigg. Außerdem muss der Teig wirklich gut durchgeknetet werden. Man könne auch Rum zum Teig mischen, denn dieser verhindere die Aufnahme von Fett. Beim Backen sollte zuerst die Oberseite – zugedeckt – im Fett gebacken werden, dann den Krapfen umdrehen und nicht zugedeckt fertig backen.

Spezielle Mehle für Krapfen


Für das Krapfenbacken gibt es spezielle Mehle, mit denen sie noch besser gelingen. Beim Füllen sei es am besten, eine Krapfenspritze zu verwenden – klassisch mit Marillenmarmelade. Mit dem Verwenden regionaler Produkte könne laut Perkonigg die Qualität der Krapfen noch gesteigert werden. Familie Perkonigg verwendet die Produkte ihrer eigenen Landwirtschaft, da sie auch eine Mühle betreiben und ihr eigenes Mehl herstellen können. Hildegard Perkonigg bäckt schon seit zwanzig Jahren Krapfen und immer noch sehr gerne. "Selbstgebackene Krapfen schmecken einfach besser als die gekauften, da die Masse eine andere ist", sagt Perkonigg.

Krapfen sind sehr beliebt


Sie beobachtet, dass Krapfen sehr beliebt sind, aber viele kaum die Zeit haben, sie selbst zu backen. "Ich denke, dass vor allem Berufstätige eher Krapfen kaufen und die ältere Generation noch verstärkt selber Krapfen bäckt, weil man sehr viel Zeit aufwenden muss", sagt Perkonigg.

Richtiges Holzofenbrot

Die Krapfen, die Perkonigg mit Liebe bäckt, sind aber nur für die Familie. Ihr frisches Holzofenbrot verkauft sie einmal in der Woche ab Hof. "Unsere Familie bäckt seit 200 Jahren Holzofenbrot, früher wurde sogar jeden Tag frisches Brot gebacken", sagt Perkonigg. Auch das Backen von Holzofenbrot sei ein sehr intensiver Arbeitsaufwand, weshalb sie auch nur einmal in der Woche backt; nämlich jeden Freitag.


Jahrzehntealte Rezeptur


Der Arbeitsvorgang für das Brot dauert rund vier Stunden. "Wir haben eine eigene Mühle und verwenden immer noch die gleiche Rezeptur wie vor 100 Jahren", informiert Perkonigg. Heutzutage werde dieses richtige, urige Holzofenbrot kaum mehr produziert. "Und es gibt auch so gut wie keine Öfen mehr für diese Form der Produktion", so Perkonigg. 120 Kilogramm Brot "Mit einem Einschiffen passen circa 90 Kilo Brot in den Ofen", sagt Perkonigg. In der Woche produziert sie rund 120 Kilogramm Brot. Perkonigg backt alles gerne selbst, da sie dann weiß, was wirklich in der Masse steckt. "Außerdem ist es eine Familientradition, die ich unbedingt weiterführen möchte."
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