17.09.2014, 00:00 Uhr

Ein Neuer soll die Schwarzen retten

Stadtrichter Otto Umlauft soll, wenn es nach der ÖVP geht, Klagenfurts nächster Bürgermeister werden (Foto: Woche)

Stadtrichter Otto Umlauft führt die Klagenfurter Volkspartei in die Gemeinderatswahlen 2015. Im Vorfeld gab es viele Spekulationen.

KLAGENFURT (tas). Ein halbes Jahr vor der Gemeinderatswahl hat die ÖVP den Menschen gefunden, der sie in der Landeshauptstadt zurück zu alter Größe bringen soll. Bereits am Montag deuteten die spärlichen Informationen auf einen Politneuling hin - am Dienstag dann die Enthüllung: Stadtrichter Otto Umlauft wird als Bürgermeisterkandidat antreten.

Die Indizien, die zu Umlauft führten
Der Kandidat sei einer, der "nicht dem aktuellen Gemeinderatsclub angehört", so die spärlichen Informationen aus der Volkspartei. Aber auch die bergen Zündstoff: Sie schließen nicht nur die neuerliche Kandidatur von Stadtrat Peter Steinkellner aus, sondern beenden auch Spekulationen um die Bürgermeister-Ambitionen von Hilfswerk-Chef Horst Krainz - er ist Gemeinderat und Clubobmann-Stellvertreter.
Die Hoffnung der Jungen ÖVP, Christian Waldmann, scheidet als Clubmitglied aus. Er soll von Platz zwei oder drei aus das jugendliche Image der Klagenfurter VP aufpolieren. Dem Wunschkandidaten der Klagenfurter Unternehmer, Max Habenicht, macht dieses Kriterium ebenfalls einen Strich durch die Rechnung. Ein Rückschlag könnte die Entscheidung auch für Clubobmann Markus Geiger sein – ihm wurden gute Chancen zugeschrieben, Spitzenkandidat zu werden.

Neues Gesicht
Nicht nur kein Mitglied des bisherigen Clubs sollte der Neue sein, sondern auch "ohne nennenswerte politische Vergangenheit". Damit fügt sich die Klagenfurter Volkspartei nicht nur in die Reihe ihrer Bundes- und Landespartei, die mit Staatssekretär Harald Mahrer, Justizminister Wolfgang Brandstetter und Parteiobmann Christian Benger den Weg vorgaben, sondern schafft vor allem Platz für neue Namen und Spekulationen.
Vor Otto Umlauft waren Josef Pacher, kärntenweit bekannt als ehemaliger Chef der Villacher Brauerei, und Landesholding-Vorstand Ulrich Zafoschnig bei einigen ÖVP-Mitgliedern feste Zutat der brodelnden Gerüchteküche.
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