19.05.2017, 13:42 Uhr

"Einheimische Hooligans" sorgen für Wirbel vor GTI-Treffen

Das eigentliche GTI-Treffen gehe geregelt über die Bühne. Heuer seien vor allem im Vorfeld verstärkte Maßnahmen gegen "einheimische Hooligans" nötig, informierten Land, Behörde und Exekutive (Foto: KK/Hude)

Behörde, Land und Polizei wollen schärfere Maßnahmen setzen, um Situation abseits des eigentlichen GTI-Treffens zu verbessern. Auch neue Maßnahmen gegen Terrorismus werden gesetzt.

KLAGENFURT, REIFNITZ (vep). Maßnahmen zum GTI-Treffen 2017 präsentierten heute Landesrat Rolf Holub, Klagenfurt-Land-Bezirkshauptmann Johannes Leitner und Major Philipp Glanzer bei einer Pressekonferenz. Viele Maßnahmen der vergangenen Jahre würde greifen, informiert Leitner: "Die Situation zum Kerntreffen ist gut geregelt. Pegelregulierungen für Musik im Zentrum und das Einhalten der Sperrstunden funktioniert."

Problem mit "Hooligans" im Vorfeld

Heuer allerdings, so informierte Holub, kämpfe man mit Hooligans, die im Vorfeld für viel Wirbel sorgen würden: "Sie verabreden sich abseits des Treffens und sind nicht unter Kontrolle. Ich erhalte Anrufe von Anrainern, die am Telefon weinen und von brennenden Autos und Transistorzündungen berichten." Man werde sich da nun etwas einfallen lassen müssen, so Holub, was bis zum Einsperren reichen könne.
Vorwiegend seien es Kärntner und Steirer, die dafür verantwortlich sein sollen, das lasse sich an den Nummernschildern erkennen.
Major Philipp Glanzer, Stv.-Bezirkskommandant, erläutert: "Die Absprache über soziale Medien führt zu Zusammenrottungen. Vor allem an den Hotspots, wie der Tankstelle Sabotnik (Keutschach) und Mischkulnig (Velden) kommt es zu einer Häufungvon Problemen."
Zwischen 800 und 2.000 Leute sollen sich in den Abendstunden bei den Hotspots wie der Tankstelle Sabotnik aufhalten.

Laut Glanzer habe sich das aggressive Publikum bei den Vortreffen gesteigert. Die Polizei greife heuer schon stärker durch und habe mehr Einsatzkräfte. Leitner informierte, dass schon viele Strafen ausgestellt worden seien. Diese würden sich zwischen 150 und 600 Euro bewegen.
Glanzer: "Wir arbeiten sowohl präventiv, indem die Polizei ständig an den Hotspots präsent ist, als auch repressiv mit Geschwindigkeitsüberwachung, Motorradstreifen etc." Jedoch: "Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Wer sich nicht an die Regeln halten will, weicht der Polizei aus."
Holub und Leitner kündigen an, im Zentralraum um das GTI-Treffen zwischen Wörther- und Faaker See, nun gemeinsam mit den Gemeinden und Behörden zu prüfen, welche noch strengeren Maßnahmen künftig gesetzt werden können.

Neu: Terrorismusbekämpfung

Rund um das eigentliche Event hat man heuer neue Maßnahmen zur Terrorismusprävention gesetzt. Leitner: "Eigene Verkehrsleitsysteme sollen verhindern, dass ein Lastwagen mit höherer Geschwindigkeit in eine Menge fahren kann." Zudem gebe es Lkw-Kontrollen und Videoüberwachungen. "Das GTI-Treffen ist mit 130.000 Gästen eine Großveranstaltung. Wir versuchen, die Risiken so weit es uns möglich ist, auszuschließen", so Leitner.
Auch zwei neue Prüfzüge für die Verkehrssicherheit kommen heuer zum Einsatz.
Holub setzt nach: "In Zeiten, in denen Autos als Waffe benutzt werden, stellt sich die Frage, ob ein solches Autotreffen noch zeitgemäß ist."
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